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15-Jährige selbst betroffen

Schock-Diagnose Krebs bei Kindern: Warum drei Schülerinnen eine Spendengala in Raubling organisieren

Wollen mit ihrer Aktion helfen (von links): Die Schülerinnen des Raublinger Gymnasiums Emma Vetter, Theresa Gruber und Sophia Königbauer.
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Wollen mit ihrer Aktion helfen (von links): Die Schülerinnen des Raublinger Gymnasiums Emma Vetter, Theresa Gruber und Sophia Königbauer.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Die berührende Geschichte von Sophia Königbauer beginnt mit einer schockierenden Diagnose. Im Alter von 15 Jahren erkrankte die Schülerin an Krebs und musste in der Haunerschen Kinderklinik in München behandelt werden. Zusammen mit zwei Schulfreundinnen will sie nun Kindern in ihrer Lage helfen.

Raubling – Es war ein Schock für alle Beteiligten, als die Diagnose von Sophia Königbauer im Gymnasium Raubling bekannt wurde. Doch dank einer individuellen Schmerztherapie geht es der Neubeuerin rund zwei Jahre später wieder gut. Zusammen mit ihren Freundinnen Theresa Gruber und Emma Vetter möchte sie ihren Helfern an der Haunerschen Kinderklinik nun etwas zurückgeben und veranstaltet am 28. Oktober eine Spendengala.

„2000 deutsche Kinder erkranken jedes Jahr“

Auslöser für das Engagement der Schülerinnen war die „riesige Freude“, die Schülersprechern Theresa Gruber empfand, als ihre Freundin nach der Tortur wieder komplett am Schulleben teilhaben konnte. Nachdem die Oberaudorferin die berührende Geschichte hautnah miterlebte, beschloss sie, dass man unbedingt etwas tun müsse. „Es gibt 2000 Kinder, die in Deutschland jährlich an Krebs erkranken“, sagt Theresa Gruber. Mit der Spendengala wolle sie diese Kinder unterstützen.

Zu Beginn des vergangenen Schuljahres, im September 2021, kam es daher zu der Idee, eine Spendengala am Gymnasium in Raubling zu veranstalten. „Wir sind jetzt schon fast ein Jahr lang damit beschäftigt, alles zu organisieren. Ich hatte nicht gedacht, dass da so unglaublich viel Arbeit dahintersteckt“, berichtet Theresa Gruber. Nachdem die Schulleitung den Vorschlag der Schülersprecher positiv aufgenommen hatte, überlegten die drei Hauptorganisatorinnen, wie sie den Abend gestalten wollen.

Das ging vom Anwerben von Sponsoren über die Suche nach Brauereien und Wirten bis hin zur Einladung der Gäste. Zusätzlich kümmerten sich die Schülerinnen um einen DJ sowie die Regelung der Spenden inklusive Konto und Quittungen.

„Flötzinger und Auerbräu waren gleich dabei und haben versprochen, uns mit Getränken zu unterstützen“, freut sich Theresa Gruber. Doch nicht immer sei die Suche nach Sponsern so reibungslos verlaufen. Unterstützung bekam die Oberaudorferin dafür von Schulfreunden. Mittlerweile beteiligen sich rund 15 Helfer, die sich die Aufgaben für den Abend aufteilen. Ein Großteil von ihnen kennt die Geschichte von Sophia Königbauer.

„Die ersten Monate vor der Diagnose habe ich noch überhaupt nichts gemerkt“, beschrieb die Schülerin die Anfänge ihrer Krebserkrankung. Erst als die Schwellungen am Hals nicht nachließen, entdeckten die Ärzte den bösartigen Tumor. Kurz darauf durchlief Sophia Königbauer die ambulante Therapie an der Haunerschen Kinderklinik.

„Da gab es mehrere Chemo-Blöcke. Zunächst sind wir nur alle paar Tage in die Klinik, später musste ich ein paar Wochen am Stück bleiben“, erzählt Sophia Königbauer.

Die 17-Jährige habe dabei nur selten große Angst vor dem Aufenthalt gehabt. „Ich war eigentlich immer froh, wenn wir dort hingefahren sind, weil ich wusste, dass mir dort geholfen wird.“ Mit der individuellen Therapie gelang es den Ärzten, dass die Schülerin nach einem Jahr zumindest in Teilen wieder am Unterricht teilnehmen konnte und mittlerweile in vollständiger Remission ist. „Ich habe noch ein paar Wehwehchen, kann aber aktuell wieder alles machen, was mir Spaß macht“, berichtet Sophia Königbauer. Völlig ruhig und ungerührt kann sie von ihrer Krankheit erzählen, bei der viele Dinge ausprobiert worden seien, die ihr auch seelisch geholfen hätten. Sei es die ständige Absprache der kommenden Schritte mit den Ärzten oder spezielle Therapien mittels elektrischer Stoßwellen.

Diese individuelle „Schmerztherapie“ habe der Schülerin enorm geholfen. sei aber in der Regel nicht von der Krankenkasse abgedeckt. „Deshalb kann die Station an der Klinik jede Hilfe gebrauchen“, unterstreicht Sophia Königbauer.

Erkrankte erzählt ihre Geschichte

Um einen Einblick in die individuelle Behandlung zu geben, möchte Sophia Königbauer ihre berührende Geschichte bei der Spendengala erzählen. Gepaart mit einem bunten Rahmenprogramm, hoffen die Freundinnen, dass einige Spenden zusammenkommen.

„Nach der ganzen Arbeit haben wir jetzt schon so viel geschafft, das kann das eigentlich nur gut werden“, gibt sich Theresa Gruber optimistisch. Sie rechnet am 28. Oktober mit rund 200 bis 300 Gästen.

Aber auch schon vor dem Event am Raublinger Gymnasium ist es möglich, zu unterstützen. Wer möchte, kann auf das Schulkonto mit der Nummer DE23 7116 0000 0300 2888 45 mit dem Verwendungszweck Spendengala spenden oder sich mit den Schülerinnen unter der E-Mail-Adresse smv@gym-raubling.de in Verbindung setzen.

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