Marc O’Polo aus Stephanskirchen spendet 100.000 nachhaltige Masken

Bürgermeister Karl Mair (links) kam wohl vorbereitet: Mit einem Fahrzeug des Bauhofes. 20000 Masken brauchen schließlich Platz. Co-CEO Maximilian Böck (rechts) hatte offensichtlich seinen Spaß daran.
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Bürgermeister Karl Mair (links) kam wohl vorbereitet: Mit einem Fahrzeug des Bauhofes. 20000 Masken brauchen schließlich Platz. Co-CEO Maximilian Böck (rechts) hatte offensichtlich seinen Spaß daran.

100.000 Masken hat MarcO‘Polo in den letzten Wochen gespendet. An das Rote Kreuz inklusive Katastrophenschutz, an Altenheime, Kliniken, Arztpraxen, an die Caritas. 20000 waren es zuletzt, die diese Woche an die Gemeinde Stephanskirchen gingen.

Stephanskirchen – In Stephanskirchen hat das Textilunternehmen seinen Stammsitz, dort arbeiten 800 der weltweit 1800 Mitarbeiter. Soziale Verantwortung sei Teil der Unternehmenskultur, werde von den Mitarbeitern auch gelebt, so Albert Fetsch, Chef der Unternehmenskommunikation. Deswegen hätten sie Mitte April all denen Unterstützung angeboten, die helfende Hände – ob in der Pflege oder der Landwirtschaft – brauchen.

Masken aus Stoffresten der Modekollektion

Auch Nachhaltigkeit in der Produktion hat sich das in 39 Ländern agierende Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Da passt es, dass die 100.000 Masken im Wert von rund 90.000 Euro nicht aus eigens gekauften Stoffen gefertigt wurden, sondern aus den Stoffresten, die bei der Produktion einer Kollektion ohnehin anfallen. Deswegen gibt es die Masken auch in sechs Farben.

Genäht wurden sie von den langjährigen Partnerfirmen von Marc O‘ Polo, denn in Stephanskirchen gibt es zwar eine Schneiderei, „aber da werden nur Prototypen genäht“, so Fetsch.

Dem Bürgermeister Marc O‘Polo gezeigt

Das erklärte Maximilian Böck, Sohn des Mehrheitseigners und neuer Co-Chef des Unternehmens, vermutlich auch Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie), als der die 20.000 Masken für die Gemeinde abholte. Denn erstmal unternahmen der Bürgermeister und sein zweitgrößter Arbeitgeber einen Rundgang durch das Werk in Waldering.

Regelmäßige Treffen von Politik und Unternehmen

Dabei wurden nicht nur Design-Abteilung, Showrooms, Lager und Co. besichtigt, sondern auch Erfahrungen und Erwartungen ausgetauscht. Außerdem vereinbarten Bürgermeister und Unternehmer regelmäßige Treffen.

Caritas-Regionalgeschäftsführer Axel Hannemann (links) und der Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann freuten sich über die 30000 Masken, die Behija Karup (Bildmitte) ihnen im Namen von Marc O‘Polo übergab.

Einen ganzen Kleinbus voller Corona-Masken, genauer 30.000 Stück, hatte Marc O‘Polo ein paar Tage zuvor dem Caritasverband Oberbayern gespendet. Für Behija Karup, die bei Marc O‘ Polo Personalchefin und Leiterin zentrale Dienste ist, lag diese Spendenaktion auf der Hand: Weil auch in diesem Fall Nachhaltigkeit und soziales Engagement Hand in Hand gehen. Deshalb wollte das Unternehmen der Caritas einen erheblichen Anteil zukommen zu lassen.

Masken sind unverzichtbares Utensil

Für Caritas-Regionalgeschäftsführer Axel Hannemann eine wertvolle Gabe. Im Regionalbezirk Oberbayern arbeiten in 13 Landkreisen gut 2900 Mitarbeiter. Für sie sind Masken in ihrer derzeitigen täglichen Arbeit ein unverzichtbares Utensil. Rosenheims Caritas-Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann wies darauf hin, dass man auch in Rosenheim zu Beginn der Corona-Krise nicht gewusst habe, woher man Masken in der benötigen Anzahl herbekommen solle.

Mit den 4500 Masken, die auf den Kreis Rosenheim entfallen, können nun nicht nur alle Mitarbeiter versorgt werden, es bleibt auch ein Vorrat für die Menschen, die von der Caritas betreut werden. Die Masken von Marc O‘Polo seien für die Caritas eine Möglichkeit ihrem Selbstverständnis gerecht zu werden: Schnell und unkompliziert dort zu helfen, wo akut Hilfe benötigt werde.

Kindergarten, Feuerwehr, Seniorenheim, Bürger

Genauso will es auch die Gemeinde Stephanskirchen handhaben, beschloss der Haupt- und Finanzausschuss. Die Masken gehen an die Kindergärten und Schulen in der Gemeinde, an die Feuerwehren, an die Senioren, die Gemeindemitarbeiter und an die Vereine. Die dann noch vorhandenen Masken werden zu den üblichen Geschäftszeiten des Rathauses an die Stephanskirchner abgegeben, gab Verwaltungsleiter Georg Plankl bekannt.

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