Nach Großbrand: Ein erster Schritt zum neuen Gut Heiming

Im Vollbrand stand das Gut Heiming im April 2019. Jetzt planen die Besitzer den Wiederaufbau. Reisner

Die Besitzer von Gut Heiming lassen sich nicht unterkriegen. Nach dem verheerenden Brand im April 2019, bei dem der Dreiseithof fast vollständig zerstört wurde, planen sie nun den ersten Schritt des Wiederaufbaus. Ein entsprechender Bauantrag wurde in der vergangenen Sitzung des Bauausschusses behandelt.

Von Katharina Heinz

Schechen

Der Islandpferdehof mit Zucht, Pferdepension und Reitunterricht soll wieder vollständig aufgebaut werden, erklärt ein Sprecher der Besitzer-Familie. Doch damit sei sicher nicht vor Ende des Jahres 2021 zu rechnen. Daher plant man nun einen Zwischenschritt: Dabei sollen einige Nebengebäude errichtet werden, um auf dem Anwesen schnell wieder eigene Pferde des Betriebs versorgen und die Flächen bewirtschaften zu können.

Auch Offenstall ist geplant

Vorgesehen sind drei Bauten: ein Multifunktionsgebäude mit Schmiede, Stall, Lager und Werkstatt mit einer Gesamtlänge von 41,30 Meter und einer Breite von 8,25 Metern im Osten sowie 7,25 Metern im Westen. Dabei sind auch drei Paddocks vorgesehen. Die Werkstatt soll durch eine Durchfahrt von Schmiede, Lager und Stall getrennt werden. Die Firsthöhe soll 6,23 Meter betragen.

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Das zweite Vorhaben ist ein Unterstand in einem Offenstall für die Islandpferde mit einer Länge von 10,10 Metern und einer Breite von 4,10 Metern. Die Firsthöhe des Pultdachs soll 4,10 Meter betragen.

Schließlich ist noch eine landwirtschaftliche Bergehalle geplant, nordwestlich etwas außerhalb des ehemaligen Hofverbunds. Sie soll 36,24 mal 15,24 Meter umfassen und eine Firsthöhe von 8,75 Meter aufweisen.

Laut Schechener Gemeindeverwaltung liegt das Grundstück baurechtlich im Außenbereich.

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Im gelten Flächennutzungsplan handelt es sich um Fläche für Landwirtschaft. Eine Erschließung sei gesichert. Vorab wurde das Vorhaben dem zuständigen Landwirtschaftsamt in Fürstenfeldbruck vorgelegt. Die Baugenehmigungsbehörde prüft die baurechtliche Privilegierung. Wird diese ausgesprochen, will man dem Konzept in Schechen nicht im Weg stehen. Der Bauausschuss erteilte daher dem Bauantrag für alle drei Gebäude einstimmig sein Einverständnis.

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