Gemeinde stoppt Bau zunächst mittels Veränderungssperre

Mobilfunkmast sorgt für Aufregung

Riedering - Ein geplanter Mobilfunkmasten sorgt zurzeit für Aufregung in Riedering. Ein Telekommunikationsunternehmen will ihn auf einem Grundstück an der Rosenheimer Straße errichten. Die dortigen Anwohner wehren sich gegen dieses Vorhaben vehement. Die Gemeinde hat den Bau jetzt erst einmal mittels Veränderungssperre gestoppt, wie Bürgermeister Josef Häusler Gemeinderäte und Zuhörern bei der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte.

Aufgrund eines Mobilfunkpaktes müssen Gemeinden informiert werden, wenn man in ihrer Gemeinde einen Mobilfunkmasten errichten will. Das war auch im Fall von Riedering so. Anfang des Jahres 2008 trat ein Telekommunikationsunternehmen an die Riederinger Gemeinde heran. Die Gemeinde sollte sich an der Suche nach geeigneten Standorten für diese Maßnahme beteiligen. Die Suche gestaltete sich schwierig und anscheinend für die betreffende Firma zu langsam. Sie wurde schließlich selbst tätig und mit einem Grundstück an der Rosenheimer Straße auch fündig. Mit dem nicht einheimischen Grundbesitzer konnte man sich schnell einigen.

Von diesem Geschäft habe man die Gemeinde erst nachträglich unterrichtet, berichtete Häusler in der vergangenen Sitzung.

Mittlerweile steht bereits das Fundament, sehr zum Leidwesen der Anwohner. Die wollen den Mobilfunkmasten keinesfalls in ihrer Nähe wissen, befürchten dadurch gesundheitliche Schäden.

Die Gemeinde kann diese Bedenken nachvollziehen. Allerdings ist die Errichtung solcher Masten bis zu einer Höhe von zehn Metern genehmigungsfrei. Als einzige Handhabe bleibe der Gemeinde, so Häusler, die Erstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes. Denn damit könne man die Mobilfunkmasten zumindest für ein allgemeines Wohngebiet ausschließen.

So habe man auch im Fall der Rosenheimer Straße verfahren. Die im Zuge des Bebauungsplanes verhängte Veränderungssperre greife jetzt erst einmal zwei Jahre.

Dem Telekommunikationsunternehmen bleibt der Rechtsweg. Das Unternehmen will nun die entsprechenden Unterlagen bei der Gemeinde überprüfen, um sich die nächsten Schritte zu überlegen. wu

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