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Die Märchenwelt der Dorle Dengg

Gisa Kogler fertigt die Kulissen. Hoffmann

Kiefersfelden – Pünktlich zur Adventszeit hat die Puppenspielerin Dorle Dengg in ihrem Kieferer Puppentheater mit dem neuen Stück „Stille Nacht, heilige Nacht“ wieder einen Volltreffer bei Klein und Groß gelandet.

Im Beisein von Dr. Michael Köhle, Vorsitzender der Pocci-Gesellschaft, und weiteren Ehrengästen gingen im ausverkauften „Theaterhäusl“ schnell die Vorhänge hoch, wartete doch ein gespanntes Publikum auf den Auftritt der vorweihnachtlichen, neun handgeschnitzten Protagonisten.

Am Klavier stimmte Lothar Roesler die Besucher mit dem Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ gleich richtig ein und als dann der Kasperl auch noch die Hexe Trud und den Kramperl, die aus den Höhlen des Watzmanns gekommen waren, mit einem Trudenstein wieder zurück in die Höhle schickte, kehrten Ruhe und vorweihnachtliche Besinnlichkeit ein.

Mit dem Kasperl im Hintergrund erzählt Dorle Dengg die Geschichte von der Entstehung des 200 Jahre alten Weihnachtsliedes „Stille Nacht, heilige Nacht“ und dessen schnelle Verbreitung in der ganzen christlichen Welt. Dabei spielen so hochgelobte Persönlichkeiten wie der Kaiser Karl mit langem Bart und ein Zwerg, der die Glocken von St. Nicola läutet und die Orgel spielt, wichtige Rollen und die Gegend ist mit St. Bar tholomä am Königssee, der Kirche von St. Nicola und der Laufen-Oberndorfer Brücke auch den kleinen Gästen nicht ganz unbekannt.

In der wichtigsten Szene komponieren vor der Schiffsleutkapelle der Hilfspfarrer Joseph Mohr und der Lehrer und Organist Franz Xaver Gruber ein neues Lied und sie üben es mit einer ein wenig verstimmten Orgel ein. Von den Schiffsleut von Laufen und Oberndorf wird dann „Stille Nacht, heilige Nacht“ über die Salzach hi naus in die ganze Welt getragen.

In dem neuen Puppenspiel von Dorle Dengg wird das Umfeld sichtbar gemacht. Der erste mystische Teil zeigt die Sagenwelt um den Untersberg und die Raunächte um Weihnachten. Der zweite Teil lässt die Hungersnot durch Krieg und Ausbruch des Vulkans Tombura auf die Besucher einwirken und der dritte Akt ist geprägt von der emotionalen und menschlichen Art der Schiffsleut, mit den beiden Hauptdarstellern und Initiatoren des Weihnachtsliedes, Hilfspfarrer Joseph Mohr und Lehrer und Organist Franz Xaver Gruber.

Nach dem Ende des kurzweiligen Stückes mit acht ständig wechselnden Szenenbildern war – wie immer – für die Kleinen auch noch Gelegenheit, mit Dorle Dengg im Theaterhäusl die Szenen nachzuzeichnen und nachzubasteln, während sich die Eltern bei einer Tasse Kaffee und weihnachtlichem Gebäck über das soeben Gesehene und Gehörte austauschten.

Für alle, die die Premiere nicht sehen konnten: Das gelungene Werk „Stille Nacht, heilige Nacht“ wird nochmals am Samstag, 15. und 22. Dezember, jeweils um 15.30 Uhr aufgeführt. Kartenvorbestellungen gibt es unter Telefon 08033/7139.

Gisa Kogler

Einen nicht unerheblichen Teil zum Erfolg des Kieferer Puppentheaters steuert auch die ehemalige Arbeitskollegin von Dorle Dengg, Gisa Kogler, bei. Seit über 20 Jahren ist die studierte Grafikerin verantwortlich für die Bühnenbilder und die Bemalung der einzigartigen Drehkulisse, mit der die Theaterspielerin immer noch auf Reisen geht. Weit über 100 Kulissenbilder hat Gisa Kogler bisher entworfen und in Absprache mit Dorle Dengg umgesetzt und gemalt. Acht der schönsten waren jetzt bei der Premiere des letzten Stücks „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu sehen und mit der Weltkugel ist ihr ein ganz besonders schönes Kulissenbild gelungen.

Für die Künstlerin ist es „immer spannend“ und „die Dorle kommt ständig mit neuen Ideen, aber es macht riesigen Spaß“. Doch nicht nur die Bühnenbilder entwirft die Grafikerin, auch für das Layout der Bücher Dorle Denggs zeichnet sie verantwortlich und die Plakate, Werbeaktionen und Programme zeigen ihre Handschrift. „Die Bilder in den Büchern sind immer eine Herausforderung, aber der Elan von der Dorle wirkt ansteckend“, sagt Kogler.

Und wenn die Theaterspielerin eine neue Idee hat, „setzen wir uns zusammen und sprechen das weitere Vorgehen ab. Es macht viel Spaß, mit Dorle zu arbeiten, sie wirkt motivierend und sprüht vor Energie“.

Lothar Roesler

Ähnlich voll des Lobes ist Klavierspieler und Sänger Lothar Roesler, der vor über fünf Jahren den musikalischen Part bei Dorle Denggs Stücken im Theaterhäusl übernommen hat. Sein künstlerisches Handwerk hat Roesler an der Hochschule für Musik und Gesang in München erworben und er bringt dieses nun gezielt und erfolgreich bei den Theaterstücken ein. „Bei den meisten Auswärtsterminen bin ich ebenfalls dabei und in den letzten fünf Jahren war ich auch bei allen Aufführungen für Musik und Gesang zuständig.“

Über seine Arbeit mit der Künstlerin sagt er: „Die Dorle erzählt mir von dem geplanten Stück und nach Durchsicht der jeweiligen Bühnenbilder gestalte ich dann die musikalische Untermalung. Ich sehe das Bühnenbild und dann fällt mir eigentlich gleich immer die Musik dazu ein.“ Wichtig dabei ist es, „dass es immer nur kurze, musikalische Sequenzen sind, währenddessen die Bühnenkulisse gewechselt wird“ – das macht Dorle Dengg immer noch von Hand selbst. Roesler, der von einer „wechselseitigen und sehr fruchtbaren Beziehung“ spricht, „macht die Arbeit mit Dengg viel Freude“.

Es sei einfach schön, die Kinder zu begeistern. „Und je mehr sie mitmachen, umso größer wird auch unsere Motivation“, meint Roesler.

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