Kirchlicher Segen für neue Orgel

Weihbischof Dr. Franz Dietl gibt der neuen Orgel in der Pfarrkirche St. Martin Flintsbach den kirchlichen Segen (unten). Johannes Brucker zog an der neuen Orgel "alle Register" und präsentierte die Klangfülle des Instruments. Fotos re
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Weihbischof Dr. Franz Dietl gibt der neuen Orgel in der Pfarrkirche St. Martin Flintsbach den kirchlichen Segen (unten). Johannes Brucker zog an der neuen Orgel "alle Register" und präsentierte die Klangfülle des Instruments. Fotos re

In einem feierlichen Gottesdienst hat am Sonntag Weihbischof Dr. Franz Dietl der neuen Orgel in der in der mit 300 Gläubigen vollbesetzten Flintsbacher Pfarrkirche St. Martin den kirchlichen Segen gegeben. Der Weihbischof, der den Festgottesdienst zelebrierte, gratulierte Pfarrer Josef Steinberger und der Pfarrgemeinde zu dem "sehr gut gelungenen Werk". Es sei bewundernswert, was Flintsbach mit der Sammlung von 300 000 Euro zustande gebracht habe.

Flintsbach - Wie aus einem Guss - so harmonisch fügt sich die neue, im Rokokostil gestaltete neue Orgel in die stilreine Spätbarock/Rokoko-Pfarrkirche St. Martin in Flintsbach ein. Orgelbaumeister Alois Linder und Bildhauer Christian Huba verstanden es, das auf hohem künstlerischem Niveau befindliche Gesamtensemble des Kirchenraumes, organisch zu ergänzen und mit der neuen Orgel in Einklang zu bringen.

Organist und Chorleiter Johannes Brucker machte es spannend, ließ er doch vor den ersten Tönen des neuen Instruments, die von ihm komponierte Fanfare für fünf Bläser und zwei Pauken "1000 Jahre Flintsbach" spielen. Erst zum Gloria griff er in die Tasten der neuen Orgel und präsentierte ihre ganze musikalische Bandbreite mit der "Kleinen Orgelsolomesse" von Joseph Haydn. Viele Besucher schlossen die Augen und lauschten dem eindrucksvollen Klang. Damit vollendete sich nach 20 jähriger Vorbereitungszeit und zweijähriger Bauzeit nicht nur das Projekt Orgelneubau. Auch der Umbau der Emporen wurde fertig. Gerade die zweite Empore bietet nun mehr Platz für Sänger und Orchester. Beim sehr gut disponierten Gesang des Flintsbacher Kirchenchors glaubte man fast die Freude zu spüren, dass die frühere Raumenge nun über-wunden ist.

Ortspfarrer Josef Steinberger, der den feierlichen Gottesdienst mitzelebrierte, bedankte sich bei allen Helfern, Geldgebern und Spendern. "Das Engagement der Flintsbacher war beispielhaft".

Auch Erster Bürgermeister Wolfgang Berthaler gratulierte der Pfarrei und Pfarrer Steinberger zu der "außergewöhnlich gut gelungenen Orgel" und verwies auf die hohe Spendenbereitschaft der Bevölkerung, der Ortsvereine sowie einheimischen und auswärtigen Firmen.

Abschließend war ein Allegro für zwei Trompeten - Hans Stocker und Martin Obermair - und Orgel zu hören, ehe Johannes Brucker zum endgültigen Schluss sämtliche Register zog und in freier Improvisation den gesamten Kirchenraum mit virtuoser hochkünstlerischer Orgelmusik erfüllte.

Eine weitere Möglichkeit, den Klängen der neuen Orgel zu lauschen, bietet sich am kommenden Sonntag, 31. Januar. Professor Friedemann Winklhofer, Orgelsachverständiger und Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe, spielt dann Werke aus seinem umfangreichen Repertoire.

Die 36-seitige Schrift "Die neue Orgel von St. Martin Flintsbach a.Inn 2010" ist im Pfarrbüro erhältlich. re

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