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Auch ortsansässige Firmen helfen mit

Eigeninitiative gegen Corona: Ärztin aus Kiefersfelden eröffnet mit Freiwilligen eigenes Impfzentrum

Kleiner Piks, große Wirkung: Ärztin Dr. Jana Thoennissen verabreicht Thomas S. eine Anti-Corona-Dosis.
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Kleiner Piks, große Wirkung: Ärztin Dr. Jana Thoennissen verabreicht Thomas S. eine Anti-Corona-Dosis.
  • VonFranz Hoffmann
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Eine Ärztin aus Kiefersfelden trommelt Freiwillige und ortansässige Firmen zusammen und organisiert ihr eigenes Impfzentrum. 81 Impfwillige nutzen ihr Angebot.

Kiefersfelden – Während die Politiker in Deutschland in nahezu allen Medien zu Corona-Impfungen aufrufen und als Ziel ausgeben, dass bis Weihnachten 30 Millionen Dosen verimpft werden sollen, haben engagierte Mediziner zur Selbsthilfe gegriffen und in Eigenregie, wie Dr. Jana Thoennissen in der Kiefer, eine Sonderimpfaktion gestartet. Sie und ihr engagiertes Team warteten am vergangenen Samstag ab 10 Uhr vor ihrer Praxis in der Bahnhofstraße auf die Impfwilligen, die auch sehr pünktlich vor Ort erschienen. Nur leider nicht so zahlreich, wie sich das die Allgemeinmedizinerin erhofft und gewünscht hatte.

Zum Start der Impfaktion war der Andrang groß.

Weniger Impfungen als zuvor erhofft

„Wir haben leider nur 81 Dosen verimpfen können. Da hatte ich eindeutig mehr erwartet“, erklärte Dr. Thoennissen. Nach regem Beginn ebbte die Impfaktion schon nach einer Stunde merklich ab und nachdem auch die letzten Nachzügler ihre Dosis erhalten hatten, wurde die Impfstation geschlossen. Trotz der eher mäßigen Nachfrage „haben wir von den Erschienenen viel Lob erhalten und einige fragten sogar, warum geht das nicht immer so einfach“, erzählt die Ärztin. Sie und ihre sechs Mitstreiter hatten für die Impfwilligen alles bestens vorbereitet.

Zunächst waren natürlich ausreichend Impfdosen vorhanden und es standen zwei beheizte Zelte zur Verfügung. Darin gab es zum einen erst einmal, nach ordentlicher Registrierung, das gewünschte Vakzin verabreicht und danach konnten die Geimpften ihre 15-minütige Wartezeit in dem wohltemperierten zweiten Zelt bei warmem Tee, Glühwein oder Kinderpunsch „locker absitzen“, wie das ein gerade Geimpfter als sehr wohltuend empfand.

Ähnlich sah das Cvetka E., die gerade eine Booster-Impfung von der Impfärztin Stefanie Zellinger-Köhl erhalten hatte. „Ich bin wirklich positiv gestimmt und habe die Impfung sehr gut vertragen. Es ist wichtig, sich impfen zu lassen, und ich appelliere an alle Nichtgeimpften, sich schnellsten den Corona-Impfschutz zu holen, denn es tut ja wirklich nicht weh und schützt so viel.“

So sah das auch Thomas S. (die Namen sind der Redaktion bekannt), der „frustriert die letzte Impfaktion in der Kiefer abgebrochen hatte, da ich zunächst drei Stunden in der eisigen Kälte rumgestanden bin“. Jetzt empfand er alles „sehr gut organisiert und die Leute waren freundlich und hilfsbereit“. Auch die zweite Impfung mit dem Covid-19-mRNA-Impfstoff hat er „gut vertragen“ und findet es „angebracht, sich impfen zu lassen, obwohl ich manchmal den Hype über die Impfung oder Nichtimpfung total überzogen finde. Jedes Grippemittel oder jede Kopfschmerztablette hat meines Wissens nach mehr Nebenwirkungen als der mRNA-Impfstoff “. Ein Statement, das auch von den Anwesenden mit Kopfnicken bestätigt wurde.

Viel Hilfe von Firmen aus dem Ort

Der Dank der Organisatorin Dr. Jana Thoennissen galt ihrem engagierten Team, dem nahen „Postwirt“, der für die warmen Getränke gesorgt hatte, Tanzstudiobetreiberin Hanna Köhl für die organisierten Zelte und der ortsansässigen Firma Itelio, die sich um Organisation und die Beheizung gekümmert hatte.