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Die „Theaterer“ sind zurück

Volkstheater Flintsbach: Mit zwei Thoma-Stücken zurück auf der Bühne

Ein derber, bayerischer Kraftausdruck entzweit die Glöcklin (Heidi Sieraczewski, links) und die Dachserin (Lisa Obermair, rechts). Rechtsanwalt Dr. Prachtbau (Robert Nitsche), Richter (Toni Obermair, Mitte) und Gerichtsdiener (Marinus Astner, Zweiter von rechts) verfolgen die markigen Ausführungen der beiden „Damen“ staunend.
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Ein derber, bayerischer Kraftausdruck entzweit die Glöcklin (Heidi Sieraczewski, links) und die Dachserin (Lisa Obermair, rechts). Rechtsanwalt Dr. Prachtbau (Robert Nitsche), Richter (Toni Obermair, Mitte) und Gerichtsdiener (Marinus Astner, Zweiter von rechts) verfolgen die markigen Ausführungen der beiden „Damen“ staunend.

„Endlich dürfen wir wieder spielen!“ Toni Obermair und seine „Theaterer“, wie die Laiendarsteller in Flintsbach genannt werden, kommen mit zwei Thoma-Stücken zurück auf die Bühne. Corona-bedingt zwar nicht im historischen Komödienstadl, sondern im Freien am Musikpavillon.

Flintsbach – Es sei schon eine sehr belastende Zeit gewesen, gesteht Toni Obermair, Vorsitzender des Volkstheaters Flintsbach. Fast zwei Jahre mussten die Inntaler Corona-bedingt ihre schon fast legendäre Spielfreude im Zaum halten. Jetzt aber wage man sich mit zwei Thoma-Stücken wieder auf die Bühne.

Die Aufführung der Einakter „Die Dachserin“ und „Die Brautschau“ findet Corona-bedingt nicht im Theaterstadl, sondern im Freien am Musikpavillon statt.

Nachdenklich verfolgen die „Theaterer“, so werden die Laienspieler im Dorf genannt, Obermairs Ausführungen. Er erzählt vom Probenbeginn für das Stück „Himmelwärts“ von Ödön von Horvath 2020, vom Abbruch wegen des Corona-Lockdowns, von den Weihnachtsgrüßen per Video, die von über 4000 Menschen aufgerufen worden seien. Vor allem aber von der großen Freude, jetzt auftreten zu dürfen. Das Freiluftspiel erfordere zwar einen immensen Organisationsaufwand, sei aber einfach rentabler als eine Aufführung im Komödienstadl. Obermair: „Das Hygienekonzept erlaubt im Innenbereich nur 50 Zuschauer.“

Proben im Theaterhaus

Zurück zu den Proben im Theaterhaus. Heidi Sieraczewski , Robert Nitsche, Marinus Astner und Lisa Obermair nehmen Aufstellung im Gerichtssaal – und schon fühlt man sich im Stück „Die Dachserin“ in die vermeintlich gute alte Zeit des königlich-bayerischen Amtsgerichts versetzt, heftige Auseinandersetzungen und mahnende Richterworte inklusive.

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Im Stück „Die Brautschau“ überschlagen sich in Thoma-Manier ebenfalls die Ereignisse: Der 30-jährige Simmerl ist immer noch nicht verheiratet und deshalb der Hof auch noch nicht an ihn übergeben. Unabhängig voneinander haben die Eltern sich auf Brautschau begeben und ihre Kandidatin zur Begutachtung herbestellt - ausgerechnet am gleichen Tag.

Auf der Bühne agieren Martin Obermair, Michaela Goldes, Wolfgang Obermaier, Bernhard Obermair, Margaretha Astner, Florian Wilhelm, Sophia Astner und Melanie Obermair.

Nur bei schönem Wetter

Erneut richtet sich der Blick nun himmelwärts, denn die acht Vorstellungen, die ab Donnerstag, 5. August, 19.30 Uhr, beginnen, entfallen bei schlechtem Wetter ersatzlos.

Online registrieren

Das Hygienekonzept erfordert eine Registrierung zur Aufführung: online unter www.volkstheater-flintsbach.de oder per Telefon unter 0 80 34/83 33. Eintritt: freiwillige Spende.

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