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Unterstützung für Künstler

„Bavaria in a Box“ aus dem Kunstautomat in Kiefersfelden: Weißwürste und Brezen in der Zündholzschachtel

So schön und klein kann Kunst sein: Auf fünf mal sieben Zentimeter gibt es „Bavaria in a Box“ aus dem Kunstautomaten für vier Euro.
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So schön und klein kann Kunst sein: Auf fünf mal sieben Zentimeter gibt es „Bavaria in a Box“ aus dem Kunstautomaten für vier Euro.
  • VonFranz Hoffmann
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Mit einer außergewöhnlichen und beispielhaften Aktion wollen die Kiefersfeldener ihren durch die Auswirkungen von Corona in Not geratenen Künstlern des Kollektivs „Unzone“ helfen. Aus einem „Kunstautomaten“ wird unter anderem eine bayerische Brotzeit in Miniaturform „geliefert“.

Kiefersfelden – So können unter Einhaltung der aktuellen Pandemieregeln alle Bürger und Gäste bei einem Spaziergang auf der Dorfstraße und Kreativität der Künstler in einigen Schaufenstern der örtlichen Läden begutachten und natürlich auch käuflich erwerben.

Die Mini-Kostbarkeiten, von zwölf befreundeten Künstlern und natürlich den kunstschaffenden Unzone-Mitgliedern gefertigt, zeigen Kunst auf engstem Raum, wie beispielsweise die fünf mal sieben Zentimeter kleinen Objekte „Durchblick“ oder „Bavaria in a Box“. Mit im Boot bei dieser Hilfsaktion sind der stationäre Handel, die Kaiser-Reich-Tourist Information und der „Kieferer Kunstautomat“ von Jutta Richter, einem Mitglied des Künstlerkollektivs.

Kunst in der Box für vier Euro aus dem Automaten lassen und damit Künstler unterstützen

Der besondere Clou ist eben dieser Kunstautomat in der Dorfstraße 30, der mit kleinen künstlerischen Kostbarkeiten bestückt ist. Diese kann man, wie bei einem Zigarettenautomaten, mit dem Einwurf von vier Euro „rauslassen“. Die kultigen Kunstgegenstände, die sich darin befinden, können vorab auf www.juttarichter.com/kunstautomat betrachtet werden.

Die Initiatoren der Hilfsaktion vor dem „Kunstautomaten“ in der Dorfstraße (von links): Hilde Prinz, Werner Schroller und Jutta Richter.

Hilde Prinz, Sprecherin des Künstlerkollektivs, die wie ihre Kollegen unter den Auswirkungen der Pandemie leidet, verspricht sich von dieser „Charity“ auch eine kleine finanzielle Hilfe, um die laufenden Kosten des Vereins beispielsweise für Miete weiter bestreiten zu können.

„Aktion der Nächstenliebe“ läuft zunächst bis 13. Mai

Diese „Aktion der Nächstenliebe“ soll zunächst bis zum 13. Mai laufen. „Eine Verlängerung ist aber nicht ausgeschlossen“, meint Richter. „Wir haben die Aktion aus der Not heraus geboren. Leider haben wir bisher nicht alle Ladenbesitzer ansprechen können. Die Kampagne in den Schaufenstern mit den kleinen Kunstgegenständen und Plakaten kann aber ohne Weiteres noch ausgeweitet werden.“

Von einer „Win-win-Situation für die Künstler, den Handel und die Gemeinde Kiefersfelden“ spricht der Leiter des örtlichen Tourist-Büros, Werner Schroller. „In dieser schlechten Zeit für den Einzelhandel und die Künstler setzt diese Maßnahme der gegenseitigen Unterstützung ein wichtiges Signal.“ Er lädt „alle Kieferer und Gäste herzlich ein, die ‚Click and collect-Angebote‘ zu nutzen“.

Das „Künstler-Kollektiv Unzone“

Das „Künstler-Kollektiv Unzone“ wurde bereits im Jahr 2007 von drei Künstlern gegründet. Der Name verweist auf den künstlerischen Freiraum bei Idee und Gestaltung der Werke. Vom ursprünglichen Standort auf dem Kufsteiner Bahnhofsgelände in Tirol ist das Künstlerkollektiv zwischenzeitlich in sein Atelier „An der Steinsäge 6“ in Kiefersfelden umgezogen, das zeitweise auch als Ausstellungsraum dient.

Die Grenzgemeinde hat den Künstlern für ihre Ausstellungen und künstlerischen Events des Öfteren auch das ehemalige Zollhaus direkt an der deutsch-österreichischen Grenze zur Verfügung gestellt und dem Kollektiv damit ein größeres Ausstellungsspektrum geschaffen.

„Unzone“ über die Grenzen der Region bekannt

Im Laufe der Jahre haben sich bei „Unzone“ über 100 Künstler aus Deutschland und Österreich in zahlreichen Symposien, Lesungen, Musikveranstaltungen, Ausstellungen, Kunstevents und Vorträgen mit ihrer eigenen Performance eingebracht, die das Kollektiv weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.

Das internationale Künstlerkollektiv trifft sich regelmäßig in seinem Atelier am jeweils letzten Freitag des Monats, ab 19 Uhr, zu Workshops, Aktmalerei und zum Gedankenaustausch, soweit die Corona-Beschränkungen das zulassen. Die Mitglieder stehen in ständigem Kontakt mit anderen Künstlern in der Region, tauschen sich untereinander aus, beschicken deren Ausstellungen und sind offen für jedwede künstlerischen Anregungen.

Aktuell sind noch im Kohlstattpark in Kiefersfelden Reststücke der Ausstellung „Kunst = Energie“ zu sehen. Weitere Informationen unter www.unzone.net oder auf eine E-Mail an unzone07@gmail.com.

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