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Projekt des Gartenbauvereins

Kräuter, Kunst und Kulturgeschichte in Großholzhausen

Brigitte Holzner, die Vorsitzende des Gartenbauvereins, Schriftführerin Christine Weyerer und Kassier Uschi Heller (von links) präsentieren stolz eine Skulptur und eine Silhouette, so wie sie zur Eröffnung am 15. Oktober aufgestellt werden. Hier handelt es sich um Gertrud von Nivelles, Schutzheilige der Katzen und der Gärtner. Bei der Skulptur wird eine Weinraute angepflanzt, das ist eine Gewürzpflanze oder auch ein pflanzliches Heilmittel.Sönmez
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Brigitte Holzner, die Vorsitzende des Gartenbauvereins, Schriftführerin Christine Weyerer und Kassier Uschi Heller (von links) präsentieren stolz eine Skulptur und eine Silhouette, so wie sie zur Eröffnung am 15. Oktober aufgestellt werden. Hier handelt es sich um Gertrud von Nivelles, Schutzheilige der Katzen und der Gärtner. Bei der Skulptur wird eine Weinraute angepflanzt, das ist eine Gewürzpflanze oder auch ein pflanzliches Heilmittel.Sönmez
  • VonKarin Sönmez
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„Vielfaltsmacher – (G)Arten.Reich.Natur.“ Unter diesem Motto lobte der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege einen Wettbewerb aus. Vielfalt, nicht zuletzt Biodiversität, ist hier das große Thema, zu dem der Gartenbauverein Großholzhausen ein großes Projekt auf die Beine gestellt hat.

Raubling-Großholzhausen – Gruppen und Vereine vor allem aus Großholzhausen, aber auch aus Raubling und Rosenheim sammelte der Gartenbauverein Großholzhausen für ein Großprojekt um sich. Die Ausrufung eines Wettbewerbs ließ beim Gartenbauverein die Köpfe rauchen. Coronabedingt online entwickelte sich das Projekt „Vielfaltsweg 3K – Kräuter-Kunst-Kulturgeschichte“. Die Idee: Förderung der Vielfalt an Pflanzen und Tieren durch kreative Einfälle.

Die schönen und die unscheinbaren im Blick

Die Vorsitzende des Gartenbauvereins Brigitte Holzner, freute sich über die Zielsetzung des Wettbewerbs, denn sie meint: „Eigentlich ist das tatsächlich mal eine der positiven Seiten der Pandemie. Bisher war das Hauptaugenmerk im Gartenbauverein vor allem auf schönen Blumenschmuck im Garten und auf Balkonen ausgerichtet.“

Franz Holzner, der ehemalige Zimmerer, schreinert mit 82 Jahren noch sehr engagiert und unterstützt den Gartenbauverein tatkräftig.

Ihr, der Kräuterpädagogin, komme diese naturnahe Art des Gartels sehr entgegen. „Hier geht es um Nachhaltigkeit und Artenvielfalt. Nicht nur die auf Schönheit getrimmten Pflanzen haben eine Daseinsberechtigung, sondern auch die mit den kleinen, unscheinbaren Blüten. Die sind oftmals sogar die besseren Nahrungsquellen für Insekten und Bienen.“

Paten für die Heiligen

Das Konzept, das im Zuge des Webinars entwickelt wurde, hat zwei Einheiten. Teil eins ist die Gestaltung des Vereinsgeländes des Gartenbauvereins. Hier werden aus dicken Holzplatten ausgesägte Skulpturen von ausgesuchten Schutzheiligen, die in der Mythologie mit Pflanzen oder Tieren verbunden werden, aufgestellt. Der jeweilige Bereich wird dann mit einer typischen Pflanze gestaltet.

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Für jeden Heiligen wurden Patenschaften an unterschiedliche Gruppen und Vereine vergeben. So wird neben ‚Hildegard von Bingen‘, deren Pate die Frauengruppe des Bildungswerks Rosenheim ist, ein Kräuterbeet aufgestellt. Bekanntlich ist Hildegard berühmt für ihre Heilkunde, die auf Pflanzen und Kräutern beruht. Urban, Schutzheiliger der Weinbauern, für dessen Patenschaft ein Winzer aus der Südsteiermark gewonnen werden konnte, wird eine Weinranke gepflanzt bekommen. So wird es zwölf verschiedene Areale mit Schutzpatronen geben.

Die Heiligen auf dem Weg nach Schwarzlack

Damit man die Möglichkeit hat, Hintergründe und Geschichten zu den einzelnen Bereichen zu erfahren, gibt es den zweiten Teil des Projektes. Die Silhouetten der aus dicken Holzplatten ausgeschnittenen Skulpturen werden entlang des Weges vom Sportplatz in Großholzhausen Richtung Schwarzlack aufgestellt.

Hier darf nichts gepflanzt werden, aber dafür haben die Paten Fakten und Informationen gesammelt und kleine Videoclips dazu gedreht. Auf jeder Figur befindet sich ein mit dem Handy auslesbarer QR-Code. Damit kann man ein kurzes Erklärvideo, deren Produktion Dirk Weisser übernommen hat, zu den Stationen herunterladen.

Weitere Vereine wollen mitmachen

Maria Holzner, 17, hat den Hobbykeller zur Malerwerkstatt umfunktioniert. Auf dem Foto malt sie gerade die Attribute der Hildegard von Bingen.

Insgesamt ist die Vorsitzende recht stolz darauf, dass das Projekt der Vielfältigkeit so viele unterschiedlichen Bereiche abdeckt: „Natürlich sind wir ein Gartenbauverein und beschäftigen uns vordringlich mit Pflanzen, aber bei diesem Projekt wurde der Vielfaltsgedanke darüber hinaus auch in andere Lebensbereiche getragen. Wir freuen uns besonders darüber, dass wir so unterschiedliche Gruppen als Paten begeistern konnten.“

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Es stehe sogar der Gedanke im Raum, dieses Projekt noch zu erweitern, da weitere Vereine und Gruppen sich auch gerne beteiligen möchten. „Der Gartenbauverein ist sehr dankbar, dass wir hier die volle Unterstützung von Bürgermeister Olaf Kalsperger bekommen, der uns für eine Erweiterung des Projektes auch den Bereich rund um das Gartenbaugelände zur Verfügung stellen würde.“

Der Gartenbauverein freut sich sehr darauf, das Ergebnis der Projektarbeit am Freitag, 15. Oktober, um 16 Uhr bei einer Vernissage auf dem Gartenbaugelände präsentieren zu können.

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