Nein zu Bebauungsplan-Änderung „Am Lohbichlweg“

Oberaudorf – Die Gemeinde Oberaudorf strebt seit Langem eine Innenverdichtung an.

Und trotzdem wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung eine Änderung des Bebauungsplans „Am Lohbichlweg“ in Niederaudorf mit 20:1 Stimmen abgelehnt. Denn die Mehrheit des Gremiums war sich einig: Die Parkplatzsituation würde sich dadurch verschärfen.

Bauamtsleiter Rainer Ostermayer erläuterte in der Sitzung den Sachverhalt: Mitte Oktober hatte der Bau-, Umwelt- und Straßenausschuss die weitere Bebauung des Teil-Grundstücks am Lohbichlweg behandelt. Damals sprach der Ausschuss eine positive Empfehlung für den Gemeinderat aus.

Das Gremium stand nun vor der Entscheidung, einer Änderung des Bebauungsplans zuzustimmen und folglich einen Aufstellungsbeschluss zu fassen.

Die Frage lautete, ob man das südliche Grundstück noch mit bis zu zwei Wohneinheiten bebauen könnte. Pro Wohneinheiten müssten allerdings zwei Stellplätze nachgewiesen werden. Laut Ostermayer können auf dem neu zu bebauenden Teilgrundstück zwei Stellplätze nachgewiesen werden. Zwei weitere Stellplätze sollen auf dem nördlichen bebauten Teil errichtet werden. Das Gremium zeigte sich skeptisch, denn auf dem Grundstück gäbe es schon vier Wohneinheiten. Dadurch bestünde die Gefahr, dass die Autos auf der Zufahrt zum Grundstück parken würden.

Bürgermeister Matthias Bernhardt (FWO) warf ein, dass die Gemeinde Innenverdichtungen eigentlich begrüßen würde. Und dieses wäre das erste Nachverdichtungsprojekt, was man befürworten könnte. Die Entscheidung hänge nun vom Gremium ab.

Gemeinderat Hannes Rechenauer (CSU) entgegnete, dass eine Innenverdichtung „Sinn machen“ müsse. Die Stellparkplatz-Situation müsste geklärt sein. In diesem Fall würden die Grundstücksbesitzer schon seit Jahren auf der Straße parken. „Und die Autos werden ja nicht weniger“, merkte Rechenauer an. Dem Antragsteller Baurecht zu gewähren, „sehenden Auges“, dass das aufgrund der Parksituation nicht funktionieren könne, sehe er als problematisch an.

Am Ende der Diskussion gab es nur eine Stimme, die einer Änderung des Bebauungsplans befürwortet und einem Aufstellungsbeschluss zugestimmt hätte, der Rest sprach sich dagegen aus.

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