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AUS DEM GEMEINDERAT

Moosen Nord-West: Gemeinderat Riedering geht mit Architekten auf Stellungnahmen ein

Der Flächennutzungs- und Bebauungsplan für den Nordwesten des Ortsteils Moosen (hier von Norden her betrachtet), östlich vom Simssee gelegen, beschäftigt den Gemeinderat seit langer Zeit.
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Der Flächennutzungs- und Bebauungsplan für den Nordwesten des Ortsteils Moosen (hier von Norden her betrachtet), östlich vom Simssee gelegen, beschäftigt den Gemeinderat seit langer Zeit.

Nach jahrelangen Diskussionen und einer kürzlich abgehaltenen Anliegerversammlung nimmt der Bebauungsplan Moosen Nord-West an Fahrt auf. Einstimmig genehmigte der Riederinger Gemeinderat nun die letzten Änderungen zu den Plänen für den östlich vom Simssee gelegenen Ortsteil.

Riedering – Bürgermeister Christoph Vodermaier (FW) berichtete von einem guten Verlauf der Anliegerversammlung, bei der Verwaltung, Architekt und Ingenieurbüro die Pläne erläuterten und auf Fragen eingingen. „Eine gute Sache für die Bürger“, befand der Bürgermeister. Architekt und Stadtplaner Ferdinand Feirer-Kornprobst erläuterte im Anschluss die eingegangenen Stellungnahmen hinsichtlich des Flächennutzungsplanes. So wird auf eine Anregung der Unteren Naturschutzbehörde hin die westliche Grenze des Dorfgebiets bis zur Grenze des Landschaftsschutzgebietes zurückgenommen. Im Zuge der Bearbeitung des Antrags auf wasserrechtliche Erlaubnis für die Erschließung des Baugebiets durch das Ingenieurbüro Bichler und Klingenmeier hätten sich, so Feirer-Kornprobst weiter, geringfügige Verschiebungen der Bau- und Ausgleichsflächen ergeben, die in die Flächennutzungsplanänderung übernommen werden. Diesen Empfehlungen folgte das Gremium einstimmig und erließ anschließend ohne Gegenstimme den Billigungs- und Auslegungsbeschluss.

Mehr Einwände gab es beim Bebauungsplan, auf die Architekt Feirer-Kornprobst anschließend einging. Den Stellungnahmen der Unteren Naturschutzbehörde hielt der Fachmann entgegen, dass „die Festsetzung von Baugrenzen und der GRZ […] zu einer Reduzierung des Versiegelungsgrades beiträgt.“ Hinsichtlich der Ausgleichsflächen regte die Behörde an, die Anlage von Mulden und die Folgepflege der Fläche durch einen Fachplaner konkretisieren zu lassen. Zu letzterem gebe es rechtlich keine Ermächtigungsgrundlage, so Feirer-Kornprobst, der gleichzeitig darauf hinwies, dass im Auftrag der Gemeinde die Überplanung der Fläche bereits durch ein Fachplanungsbüro erfolgt. Was den Immissionschutz für das als Dorfgebiet ausgewiesene Neubaugebiet angeht – ein Einwand der Handwerkskammer für München und Oberbayern – verwies der Architekt auf eine Vorabstimmung mit der Unteren Immissionsschutzbehörde.

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Von Seiten der Bürger waren ebenfalls einige Einwände eingegangen, die Feirer-Kornprobst erläuterte und abwog. Ziel der Gemeinde sei die Sicherung der zusammenhängenden grünen Freifläche im Bereich des Geländeeinschnitts, der sich beginnend an der Weiherkette nach Süden erstreckt. Deshalb sei grundsätzlich festzuhalten, dass der Bereich, der im Plan als private Grünfläche festgesetzt ist, „dem Außenbereich zuzuordnen ist und somit kein Baurecht besteht.“

Das Oberflächenwasser des neuen Baugebiets – ein zweiter Einwand – werde „separat über eigene Retensionsmulden entsorgt.“ Über einen Anwalt war ein weiteres Schreiben eingegangen. Diesen Einwänden hielt der Fachmann entgegen, dass die Festsetzung Dorfgebiet sach- und fachgerecht sei und dass hier kein Etikettenschwindel betrieben werde. Feirer-Kornprobst verwies auf eine Stellungnahme der Regierung von Oberbayern, die feststellte, dass „die Planung mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist“ und dass „das Planungskonzept mit dem geringsten Flächenbedarf zur Weiterführung ausgewählt“ wurde. Zudem gelte es festzuhalten, dass „nicht nur ein sehr hoher Wohnungsbedarf prognostiziert ist, sondern auch tatsächlich besteht. Dies zeigt sich auch in der Gemeinde Riedering.“ der Architek wiederholte erneut, dass die gesamte Oberflächenentwässerung von Moosen neu berechnet und überplant und dass das neue Plangebiet separat über eine wechselfeuchte Versickerungsmulde entwässert werde.

Die Anregungen werden, soweit erforderlich, in den Bebauungsplan eingearbeitet, erklärte Feirer-Kornprobst, was die Gemeinderäte bestätigten. Dem Beschluss für eine neue Auslegung folgte das Gremium abschließend ebenso einstimmig.

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