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„Entschärfung“ nach tödlichem Unfall bei Schwabering nötig?

Kreisverkehr für Kreuzung in Söchtenau? - Das sagt das Bauamt

Am Dienstagnachmittag ereignete sich auf der Kreuzung St2095 zwischen Prutting und Bad Endorf auf Höhe der Abzweigung nach Schwabering ein tragischer Unfall. In der Folge will die Gemeinde Söchtenau nun wieder die Diskussion über eine mögliche „Entschärfung“ der Unfallstelle durch einen Kreisverkehr aufnehmen.
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Am Dienstagnachmittag ereignete sich auf der Kreuzung St2095 zwischen Prutting und Bad Endorf auf Höhe der Abzweigung nach Schwabering ein tragischer Unfall. In der Folge will die Gemeinde Söchtenau nun wieder die Diskussion über eine mögliche „Entschärfung“ der Unfallstelle durch einen Kreisverkehr aufnehmen.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Nach einem tragischen Unfall auf der Kreuzung der St2095 bei der Abzweigung nach Schwabering fordert Söchtenaus Bürgermeister, die Diskussion um eine „Entschärfung“ der Unfallstelle durch einen Kreisverkehr solle wieder aufgenommen werden. Nun äußert sich das Bauamt Rosenheim.

Rosenheim/Söchtenau - „Ob und welche baulichen oder verkehrsrechtlichen Maßnahmen, beispielsweise an einer Kreuzung, einer Einmündung oder einem Knotenpunkt aufgrund der Verkehrssicherheit ergriffen werden sollen, entscheidet die sogenannte Unfallkommission“, erklärt Ursula Lampe, Pressesprecherin des Staatlichen Bauamts Rosenheim gegenüber rosenheim24.de „Sie setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Staatlichen Bauamtes Rosenheim, der Polizei und der Unteren Verkehrsbehörde am zuständigen Landratsamt zusammen.“

Grundlage für die Beurteilung seien dabei die sogenannten Unfallkarten, welche im Dreijahreszyklus veröffentlicht werden. „In der letzten veröffentlichten Unfallkarte (2015 - 2017) sind für die Einmündung St 2095/Abzweigung Richtung Siferling insgesamt zwei Verkehrsunfälle aufgeführt. Demnach handelt es sich hier nicht um eine sogenannte Unfallhäufungsstelle. Das Unfallgeschehen in den Jahren 2018 – 2020 ist ebenfalls nicht auffällig, weshalb ein Umbau der Kreuzung aus unserer Sicht nicht erforderlich ist. Trotzdem wird sich die Unfallkommission mit möglichen verkehrsrechtlichen Maßnahmen in diesem Bereich beschäftigen.“

Nach tragischem Unfall am Dienstagabend: Gemeinde sieht Kreuzung bei Söchtenau als Unfallschwerpunkt, Straßenbauamt nicht

Am Dienstagnachmittag ereignete sich auf der St2095 zwischen Prutting und Bad Endorf auf Höhe der Abzweigung nach Schwabering ein tragischer Unfall. Laut dem Polizeibericht wollte ein 80-jähriger Autofahrer aus Söchtenau an der Kreuzung zur Staatsstraße 2095 nach links abbiegen, auf dem Beifahrersitz saß dabei seine 79-jährige Begleiterin, ebenfalls aus der Gemeinde Söchtenau. Eine 30-jährige Autofahrerin aus Kolbermoor befuhr die Staatsstraße 2095 von Bad Endorf aus kommend in Fahrtrichtung Rosenheim.

Die Kreuzung der St2095 bei der Abzweigung nach Schwabering.

Beim Einfahren in die Staatsstraße hatte der 80-Jährige die Vorfahrt der anderen Verkehrsteilnehmer zu beachten, übersah aber das Auto der Kolbermoorerin und es kam zum Zusammenstoß. Durch die Wucht des Aufpralles wurde das Paar aus Söchtenau in ihrem VW eingeklemmt und schwerstverletzt. Die alarmierten Rettungskräfte eilten daraufhin zur Unfallstelle. Die 30-jährige Frau erlitt leichtere Verletzungen und wurde ins Klinikum Wasserburg transportiert. Gegen 16.30 Uhr teilten die Ärzte aus Rosenheim mit, dass der 80-jährige Mann an den Folgen des Verkehrsunfalles verstorben ist.

Tempolimit als Übergangslösung?

In der Folge berichtete Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer (CSU) gegenüber rosenheim24.de, die Gemeinde wolle nun die Diskussion über eine „Entschärfung“ der Kreuzung durch einen Kreisverkehr wieder aufnehmen. „Die Gemeinde hätte sogar schon die notwendigen Grundstücke für den Bau eines Kreisverkehrs erworben. Beim letzten Anlauf war es am Einspruch des Straßenbauamts gescheitert, das dort keinen Unfallschwerpunkt sieht“, so Summerer.

Söchtenaus Bürgermeister Bernhard Summerer (CSU).

Er halte eine „Entschärfung“ der Kreuzung für unbedingt notwendig. „Es geht dabei ja nicht nur um den Autoverkehr. Gerade im Sommer sind dort auch viele Radfahrer, meist Kinder und Jugendliche unterwegs, die beispielsweise zum Siferlnger See zum Baden wollen. Wir wollen nun zunächst in diesem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung durchsetzen“, schließt er. „Dadurch kann hoffentlich noch vor dem Sommer eine erste Verbesserung der Verkehrssicherheit dort erreicht werden.“

hs

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