Lässt Corona weitere Planungen zu?

Beim Waldtag inspizierten die Kinder die Vogelwelt.

Raubling – Einen Vorstoß ins Ungewisse wagen die Verantwortlichen des Ferienprogramms Raubling: Heuer stünde das 30. Jubiläum an und trotz Corona-Krise habe man schon einige Dinge organisiert.

„Da wo Abstandhalten und das Umsetzen von Hy gienemaßnahmen möglich sind, werden wir auf jeden Fall planen als würde es stattfinden – aber immer unter der Vorgabe, die Programme kurzfristig absagen zu müssen“, sagt Organisatorin Gertrud Dürbeck. Mit den OVB-Heimatzeitungen hat Dürbeck über die ersten Planungen gesprochen.

Vereine mitgroßem Engagement

Lobend hebt die Leiterin zunächst das Engagement der örtlichen Vereine und Privatpersonen hervor. „Es haben sich wirklich noch viele bereit erklärt, etwas anzubieten.“ Im vorherigen Jahr konnten die Kinder zwischen 80 Programmpunkten wählen. Heuer seien Angebot – etwa 45 Veranstaltungen – sowie Teilnehmeranzahl deutlich begrenzt.

Ausflüge mit dem Bus können heuer zum Beispiel nicht stattfinden. „Wir können die Kinder nicht in den Bus quetschen und unnötig durch die Gegend fahren“, sagt Dürbeck. Auch das alljährliche Zeltlager oder das beliebte Ponyreiten müsse entfallen. Anlässlich des 30. Jubiläums wollte man zudem eine Spiele-Olympiade am Sportplatz organisieren. „Die entfällt sicher“, entgegnet Dürbeck. Aber, verspricht sie: „Die wird nachgeholt.“ Der Zeitpunkt sei allerdings noch unklar.

Veranstaltungen im Freien wie zum Beispiel Moorführungen oder Waldwanderungen wären aber denkbar. Auch bei Experimentier- oder Basteltagen könnten die Hygienevorschriften leichter umgesetzt werden, glaubt die Leiterin.

Man werde überall Desinfektionsmittel aufstellen und in geschlossenen Räumen Abstände fixieren. Auch die Anzahl der Aufsichtspersonen werde erhöht. Über viele Einzelheiten müsste man aber nochmals Rücksprache halten.

Feststeht allerdings: Einen Anmeldetag im Rathaus wie in den letzten Jahren wird es nicht geben. Der nötige Abstand könne dort nicht eingehalten werden, erklärt Dürbeck. Deshalb seien diesjährige Anmeldungen nur online möglich. Beibehalten werde aber die Platzvergabe per Losverfahren – und falls die Gesetze bis zum Sommer gelockert werden sollten, könne theoretisch auch die Teilnehmeranzahl erhöht werden.

Die erste Veranstaltung ist für den 27. Juli geplant. Von da an gebe es jeden Tag mindestens einen Programmpunkt – bis  zum 5. September. Die Uhrzeiten stünden noch nicht genau fest: „Wir haben uns aber bemüht, viele der Veranstaltungen auf den Vormittag oder Nachmittag zu verlegen“, sagt Dürbeck. Dadurch sollen vor allem berufstätige Eltern ein wenig entlastet werden. Gertrud Dürbeck hofft, dass das Ferienprogramm in abgespeckter Form stattfinden kann: „Es ist wichtig, dass die Kinder in ihren Ferien mal wieder rauskommen“, macht Dürbeck deutlich. Nach der langen Isolationsphase bräuchten sie ein Miteinander.

Kinder sehnen sichnach Unterhaltung

Auch Olaf Karlsperger, Bürgermeister von Raubling, versteht, dass die Kinder allmählich wieder ein wenig Unterhaltung benötigen. Er ist allerdings noch nicht sicher, ob das Ferienprogramm wie geplant stattfinden kann. Man wollte aber auch nicht unvorbereitet sein – für den Fall, dass im Sommer dann vielleicht weitere Lockerungen erlassen werden würden. „Ich wollte die Planung nicht gleich komplett vom Tisch nehmen“, erklärte der Rathauschef auf Nachfrage. Mitte Juni werde es noch mal ein Gespräch mit den Beteiligten geben, wo man das weitere Vorgehen noch mal besprechen werde. Die Anmeldefrist ist laut Leiterin ab Mitte Juni geplant.

Barbara Forster

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