Nachruf

50 Jahre Gebirgsschütze: Sebastian Heibler aus Neubeuern im Alter von 83 Jahren verstorben

Sebastian Heibler
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Sebastian Heibler

In einen starken Familienverband auf dem „Bichebauer-Anwesen“ in Holzham geboren, war dies der zentrale Mittelpunkt von Sebastian Heiblers Leben. Dort verstarb er dieser Tage, begleitet von der Familie. Früh übernahm der „Bichebauer Wast“ nach dem Tod seines Vaters das Anwesen, bemüht im Einklang mit Natur und Schöpfung das Übertragene in eine gesicherte Zukunft zu führen.

Neubeuern – Der Glaube war für ihn Halt und Zuversicht, das Leben seines Schutzheiligen Vorbild – vor allem nach dem frühen Unfalltod einer Tochter.

Als einer der Ersten aus der Gemeinde wurde Heibler zur Bundeswehr eingezogen. Sein Weg führte ihn zum Veteranenverein, wo er 36 Jahre lang das Amt des Schriftführers innehatte. Seine Ehrenmitgliedschaft zeigte die Anerkennung und den Dank des Vereins.

Die Verbindung zum Bauernstand wurde bei seinem Einsatz für den Maschinenring, den er gegründet hatte, sowie bei der Jagdgenossenschaft und den Waldbesitzern deutlich. Früh kam er zum Trachtenverein Immergrün Altenbeuern, wo er in jungen Jahren begeisterter Theaterspieler war und bis vor Kurzem den Verein begleitete.

Traueranzeige für Sebastian Heibler

Brauchtum sowie Tradition bewahren und Neues schaffen, das waren für den Verstorbenen Ansporn bei der Wiedergründung der Gebirgschützenkompanie Neubeuern. Der Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützen im Rahmen der 1200-Jahrfeier der Gemeinde, zahlreiche Renovierungen historischer Gebäude und die von ihm gepflanzten Flurbäume erinnern an sein prägendes Schaffen.

50 Jahre war er ein stolzer Gebirgsschütze, und lange Zeit Ehrenhauptmann, wie viele Kameraden bekundeten.

Von 1972 an gehörte Heibler 24 Jahre lang dem Gemeinderat Neubeuern an. Bürgermeister Christoph Schneider verwies auf das fachliche Wissen des Verstorben. Zum 1200. Jubiläum der Gemeinde gestaltete Heibler die Gedenkmünze mit.

Pfarrer Christoph Rudolph zeigte sich dankbar für Heiblers drei Amtszeiten im Pfarrgemeinderat, dessen Gründung er mitbetrieb. Außerhalb des Friedhofs nahm „seine“ Kompanie mit Salutzug Aufstellung, sowie die Beerdigungsmusik, die weithin hörbar war. Den Gottesdienst gestaltete eine Saitenmusik in Erinnerung an einen Mitmenschen, dem auch die stillen Töne vertraut waren. swt

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