ZEITUNG IN DER SCHULE (ZIS) – SCHÜLERREPORTER UNTERWEGS

Die Klasse 4b im Flugmodus

Im Rahmen des Projektes „Zeitung in der Schule“ besuchten wir, die Klasse 4b der Grundschule Hochstätt, den Modellflugclub Rosenheim und erlebten dort einen spannenden und interessanten Vormittag.

Schechen/Deutelhausen– Schon der Weg zum Flugplatz war für uns etwas Besonderes, denn wir fuhren nicht mit dem Bus, sondern radelten gemeinsam mit unserer Lehrerin Christine Höfling und zwei Müttern von der Schule in den Ortsteil Eichwald. Dort wurden wir von fünf Mitgliedern des Vereines erwartet, die sich für uns Zeit nahmen, um von ihrem Hobby zu erzählen und uns dieses näher zu vermitteln. Sie hatten viele Modelle aufgestellt, die uns gleich sehr neugierig machten. Nach der Begrüßung konnten wir Fragen stellen und die Modelle näher betrachten.

Franz Maier, Zweiter Vorsitzender des Vereines, erklärte uns, dass es verschiedene Arten von Flugmodellen gibt, die unterschiedliche Eigenschaften haben und deshalb in verschiedene Klassen eingeteilt werden. Man unterscheidet Flieger mit Verbrennungs- oder Elektromotor, Quadrocopter, Hubschrauber, Düsenjets und Segelflugzeuge. Manche sind sogar für Kunstflug oder besonders schnelles Fliegen geeignet und man kann mit ihnen an Wettbewerben teilnehmen.

Wir erfuhren, dass Modelle nicht mehr als 25 kg wiegen dürfen, die Größe dagegen aber nicht begrenzt ist. Jeder, der fliegen möchte, sollte dies an einem Platz machen, der dafür geeignet ist, oder sich gleich einem Club anschließen. Als Pilot braucht man auf jeden Fall immer eine Versicherung, falls etwas passiert und mit dem Flugzeug ein Schaden angerichtet wird. Wer das Modellfliegen beginnen möchte, startet am besten mit einem Segelflieger aus Styropor, für den man zwischen 100 und 150 Euro bezahlen muss.

Nach diesen allgemeinen Informationen zeigten uns die fünf Piloten stolz ihr Können: Ein Düsenjet stieg auf und überflog einige Male den Platz, genauso wie ein kleines Segelflugzeug, das bis zu 250 km/h schnell werden kann. Franz Maier selbst präsentierte uns sein Kunstflugmodell und führte Rollen und Loopings vor. Als er es trudeln ließ, dachten wir zuerst, dass der Motor aus Versehen ausgegangen sei, aber kurz vor dem Boden fing er sein Modell ab und flog einfach weiter.

Richtig interessant war ein Quadrocopter, in dem eine Kamera eingebaut war, deren Bild man auch durch eine Bildschirmbrille sehen konnte. Für uns war das wie in einem Videospiel und einigen ist richtig schwindlig geworden, als er mit sehr hoher Geschwindigkeit durch kleine Tore flog. Der Pilot hatte selbst auch eine Brille auf, um besser sehen zu können, wo er hinfliegt, fast so, als ob er direkt auf der Renndrohne sitzen würde. Dies ist notwendig, weil die Drohne so schnell fliegt, dass man sie am Himmel mit bloßem Auge nur schlecht verfolgen und steuern könnte.

Der Höhepunkt der Flugvorführungen war der riesige ADAC-Hubschrauber, der 20 Kilogramm wiegt und dessen Rotorblätter einen Durchmesser von 2,05 Meter haben. Die Länge des Rumpfes beträgt zwei Meter, er wird mit einer richtigen Kerosin-Turbine angetrieben. Das Bauen hat zwei Jahre gedauert. Das Modell hat uns gut gefallen, weil es so groß und echt aussah und so eine schöne knallige Farbe hatte.

Das Aufregendste für uns aber war, ein Flugzeug selbst zu lenken! Mit einer Lehrer-Schüler-Fernsteuerung konnten wir das Modell allein steuern, wobei die Erwachsenen das Starten und Landen für uns übernahmen. Das Landen ist nämlich besonders schwierig, da die Flugzeuge langsam am Boden aufkommen müssen, um nicht kaputt zu gehen.

In der Luft aber durften wir die Fernsteuerung so bedienen, wie wir es vorher erklärt bekommen hatten und einige von uns vollbrachten sogar kleine Kunststücke – wenn auch meistens ungewollt. Wer sein Talent weiter ausprobieren wollte, konnte versuchen, eine Drohne zu fliegen. Diese war aber schwer zu steuern und ist am Start oft umgekippt.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.mfc-rosenheim.de und bei der großen Jubiläumsfeier zum 55-jährigen Bestehen des Vereines am Wochenende 7. und 8. Juli in Deutelhausen.

Wir Schüler auf jeden Fall radelten mit einem Lächeln im Gesicht und vielen neuen Informationen und Eindrücken zurück in unsere Schule und wurden dabei ein kleines Stückchen von einer Drohne begleitet.

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