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Begeisterte Reaktionen aus aller Welt

Fast eine Million Klicks: Kirchenchor Kiefersfelden landet Youtube-Hit

  • VonFranz Hoffmann
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Fast eine Million Mal haben Menschen aus aller Welt ein Video des Kirchenchors Kiefersfelden bei YouTube angeklickt. Über den ungewöhnlichen Erfolg des evangelischen Liedes „So nimm denn meine Hände“ sind Vereinsvorsitzende und der Dirigent sind baff. Wie es dazu kam.

Kiefersfelden – Davon träumt so mancher Künstler oder auch „Youtuber“: Der Kirchenchor Kiefersfelden hat über 830.000 Klicks. Das Lied „So nimm denn meine Hände“, ein evangelisches geistliches Lied mit Text von Julie Hausmann und der Melodie von Friedrich Silcher, gesungen vom Kirchenchor Kiefersfelden, mit Unterstützung des Konzertchors Oberinntal und dem Grenzlandorchester, unter der Leitung des Dirigenten Christoph Danner, sprengt bei You Tube (Video-Kanal im Internet) momentan Rekorde. Weit über 830.000 Aufrufe innerhalb von gut drei Jahren sind eine Marke, die nicht so einfach zu toppen ist. Um die zu erreichen, müsste jeder Kiefersfeldener Bürger in der Zeit mehr als 120 mal das Lied im Internet angeklickt haben. Oder alle Einwohner von Frankfurt am Main und Rosenheim je einmal.

Außergewöhnlicher Erfolg für Laienchor

Das ist schon außergewöhnlich, denn solch eine Internetresonanz auf einen mehr oder weniger Laienchor, der einfach nur aus Spaß an der Freud singt und musiziert, ist sicher nicht alltäglich. Wie erklären sich Vereinsvorsitzende Margret Pirchmoser und Dirigent Christoph Danner das überwältigende Echo auf dieses besondere Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Kiefersfelden im Oktober 2018?

Kirchenkonzert im Internet statt auf DVD

„Ursprünglich haben wir von unseren Kirchenkonzerten, die in zweijährigem Turnus stattfinden, immer eine DVD gemacht, so konnte jedes Vereinsmitglied und auch Freunde unserer Musik dieses besondere Klangerlebnis zu Hause genießen“, so die Beiden unisono. „Aber heute hat ja kaum noch jemand einen DVD-Player, so dass wir uns gedacht haben, wir stellen unser Kirchenkonzert ins Internet, da kann dann immer und nahezu überall darauf zugegriffen werden“. Den Fachmann fanden die Verantwortlichen schnell in Wast Larcher, „ein langjähriger und treuer Freund unseres Chores“, so Margret Pirchmoser.

Natürlich hatte dieses Konzert eine entsprechende Vorlaufzeit. „Ab Anfang des Jahres hatten wir drei große Blöcke mit wöchentlichen Proben, die sich allein auf 15 des Kirchenchores summierten“, so Danner. In der letzten Woche vor dem Konzert waren dann nochmals drei große Proben in der Kirche angesetzt, mit beiden Chören und dem Orchester. „Und dann kam der große Abend, mit voller Kirche und überwältigendem Erfolg, den eben Wast Larcher auf Video festgehalten hatte“, erinnern sich die Beiden noch ganz genau.

Reaktionen aus aller Welt

Ins Internet gestellt, nahm das Video „So nimm denn meine Hände“ Fahrt auf. „Wir wurden fast erschlagen von dem Erfolg“, so die Vorsitzende, „und wir sind schon ein bisschen stolz, dass wir mit unserem Lied so viel Freude nahezu weltweit verbreiten“.

Das Kirchenkonzert 2018 mit Chören und Orchester unter der Leitung von Christoph Danner.

Alle möglichen Reaktionen erfolgten, sowohl im Internet als auch persönliche. „Ich habe von begeisterten Menschen aus vielen Ländern Anrufe bekommen, die sich das Video angeschaut und angehört hatten. Auch kommerzielle Anfragen waren darunter und wir hatten monatelang alle Hände voll zu tun, um alle Wünsche zu erfüllen“. Und das vor dem Hintergrund, „dass die Aufnahmen technisch nicht professionell gemacht worden waren, denn eigentlich wollten wir das Konzert nur in Bild und Ton festhalten, für unsere Mitglieder und Freunde und umso sprachloser hat uns dieser Erfolg gemacht“, so Margret Pirchmoser.

Obwohl das Video nun schon fast dreieinhalb Jahre im Netz kursiert, ist das Interesse vor allem an dem einen Lied immer noch riesengroß und in letzter Zeit sogar nochmals gestiegen, wie die Zahlen eindeutig belegen. „Für uns als kleinen, relativ unbekannten Chor war das schon wirklich außergewöhnlich und so nicht vorhersehbar, als plötzlich das Telefon nicht mehr stillstehen wollte“, denkt Margret Pirchmoser gerne zurück.

Kirchenchor singt seit 1651

Der Kirchenchor Kiefersfelden wird bereits 1651 schriftlich erwähnt. Das erste Kirchenkonzert unter der Leitung von Christoph Danner gab es im Jahre 2007 und seither alle zwei Jahre, die Coronazeit mal ausgenommen. Aktuell gehören dem Chor 35 aktive Sängerinnen und Sänger an und mit ihnen zusammen plant Christoph Danner, der als Dirigent seit 2004 den Takt angibt, schon für die kommenden Monate, obwohl coronabedingt noch nicht geprobt werden darf. So ist für den Festgottesdienst am Ostersonntag (17. April) in der Pfarrkirche Heilig Kreuz die Aufführung der „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart mit Chor und kleinem Orchester geplant und beim ersten Kieferer Fest am Sonntag, 8. Mai, soll der Kirchenchor auftreten.

Hoffen auf gemeinsames Singen

Für die kommende Zeit wünschen sich Dirigent und Vorsitzende, „dass wir wieder zusammen proben und singen können. Auch freuen wir uns über neue Mitglieder, die immer willkommen sind.“ Informationen gibt es unter info@kirchenchor-kiefersfelden.de, das Lied des Kirchenchores „So nimm denn meine Hände“ gibt es im Internetkanal „YouTube“ unter „mrStachus“ zu sehen und zu hören.

Dirigent Christoph Danner probt mit dem Kirchenchor – zu Zeiten, in denen Corona es erlaubt.

Rubriklistenbild: © Hoffmann

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