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Gemeinderat ist sich einig

Mitgefangen, mitgehangen: Söchtenau trägt explodierende Kosten für Bad Endorfer Schule mit

Söchtenau trägt die gestiegenen Kosten für die runderneuerte Mittelschule Bad Endorf mit. „Hilft ja nix“, so der Tenor im Gemeinderat.
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Söchtenau trägt die gestiegenen Kosten für die runderneuerte Mittelschule Bad Endorf mit. „Hilft ja nix“, so der Tenor im Gemeinderat.

Die Schule früher planen und bauen – und es wäre vermutlich nicht ganz so teuer geworden. So die leise Kritik des Söchtenauer Bürgermeisters Bernhard Summerer zum Bau der Mittelschule in Bad Endorf.

Von: Peter Böck

Söchtenau – Nun aber helfe es nichts, war sich der Gemeinderat einig, die Schule wird gebraucht und damit trägt Söchtenau auch die auf das Anderthalbfache gestiegenen Kosten mit. Da herrschte in der jüngsten Gemeinderatssitzung Einigkeit.

Die Gemeinden Söchtenau, Prutting, Höslwang und Halfing gehören zum Mittelschulverband Bad Endorf. Das im Besitz der Marktgemeinde Bad Endorf befindliche Schulgebäude ist seit Jahren sanierungs- oder erneuerungsbedürftig. Nachdem sich die Mitgliedsgemeinden des Schulverbandes bereits seit langer Zeit mit dieser Thematik beschäftigten, wurden die Planungen für einen kompletten Neubau immer konkreter.

Eine Kostenschätzung hierfür lag im Sommer 2020 bei rund 32,6 Millionen Euro. Diese Kosten haben sich mittlerweile deutlich erhöht und werden aktuell auf knapp 48 Millionen Euro geschätzt.

14 bis 16 Millionen für die Mittelschule

An Fördermitteln werden etwa 21,5 Millionen Euro erwartet, so dass sich die verbleibenden Kosten auf etwa 27 Millionen. Euro belaufen werden. Nach Abzug der Kosten für die im geplanten Schultrakt neu mit eingebundene Grundschule verbleiben für das Gebäude der Mittelschule Aufwendungen zwischen etwa 14 bis 16 Millionen Euro. Diese werden anteilig anhand der Schülerzahlen auf die beteiligten Gemeinden Bad Endorf, Halfing, Höslwang, Prutting und Söchtenau über eine jährliche Schulverbandsumlage umgelegt.

5454,54 Euro pro Teenager

Für aktuell 55 Schüler aus Söchtenau errechnet sich beim geschätzten Kostenrahmen eine Umlage von rund 300.000 Euro. Gegenüber der aktuellen Umlage aus dem Jahr 2022, die bei etwa 134.000 Euro liegt, ergibt sich somit deutlich mehr als eine Verdoppelung der Kosten für die Gemeinde Söchtenau.

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Bürgermeister Bernhard Summerer (WSK) bedauerte in seinen Ausführungen, dass das Vorhaben nicht früher umgesetzt wurde und jetzt diese deutlichen Kostensteigerungen anfallen. Zudem wies er darauf hin, dass die genannten Summen unter dem Vorbehalt der Ausschreibungsergebnisse stehen.

Zustimmung „alternativlos“

Die Gemeinderäte waren anschließend einheitlich der Ansicht, dass eine Zustimmung zum Neubauprojekt eigentlich alternativlos ist. Das Gremium bezeichnete seine Entscheidung als klares Bekenntnis zum Mittelschulverband und stimmte mit 15:0 Stimmen einem Neubau mit den prognostizierten anteiligen Kosten für die Gemeinde Söchtenau zu.

Noch höhere Kosten nochmal in den Rat

Kann der dargestellte Kostenrahmen erneut nicht eingehalten werden, ist die Angelegenheit nochmals dem Gemeinderat Söchtenau zur Entscheidung vorzulegen. Die Vertreter der Gemeinde in der Mittelschulversammlung wurden ermächtigt, einer Vereinbarung über die Rahmenbedingungen für die künftige Pachtberechnung nach der geplanten Fertigstellung des Gebäudes ab 2025 zuzustimmen.

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