Kolbermoor wird bis Herbst „isoliert“

Ab April bis voraussichtlich Ende Oktoberist der markierte Abschnitt der in der Grafik diagonal verlaufenden Kolbermoorer Straße wegen des dritten Bauabschnitts der Straßenerneuerung komplett gesperrt. Mitten in diesem Bereich zweigt südlich die Kolberstraße nach Kolbermoor ab. : re
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Ab April bis voraussichtlich Ende Oktoberist der markierte Abschnitt der in der Grafik diagonal verlaufenden Kolbermoorer Straße wegen des dritten Bauabschnitts der Straßenerneuerung komplett gesperrt. Mitten in diesem Bereich zweigt südlich die Kolberstraße nach Kolbermoor ab. : re

Seit Herbst ist die Strecke zwischen Großkarolinenfeld und Westerndorf St. Peter nach der Fertigstellung der neuen Bahnunterführung freigegeben und somit Rosenheim wieder auf direktem Weg erreichbar. Ab April wird nun aus Großkarolinenfelder Sicht die Nachbargemeinde Kolbermoor isoliert: Die Kolbermoorer Straße wird ausgebaut und ist deshalb in Richtung Harthausen zwischen Aschachweg und dem Abzweig zur Firma Engl bis voraussichtlich Ende Oktober gesperrt.

Großkarolinenfeld – In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses erinnerte Bürgermeister Bernd Fessler daran, dass durch die Realisierung des dritten Bauabschnitts die Vollsperrung der Straße erfolgt, wobei keine örtliche Umleitung angeboten werden kann. Kolbermoor ist daher von Großkarolinenfeld aus nur über Bad Aibling oder Rosenheim erreichbar.

Die Buslinie 44 der Firma Hollinger wird zwischen Großkarolinenfeld, Kolbermoor und Bad Aibling weitergeführt. „Der Schülerverkehr wird zu 100 Prozent fortgeführt“, versicherte Busunternehmer Max Hollinger. Genauere Angaben würden rechtzeitig veröffentlicht; derzeit befinde man sich noch in Abstimmungsgesprächen, und das Ergebnis müsse auch noch von der Regierung genehmigt werden.

In der Sitzung standen zunächst sechs Bauanträge an, die allesamt recht zügig durchgewunken wurden.

Beantragt wurde der Einbau einer Dachgaube auf der Südseite des Anwesens Ahornweg 7. Dadurch entsteht keine zusätzliche Wohneinheit im Dachgeschoss und auch kein Vollgeschoss. Aufgrund des im Bebauungsplan „Großkarolinenfeld-Süd“ festgesetzten Dachgaubenverbotes ist dazu aber die Erteilung einer Befreiung notwendig. Da beide Nachbarn dem Vorhaben zugestimmt haben, wurde einstimmig die Befreiung befürwortet.

Dem Abbruch der alten Garage und dem Neubau einer Garage auf dem Grundstück Rosenweg 19 wurde ebenfalls zugestimmt und eine Befreiung hinsichtlich der Baugrenzenüberschreitung erteilt. Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Bahnhofstraße-Nord“ und soll außerhalb der festgesetzten Baugrenzen realisiert werden. Die Nachbarn hatten dem Vorhaben zugestimmt.

Die Nutzungsänderung des bisher landwirtschaftlich genutzten Anwesens in Vogl 1 und 1 a in der Gemarkung Tattenhausen zu Lager-, Werk- und Ausstellungsräumen wurde unter Auflagen, betreffend die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, genehmigt. Für die geänderten Nutzungen sind auf dem Grundstück 24 Stellplätze herzustellen.

Genehmigt wurde auch der Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport und Geräteraum auf dem Grundstück Pfälzerstraße 36 a. Am Erlbachweg 7 soll eine zusätzliche Wohneinheit durch den Anbau an das Bestandsgebäude und die Aufstockung der Garage mit Holzständerbauweise erfolgen. Da vier Stellplätze nachgewiesen wurden, wurde das gemeindliche Einvernehmen einstimmig befürwortet.

Die energetische Dachsanierung und Änderung des Freisitzes auf dem Grundstück in der Von-Schilcher-Straße 6 führt dazu, dass durch die Dachsanierung die Gebäudehöhe um etwa 35 Zentimeter zunehmen wird. Das wurde billigend in Kauf genommen, da sich das Gebäude nach wie vor in die Umgebung einfügt.

Drei Doppelhäuser auf der „ Fußballwiese“

Für die beantragte Bebauung des Grundstücks Am Weiher 44 mit einer Fläche von 1778 Quadratmetern soll der Bebauungsplan „Weihergelände-West“ so geändert werden, dass dort zukünftig drei Doppelhäuser mit einer Grundfläche von je 135 Quadratmetern zulassig sein sollen. Der rechtsgültige Bebauungsplan setzte für dieses Grundstück neben einer großen Eiche bislang zwei Doppelhäuser mit je 140 Quadratmetern Grundfläche sowie ein Einzelhaus mit 100 Quadratmetern Grundfläche mit den entsprechenden Garagen und Stellplätzen fest. Die Zufahrt soll von Norden über die Straße Am Weiher, beziehungsweise über eine Stichstraße zur Straße Am Weiher erfolgen.

Aus Sicht der Verwaltung ist die beabsichtigte Bebauungsplanänderung vorstellbar, zumal sie unter Berücksichtigung des Gebots des sparsamen Umgangs mit Grund und Boden zu einer quartiersverträglichen Nachverdichtung führe. „Es is a bisserl schad, denn des war dort a scheene Fuaßballwiesn“, ließ sich Bürgermeister Bernd Fesssler vor der Abstimmung vernehmen.

Einstimmig wurde beschlossen, den Bebauungsplan auf der Grundlage des vom Kolbermoorer Architekturbüro Fuchs gefertigten Änderungsentwurfs zum Bebauungsplan in der Fassung vom 19. Januar im vereinfachten Verfahren zu ändern.

Sollten gegebenenfalls Kosten für eine Höherdimensionierung der Trinkwasser-Hausanschlussleitung entstehen, so habe das der Grundstückseigentümer zu übernehmen. hh

KOLBERMOOR WIRD BIS HERBST „ISOLIERT“

AUS DEM BAUAUSSCHUSS GROSSKAROLINENFELD

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