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Nach tragischem Unfall auf der Kreuzung der St2095 bei der Abzweigung nach Schwabering

Kreisverkehr für Kreuzung in Söchtenau? So diskutiert ihr

Am 27. April ereignete sich auf der St2095 zwischen Prutting und Bad Endorf ein schwerer Unfall.
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Am Dienstagnachmittag ereignete sich auf der Kreuzung St2095 zwischen Prutting und Bad Endorf auf Höhe der Abzweigung nach Schwabering ein tragischer Unfall. In der Folge will die Gemeinde Söchtenau nun wieder die Diskussion über eine mögliche „Entschärfung“ der Unfallstelle durch einen Kreisverkehr aufnehmen.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Nach einem tragischen Unfall auf der Kreuzung der St2095 bei der Abzweigung nach Schwabering fordert Söchtenaus Bürgermeister, die Diskussion um eine „Entschärfung“ der Unfallstelle durch einen Kreisverkehr solle wieder aufgenommen werden. Auch in der rosenheim24.de-Leserschaft wird darüber umfangreich diskutiert.

Söchtenau - Die Meinung der rosenheim24.de-Leserschaft erscheint recht eindeutig: „Man hätte hier ganz klar auf einen Kreisverkehr setzen sollen!“, kommentiert Markus D. unter dem Facebook-Post zum Artikel vom Mittwoch. „Wer die Strecke öfters fährt weiß, wie es da zugeht und das es immer wieder mal mehr wie knapp ist. Sicherlich nicht immer aus Unachtsamkeit, aber man sieht manches sehr schlecht“, stimmt ihm auch Schnube B. zu.

Muss die Kreuzung bei Schwabering „entschärft“ werden? - So diskutiert ihr

Auch im Kommentarbereich direkt unter dem Artikel findet eine „Entschärfung“ der Kreuzung bei Schwabering einiges an Zustimmung. „Die Kreuzung ist gefährlicher geworden seit das Wäldchen hinter der Tankstelle abgeholzt wurde. Seitdem fehlt die optische Abgrenzung zur Straße. Da müssen Vorstopper auf die Straße gemalt werden“, schreibt dort „Samerberger“. „Bitte diese Unfallstelle entschärfen. Jeder Toter ist einer zu viel!“, bemerkt „Ghupft wia gsprunga“. Auch in einer Umfrage im Artikel liegen die Forderungen nach einer „Entschärfung“ der Unfallstelle durch einen Kreisverkehr oder ein Tempolimit eindeutig vorne:

Doch es gibt auch kritische Stimmen. „Nur mal so nebenbei ein Beispiel: In Ramerberg gibt es eine Kreuzung wo es ständig, auch schwere, Unfälle gibt. Der untergeordnete Querverkehr wird mittlerweile mit riesigen Stoppschildern zum Halten verpflichtet. Die Stoppzeichen waren jedoch vorher schon in normaler Größe vorhanden. Trotzdem fährt fast jeder Vorfahrtachtende teilweise ungebremst über die Kreuzung, vor allem junge Fahrer.“, berichtet „Fredl70“. „Ich will damit nur sagen, dass die besten Änderungen und Umbauten nichts bringen, wenn man sich nicht an die Regeln beziehungsweise Straßenverkehrsordnung hält.“ Darin stimmt ihm „Maeks“ zu: „Ähm ich verstehe hier die Diskussion nicht. Wenn jemand beim Linksabbiegen den Gegenverkehr übersieht, bringt die beste Kreuzung nichts!“

Nach tragischem Unfall am Dienstagabend: Gemeinde sieht Kreuzung bei Söchtenau als Unfallschwerpunkt, Straßenbauamt nicht

Am Dienstagnachmittag ereignete sich auf der St2095 zwischen Prutting und Bad Endorf auf Höhe der Abzweigung nach Schwabering ein tragischer Unfall. Laut dem Polizeibericht wollte ein 80-jähriger Autofahrer aus Söchtenau an der Kreuzung zur Staatsstraße 2095 nach links abbiegen, auf dem Beifahrersitz saß dabei seine 79-jährige Begleiterin, ebenfalls aus der Gemeinde Söchtenau. Eine 30-jährige Autofahrerin aus Kolbermoor befuhr die Staatsstraße 2095 von Bad Endorf aus kommend in Fahrtrichtung Rosenheim.

Beim Einfahren in die Staatsstraße hatte der 80-Jährige die Vorfahrt der anderen Verkehrsteilnehmer zu beachten, übersah aber das Auto der Kolbermoorerin und es kam zum Zusammenstoß. Durch die Wucht des Aufpralles wurde das Paar aus Söchtenau in ihrem VW eingeklemmt und schwerstverletzt. Die alarmierten Rettungskräfte eilten daraufhin zur Unfallstelle. Die 30-jährige Frau erlitt leichtere Verletzungen und wurde ins Klinikum Wasserburg transportiert. Gegen 16.30 Uhr teilten die Ärzte aus Rosenheim mit, dass der 80-jährige Mann an den Folgen des Verkehrsunfalles verstorben ist.

Tempolimit als Übergangslösung?

In der Folge berichtete Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer (CSU) gegenüber rosenheim24.de, die Gemeinde wolle nun die Diskussion über eine „Entschärfung“ der Kreuzung durch einen Kreisverkehr wieder aufnehmen. „Die Gemeinde hätte sogar schon die notwendigen Grundstücke für den Bau eines Kreisverkehrs erworben. Beim letzten Anlauf war es am Einspruch des Straßenbauamts gescheitert, das dort keinen Unfallschwerpunkt sieht“, so Summerer.

Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer (CSU).

Das Amt bekräftigte diese Haltung auf Nachfrage von rosenheim24.de noch einmal. In der letzten veröffentlichten Unfallkarte (2015 - 2017) sind für die Einmündung St 2095/Abzweigung Richtung Siferling insgesamt zwei Verkehrsunfälle aufgeführt. Demnach handelt es sich hier nicht um eine sogenannte Unfallhäufungsstelle. Das Unfallgeschehen in den Jahren 2018 – 2020 ist ebenfalls nicht auffällig, weshalb ein Umbau der Kreuzung aus unserer Sicht nicht erforderlich ist. Trotzdem wird sich die Unfallkommission mit möglichen verkehrsrechtlichen Maßnahmen in diesem Bereich beschäftigen.“

Er halte eine „Entschärfung“ der Kreuzung für unbedingt notwendig, betont unterdessen Söchtenaus Bürgermeister Summerer. „Es geht dabei ja nicht nur um den Autoverkehr. Gerade im Sommer sind dort auch viele Radfahrer, meist Kinder und Jugendliche unterwegs, die beispielsweise zum Siferlnger See zum Baden wollen. Wir wollen nun zunächst in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung durchsetzen“, schließt er. „Dadurch kann hoffentlich noch vor dem Sommer eine erste Verbesserung der Verkehrssicherheit dort erreicht werden.“

hs

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