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AUS DEM GEMEINDERAT STEPHANSKIRCHEN

Ja zum Mobilfunkmast

An der Stelle der ehemaligen Grüngutsammelstelle soll der neue Mobilfunkmast gebaut werden.  : Ps
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An der Stelle der ehemaligen Grüngutsammelstelle soll der neue Mobilfunkmast gebaut werden. : Ps

Die Errichtung einer Mobilfunkantenne zwischen Scheiberloh und Baierbach war erneut Thema im Stephanskirchener Gemeinderat. Eine Interessengemeinschaft hatte darum gebeten, einen alternativen Standort zu prüfen. Nun stellte Hans Ulrich vom Umweltinstitut München das Immissionsgutachten vor und erläuterte die Situation.

Stephanskirchen – Hintergrund des geplanten Baus eines 30 Meter hohen Mobilfunkmasts zwischen Scheiberloh und Baierbach ist die von der Bahn forcierte Schließung der Versorgungslücke der Bahnstrecke in diesem Bereich. Dafür wird ein neuer Mast benötigt. Dafür möchte die Telekom ein gemeindeeigenes Grundstück direkt neben der Bahnstrecke pachten, dort wo früher die Grüngutsammelstelle lag.

Den Anwohnern bereiten die Pläne Sorgen, sie gründeten eine „Interessengemeinschaft Mobilfunk Baierbach“ und baten die Gemeinde, einen alternativen Standort zu prüfen (wir berichteten). Zwischenzeitlich hat das Umweltinstitut München ein Immissionsgutachten erstellt und damit die potenzielle Strahlenbelastung durch den neuen Masten und auch an den Alternativstandorten untersucht.

Hans Ulrich stellte dabei klar: Die alternativen Standorte sind ungeeignet. Es gibt zwar bereits einen Masten an der Bahnstrecke in Scheiberloh, der aufgerüstet werden könnte, doch das brächte Nachteile mit sich: „Selbst wenn nur ein weiterer Sender an den Mast kommt, wäre dort die Belastung für die Anwohner viel höher, als bei einem neuen Mast für die Anwohner in Baierbach.“

Der vorgeschlagene Standort sei tatsächlich die beste Lösung. Der Experte machte auch klar, dass die Gemeinde ihr Mitspracherecht verliert, wenn sie der Bahn keinen Vorschlag unterbreitet. „Die bauen dann einfach da einen Mast hin, wo sie ein Grundstück dafür bekommen. Da können Sie dann wahrscheinlich nichts dagegen machen.“

Vielen Leuten bereite die Höhe von 30 Metern Sorge. Doch genau das sei ein Pluspunkt: Je höher der Mast, desto geringer die Belastung. Denn die stärkste Strahlung gehe so einfach über die Köpfe und Häuser hinweg, nur eine Teilstrahlung komme tatsächlich unten an.

Noch ist unklar, ob der Standort wirklich funktioniert: Es handelt sich laut Verwaltung um eine „Altlastenverdachtsfläche“. Daher müsse ein Bodengutachten zunächst klären, ob durch das Mastfundament in diesen Bereich eingegriffen werde und ob die Statik gesichert sei. Dieses solle die Telekom tragen. Der Rat sprach sich schließlich mit 13 zu drei Stimmen dafür aus, dem Mastbau zuzustimmen und einen Pachtvertrag mit der Telekom zu schließen.

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