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Steil aufwärts über zwei Etagen

Klettern statt gucken: Im Kieferer Kaiserreich soll eine Boulderhalle entstehen

Eine Boulderhalle soll im Vordergrund, zwischen den beiden Baukranen, gebaut werden.
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Eine Boulderhalle soll im Vordergrund, zwischen den beiden Baukranen, gebaut werden.
  • VonFranz Hoffmann
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Nach einer längeren Ruhephase erwacht die Bautätigkeit im Gewerbegebiet „Kaiserreich“ so langsam zu neuem Leben.

Kiefersfelden – So hat die Unternehmensgruppe Unterberger nun beim Gemeinderat einen Antrag auf Projektänderung des Bauvorhabens „Genusswelt-Kaiserreich“ gestellt, dem die Räte unisono eine positive Stimme gaben.

In 1,5 Jahren acht Millionen mehr

Zuvor hatte der Sprecher der Unternehmensgruppe Unterberger, Florian Unterberger, die geplante Projektänderung dem Gremium genau erläutert. „Generell ist die Lage durchwachsen, vor allem in der Gastronomie“, so seine Ausführungen eingangs „und jetzt kommen auch noch die explodierenden Baukosten und die Lieferschwierigkeiten hinzu“. Seine Zahlen dazu sprachen eine deutliche Sprache. „Noch vor eineinhalb Jahren lagen die geschätzten Baukosten für den Bereich Erlebniswelt bei etwa 26 Millionen Euro, jetzt planen wir schon mit 34 Millionen Euro“, so Unterberger.

Steil aufwärts über zwei Etagen

Die Projektänderung selbst bezieht sich auf den ursprünglich im Gesamtprojekt „Erlebniswelt“ geplanten „Your Dome“, einen futuristisch anmutenden Raum mit 3-D-Kino, 120 Sitzplätzen und Kuppeldach sowie einer Gesamtfläche von rund 1200 Quadratmetern.

Hier soll nun, nachdem sich der ursprüngliche Investor zurückgezogen hat, eine „Boulderhalle“ (Kletterhalle) entstehen, die sich über zwei Etagen erstreckt. Hinzu kommt auch noch ein Fitness-Studio, das ein weiteres Stockwerk belegt. „Dabei wird es keine großen architektonischen oder baulichen Veränderungen und auch keine Flächen- oder Höhenüberschreitungen geben“, ergänzte Florian Unterberger, der das Projekt mit mehreren visuellen Darstellungen untermauerte.

Änderungen vor allem unterirdisch

Die geplanten Änderungen werden sich hauptsächlich in der Erde abspielen, wegen des höheren Gewichts der Boulderhalle. Im Gebäude selbst sind auch einige Umbauten notwendig, beispielsweise bei Treppen, Raumgröße und -höhe. Unterberger betonte, dass das alles in nachhaltiger Bauweise geschaffen werden soll und auch die spätere barrierefreie Nutzung spielt eine große Rolle in den Entwürfen.

Insgesamt stellt sich das Gebäude weiter dreigeschossig dar, jetzt allerdings mit offener Glasfassade, die ursprüngliche Holzverkleidung wurde gestrichen. Der Unternehmenssprecher weiter: „Wenn der Projektänderung zugestimmt wird, können wir schon im September mit den Bauarbeiten beginnen und unser Ziel ist es, den Bau dann im Jahre 2024 abzuschließen. Aber“, so schränkte er ein, „es ist vieles in Bewegung, doch sind wir positiv gestimmt, dass wir das alles schultern“.

Einstimmiges Votum für neues Vorhaben

Bürgermeister Hajo Gruber (UW) begrüßte „diese Entwicklung, die sicher auch in der Gemeinde positiv aufgenommen werden wird“. So war das einstimmige Votum für die Projektänderung ohne große Diskussion schnell eingefahren.

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