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Lkw-Blockabfertigung am Dienstagmorgen

Porsche-Fahrer kracht in zwei Lkw: Ein Verletzter und mindestens 150.000 Euro Schaden

Lkw-Blockabfertigung am 4. Oktober
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Lkw-Blockabfertigung am 4. Oktober.
  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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  • Sebastian Aicher
    Sebastian Aicher
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Kiefersfelden/Kufstein – Viele Wochen war es ruhig auf der A93 im Inntal, jetzt könnte es am Dienstag (4. Oktober) wieder zu einem Verkehrschaos in der Region kommen. Zum ersten Mal seit dem 25. Juli führt das österreichische Bundesland Tirol wieder eine Lkw-Blockabfertigung durch. So ist die aktuelle Lage:

Service:

Update, 13.54 Uhr - Polizei zieht Bilanz

Die Tiroler Behörden begannen um 5 Uhr mit der Dosierungsmaßnahme auf der österreichischen Inntalautobahn A12 auf Höhe der Ausfahrt Kufstein Nord, Fahrtrichtung Innsbruck. Als Durchlauf wurde anfangs eine Anzahl von 100 Lkws pro Stunde erlaubt. Bis zum Ende der Maßnahmen um 10 Uhr wurde die Zahl bis auf 300 Lkws pro Stunde gesteigert.

Gegen 7.20 Uhr erreichte der Lkw-Rückstau seine Höchstlänge von ca. 12 Kilometern und ging somit bis über die Anschlussstelle Oberaudorf hinaus.

Gegen 9 Uhr, der Rückstau war zu diesem Zeitpunkt bereits um gut einen Kilometer kürzer geworden, ereignete sich im Gemeindegebiet von Flintsbach ein Verkehrsunfall, bei dem eine Person leicht verletzt wurde.

Ein 22-Jähriger aus Österreich fuhr mit einem Porsche auf dem linken Fahrstreifen. Als er sich dem Stauende näherte, kam er aus bisher unbekannten Gründen zu weit nach rechts und prallte gegen das linke hintere Eck des Anhängers des slowakischen Lkws, welcher mit eingeschalteter Warnblinkanlage direkt am Stauende stand. Der Porsche geriet ins Schleudern, prallte dann zunächst in die linke Seite des nächsten rechts stehenden polnischen Lkws und schließlich noch gegen die linke Seite des davor stehenden deutschen Lkws, bis er schließlich auf der Fahrbahn zum Stehen kam.

Der Fahrer des Porsche wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Fahrer der Lkws im Alter von 46, 50 und 58 Jahren blieben unverletzt. Es entstand ein Gesamtschaden von mindestens 150.000 Euro.

Am polnischen Lkw wurde durch den Zusammenstoß der Tank aufgerissen, weshalb eine große Menge Diesel auf die Fahrbahn und auch in das Erdreich neben der Fahrbahn lief.

Bis zum Ende der Bergungs- und Reinigungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn Kufstein bis 11:40 Uhr komplett gesperrt werden. Danach konnte ein Fahrstreifen freigegeben werden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Rückstau durch die Dosierungsmaßnahme, die um 10 Uhr beendet worden war, bereits abgebaut.

Da das mit Diesel kontaminierte Erdreich ausgebaggert werden muss, wird der rechte Fahrstreifen noch für mehrere Stunden gesperrt bleiben .Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim mit Unterstützungskräften der Zentralen Ergänzungsdienste Rosenheim waren im Einsatz. Die nächste Dosierungsmaßnahme findet am Montag, dem 10. Oktober statt.

Pressemeldung VPI Rosenheim

Update, 6.55 Uhr - Rund acht Kilometer Stau auf A93

Um 6.50 Uhr war der Stau auf der A93 rund acht Kilometer lang und reichte von der Kontrollstelle, kurz nach dem Grenzübergang bei Kiefersfelden, bis zum Parkplatz „Kranzhorn“, gelegen zwischen den Anschlussstellen Oberaudorf und Brannenburg, zurück. Das Verkehrsportal bayerninfo.de machte außerdem noch einmal auf die geltenden Transitverbote für Lastwagen auf den möglichen Ausweichrouten aufmerksam.

Update, 6.10 Uhr:

Die österreichischen Behörden haben pünktlich um 5 Uhr mit der „Dosierungsmaßnahme“ begonnen, deswegen baute sich der Rückstau auf bayerischer Seite (A93) bereits ab den frühen Morgenstunden auf. Derzeit - Stand: 6.10 Uhr - kommt es zwischen der Kontrollstelle bis zur Anschlussstelle Reischenhart auf rund 20 Kilometern Länge zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass im Bereich des Staus ein Überholverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen besteht und der Standstreifen nicht befahren werden darf. Außerdem sind die Anschlussstellen freizuhalten. Zudem gilt seit kurzem auf vielen Ausweichstraßen ein Transitverbot für Lastwagen.

Die Erstmeldung:

Es ist der Startschuss in den Blockabfertigungs-Herbst und -Winter: Die Dosierungsmaßnahme am Dienstag (4. Oktober). Bis zum Jahreswechsel sind seitens der österreichischen Behörden noch 13 Tage angekündigt, an denen der Schwerverkehr auf der Inntalautobahn A93 beziehungsweise A12 bei Kufstein automatisch dosiert werden soll.

Während es in diesem Jahr bereits zu massiven Staus und Verkehrsbehinderungen sowie zu zahlreichen kleineren und auch größeren Unfällen durch die Lkw-Blockabfertigung kam, droht diesmal ein deutlich größeres Chaos. Der Grund: Das Aufkommen an Lkw dürfte nach dem Feiertag am Montag (3. Oktober) nochmals größer sein als sonst.

Lkw-Blockabfertigung: Chaos nach Fahrverbot in Tirol droht

Außerdem verhängte auch das Bundesland Tirol auf der Inntalautobahn am Tag der Deutschen Einheit ein Lkw-Fahrverbot. Damit sollte verhindert werden, dass sich aufgrund des Feiertagsfahrverbots in Deutschland die Lkw ab der Grenze auf der Autobahn zurück stauen. Dies heißt aber auch gleichzeitig, dass am Dienstag auch von österreichischer Seite ein deutlich erhöhtes Aufkommen an Schwerverkehr zu erwarten sein dürfte.

aic/mw

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