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AUS DEM GEMEINDERAT

Nachdenken über „Mastenwachstum“ – Gemeinderat Rohrdorf will Signal setzen

Die bestehende Anlage in Immelberg soll aufgestockt werden.
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Die bestehende Anlage in Immelberg soll aufgestockt werden.
  • VonJohannes Thomae
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Das Thema Funkmasten lässt Rohrdorf nicht los. Erst im November hatte sich der Gemeinderat gegen den Neubau eines solchen Mastes nördlich des Hochstrasser Sees ausgesprochen. Nun war über die Aufstockung einer bereits bestehenden Anlage bei Immelberg zu entscheiden.

Rohrdorf – Die grundlegenden Voraussetzungen sind dabei dieselben wie im November: Es handelt sich dabei um ein privilegiertes, weil im öffentlichen Interesse liegendes Bauvorhaben, über das die letzte Entscheidung vom Landratsamt gefällt wird. Die Beurteilung durch den Gemeinderat also im Grunde ein Stimmungsbild, das in die Entscheidung des Landratsamtes mit einfließt, diese aber nicht bestimmt. Im konkreten Fall aber, so erläuterte Bürgermeister Simon Hausstetter (Bürgerblock Rohrdorf), sei eine Ablehnung durch das Landratsamt von vornherein kaum zu erwarten, da es hier ja nicht um einen Neubau, sondern um die Erhöhung einer bereits bestehenden Anlage gehe.

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Vor diesem Hintergrund war ein großer Teil des Gremiums zunächst geneigt, dem Bauantrag zuzustimmen. „Besser hier als anderswo“ so die Meinung, zumal in unmittelbarer Nähe ja schon ein Mast einer Hochspannungsleitung stehe. Helmut Wieshuber (SPD) und Rupert Stocker (Bürgerblock) sahen die Frage jedoch grundsätzlich.

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Der Gemeinderat müsse klarmachen, dass er prinzipiell gegen ein grenzenloses „Mastenwachstum“ sei. Rupert Stocker erinnerte dabei an die Diskussionen aus dem November: Der zukünftige Mobilfunkstandard 5G setze viel mehr Masten voraus, als heute benötigt würden, es sei damit zu rechnen, dass im Rohrdorfer Raum dafür zehn, zwanzig, vielleicht sogar noch mehr große Masten benötigt würden.

Auch wenn die Aufstockung des Mastes, um die es jetzt gehe, sicher nicht zu verhindern sei, solle man doch ein grundsätzliches Signal setzen.

Dieser Auffassung folgte der Gemeinderat dann einstimmig, wobei der Beschluss zunächst bewusst zustimmend formuliert war, aber dann abgelehnt wurde. Man wollte damit deutlich machen, dass man sich über die Tatsache, dass der Antrag im Prinzip genehmigungsfähig ist, durchaus klar war, der Gemeinderat aber dennoch eine ablehnende Haltung einnimmt.

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