Nach zehn Jahren laufen jetzt die Bauarbeiten

Das Regenrückhaltebecken in Form einer Geländemulde hat ein Nutzvolumen von gut 170 Kubikmetern, ein zusätzlicher Notüberlauf kann entlastend wirken, so Ingenieur Peter Bichler (ganz links). Rechts im Bild Michael Schön vom Ingenieurbüro Bichler und Klingenmeier und der neue Bürgermeister Christoph Vodermaier.kirchner

Riedering –. Nach jahrzehntelangem Hin und Her ist mit Niedermoosen der letzte Ortsteil Riederings nun offiziell erschlossen.

Bei der Abnahme der Baumaßnahmen inspizierten der scheidende Bürgermeister Josef Häusler (Wählergemeinschaft Söllhuben), der neu amtierende Bürgermeister Christoph Vodermaier (FWG), die beiden Ingenieure Peter Bichler und Michael Schön vom Bernauer Ingenieurbüro Bichler und Klingenmeier sowie Sebastian Wagner von der Abteilung Tiefbau der Firma Rudolf Mayer aus Griesstätt die Kanalschächte.

Bürgermeister Häusler konnte nicht umhin, sich lobend über die fertiggestellten Arbeiten zu äußern. Er erklärte, dass mit der Erschließung für alle Beteiligten eine „Win-win-Situa tion“ erreicht sei. Auch von den Anwohnern habe es während der Baumaßnahmen so gut wie keine Beschwerden trotz der über ein Jahr währenden Bauphase gegeben. Der in 2018 aufgestellte Bebauungsplan Niedermoosen südwestlicher Teil fußte auf einer langen Vorgeschichte, denn der zwischen Kreisstraße RO5 (Lauterbacher Straße), Mitterweg und Tannenweg samt Kiefernweg gelegene, südwestliche Bereich des Ortsteils hatte sich im Laufe der Jahrzehnte zur Splittersiedlung entwickelt, da kein verbindlicher Bebauungsplan bestand. Im Oktober 2007 wurden sowohl der Bebauungsplan als auch die Änderung des Flächennutzungsplanes „Niedermoosen – südwestlicher Teil“ durch den damaligen amtierenden Bürgermeister Vodermaier und Gemeinderat vorlagefähig erstellt. Aber erst über zehn Jahre später kam es schließlich im Oktober 2018 dann zur endgültigen Aufstellung eines Bebauungsplanes. Bürgermeister Häusler und Gemeinderat verständigten sich darauf, neben der abwassertechnischen Erschließung auch die bisherigen Kiesstraßen vom Bereich des Tannen-, Kiefern- und Latschenweges mit Anbindung an die Kreisstraße RO5 fachgerecht auszubauen. Im Zuge der Baumaßnahmen sollen Schmutzwasser- und Regenwasserkanal, Wasserleitung, Stromleitung und Fernmeldeleitungen verlegt werden. Zudem soll die Niederschlagsentwässerung über ein Regenrückhaltebecken gedrosselt in den Röthbach erfolgen, wie es im damaligen Beschluss hieß. Gut eine Million Euro werde der Tiefbau ausmachen, wurde damals bekannt.

In einem ersten Schritt wurde zunächst das Regenrückhaltebecken mit der Zufahrt gebaut, dann ging es um die Erschließungsarbeiten mit der erstmaligen Verlegung aller Versorgungsleitungen und zuletzt an die Asphaltierung. Das Regenrückhaltebecken in Form einer Geländemulde und mit einem Nutzvolumen von circa 170 Kubikmetern samt Notüberlauf werde überschüssiges Wasser in den Röthbach umlenken und so in der neugeschaffenen Bauparzelle am Tannenweg für Entlastung sorgen, informierte Bichler.

Die Granit-Zeiler entlang der Einfahrten und die frisch geteerten Straßen in dem Ortsteil machten den guten Wohnwert deutlich. Gegen Ende des Monats sollten die Restarbeiten abgeschlossen sein, so Wagner von der zuständigen Tiefbaufirma. elk

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