Mehr Platz für „Käferlgruppe“: Kindergarten Großholzhausen eröffnet Räume im neuen Anbau

Die Kinder der „Igelgruppe“ des Kindergartens Sankt Georg in Großholzhausen beim Klettern im Wald. Damit genügend Abstand zu den anderen Kindern herrscht, haben sich zwei der drei Gruppen in den Wald zurückgezogen. Ruprecht

Obwohl der Anbau am Kindergarten Sankt Georg in Großholzhausen bereits im Mai fertiggestellt worden war, durften die Kinder wegen der Corona-Pandemie der „Käferlgruppe“ erst Mitte Juni ihren neuen „Käferlbau“ beziehen. Für viele war der Wald der ideale Spielplatz.

Von Franz Ruprecht

Raubling-Großholzhausen – Diese Kleinkindgruppe besteht derzeit aus 15 Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren. „Die Erweiterung des bisherigen zweigruppigen Kindergartens war notwendig, um den größeren Betreuungsbedarf in Großholzhausen und Umgebung für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr möglich zu machen“, erläutert die Kindergarten-Leiterin Christiane Helmel.

Zwei Gruppen weichen in Wald aus

Damit sich die insgesamt drei Gruppen aus dem Bestands- und dem Anbau nicht in die Quere kommen, haben sich außer der „Käferlgruppe“ die „Mäuse-“ und „Igelgruppe“ vorübergehend in den tiefen Wald zurückgezogen, um den Betrieb während den Hygiene- und Abstandsvorschriften besser wahren zu können.

Besonders die Gartensituation sieht Helmel in der Corona-Zeit kritisch, da sich die Gruppen untereinander nicht treffen sollen. Noch immer gelten strenge Regeln: Die Kinder dürfen auch im Freien nicht zusammen spielen und herumtollen. „Deshalb haben wir uns entschieden, die schönen Sommertage im Wald zu verbringen“, erklärt Christiane Hemel. Die alljährlich fest im Konzept des Kindergartens verankerten Waldtage seien bei den Kindern ohnehin sehr beliebt. Deswegen durften sie auch in diesem Jahr nicht fehlen.

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Zwei Wochen statt nur zwei Tage im Freien

Mit einem kleinen Unterschied: Bisher durften die Kinder nur ein, zwei Tage im Jahr in den Wald. Heuer sind es – Corona geschuldet – zwei volle Wochen. „Durch Fortbildungsmaßnahmen ist es den Betreuern möglich, für die Kinder unter anderem einen Waldseilgarten aufzubauen. Dort wird geklettert, geschaukelt, geträumt und balanciert“, berichtet die Kindergarten-Leiterin. Natürlich corona-sicher an der frischen Luft.

Anbau kostet 913 000 Euro

Für den Anbau im gemeindeeigenen Kindergarten nimmt die Gemeinde Raubling viel Geld in die Hand. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Kämmerer Stefan Gschwendtberger auf 913 000 Euro. Zuschüsse in Höhe von 510 000 Euro werden erwartet. Diese setzen sich aus Förderungen durch den Freistaat mit 305 000 Euro und 205 000 Euro vom Bund im Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ zusammen.

Die neuen Räume bieten für diese Altersgruppe die notwendige Bewegungsfreiheit. Auch die Sanitäranlagen wurden mit Wickelstation gebaut. Zur Freude aller können die beiden Räume durch eine flexible Trennwand geöffnet werden. So können auch mal zu bestimmten Anlässen allen 65 Kinder, die die Einrichtung besuchen, miteinander spielen – sofern es die Corona-Situation wieder zulässt.

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Jetzt gibt es in Raubling Platz für 378 Kindergarten- und 75 Krippenkinder

Kürzlich hatte sich auch Bürgermeister Olaf Kalsperger selbst ein Bild vor Ort gemacht. Der Bürgermeister zeigte sich vom Anbau sehr angetan und hatte seine Freude an den darin spielenden Kindern aus der „Käferlgruppe“. „Damit können jetzt in der gesamten Gemeinde Raubling insgesamt 378 Kinder über drei Jahren und 75 Krippenkinder betreut werden“, berichtet der Rathauschef.

Die Bauzeit für den im Mai fertiggestellten Anbau betrug rund ein Jahr. Bisher gab esim Großholzhauser Kindergarten Sankt Georg 50 Plätze, nun sind es insgesamt 75. Eine offizielle Einweihungsfeier sei laut den Verantwortlichen nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Dafür soll aber zur gegebenen Zeit gebührend mit allen Kindern und Eltern gefeiert werden.

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