LESERFORUM

Lieb Heimatland ade!

Leserbrief zu „Damit Nußdorfer in Nußdorf bleiben“ im Lokalteil:

Es ist eine gute Idee, sich dafür einzusetzen, dass Einheimische in ihrer Heimat bleiben können, was heute leider nicht mehr selbstverständlich ist. Weil es bei uns so schön ist, kommen immer mehr „Zugezogene“ zu uns. Sie treiben die Grundstückspreise ins Unermessliche. Viele Einheimische können sich das Dableiben kaum mehr leisten. Ich als 16-jähriger, gebürtiger Inntaler, sehe da fast keine Möglichkeit, irgendwann einmal ein Eigenheim für mich und meine Familie zu erwerben.

Da ist das in Nußdorf ein guter Ansatz, an dem sich viele Gemeinden ein Beispiel nehmen sollten. Allen voran die Gemeinde Brannenburg, die mit dem Bau der Wohnanlage „Sägmühle“, (von den Einheimischen abwertend als „Ghetto“ bezeichnet), auf dem ehemaligen Kasernengelände einen Frevel an der Heimat begangen hat. Aus den ursprünglich 28 geplanten Sozialwohnungen wurden dann im Laufe der Zeit, rund 800 Wohnungen. Gut gemeinte Feste zur Integration haben ihren Erfolg bislang verfehlt.

Die Nußdorfer sind auf einem guten Weg, aber um unser schönes Bayernland, sowie die Traditionen, Dialekte und die bayerische Lebensart für unsere Nachwelt zu erhalten, wären drastischere Maßnahmen notwendig. Das Vorverkaufsrecht für Einheimische sollte gesetzlich geregelt werden, und der Erwerb von Immobilien sollte erst dann erlaubt sein, wenn man einige Jahre in Bayern gelebt hat.

Ich möchte Niemandem dieses Paradies, in dem wir leben, missgönnen aber ich finde, man sollte zuerst an unsere jungen Familien denken, die bayerische Traditionen, Sprache und Werte leben und vermitteln. Wenn das so weitergeht, dass die bayerische Identität immer mehr verkommt, weil „Zugezogene“ die Kreuze in Schulen, das Sprechen des Dialektes oder die Kuh- und Kirchturmglocken verbieten wollen, dann „Gott mit dir du Land der Bayern!“

Jacob Buys

Raubling

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