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Kindergartenplätze sollen bis Herbst 2014 gesichert sein

In der jüngsten Riederinger Gemeinderatssitzung wurde das Thema Kindergarten ausgiebig diskutiert. Im Dezember ermittelte die Gemeinde im Rahmen einer qualifizierten Umfrage den Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen, denn aufgrund des bayerischen Kindergartengesetzes besteht für alle Kinder ein gesetzlicher Platzanspruch in einem Kindergarten.

Riedering - Von 275 versandten Fragebögen kamen 180 zurück, von denen sich wiederum rund 150 für einen Betreuungsbedarf aussprachen, so Martin Hofberger, Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Es sei festzuhalten, dass zum Herbst diesen Jahres 25 Kindergartenplätze fehlten. Zudem seien derzeit 27 Kinder in auswärtigen Kinderbetreuungsstätten untergebracht, von denen ein Viertel bis zu einem Drittel bei entsprechendem Angebot laut Fragebogen auch wieder zurückkäme. Riedering und Söllhuben sind laut Hofberger die begehrtesten Standorte für Kindergarten und Krippenplätze, mehr Flexibilität bei den Öffnungszeiten wünschten sich auch hauptsächlich Bewohner dieser beiden Ortschaften. Über 35 Prozent der Befragten konnten sich darüber hinaus einen Waldkindergarten als Alternative zum Regelkindergarten vorstellen, Ferien- oder Nachmittagsbetreuung standen ebenso als Wünsche obenan.

Nach ausführlichen Diskussionen unter den Gemeinderäten wurde einstimmig der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen anerkannt und so die Grundlage für weitere Planungen und Investitionen gelegt. Wie Bürgermeister Josef Häusler erläuterte, wurde von zwei Privatleuten beinahe zeitgleich mit der Bedarfsumfrage die Anfrage nach der Möglichkeit der Errichtung eines Waldkindergartens im Gemeindebereich gestellt.

Veronika Sattelberger, eine der Initiatorinnen, und Christine Rau, betroffene Mutter, gingen auf den derzeitigen Sachstand beim Waldkindergarten ein. Nachdem es im Januar einen Informationsabend gab (wir berichteten), seien die Planungen für die Eröffnung im Herbst nun in vollem Gange. Die beiden Frauen gingen zudem kurz auf die Einrichtung ein, bei der die Kinder hauptsächlich in der freien Natur mit pädagogisch geschultem Personal ihre Kindergartenjahre verbringen.

Zwei mögliche Waldstandorte hätten sich die Waldkindergarten-Befürworter ausgesucht, bis auf eine Buchhalterin oder einen Buchhalter seien sogar schon die Personalfragen geklärt. 16 Kinder seien bereits angemeldet, auch die Nachbargemeinde Rohrdorf habe Interesse bekundet.

Für eine Schutzhütte und die Anschubfinanzierung benötige man aber die Unterstützung der Gemeinde in Höhe von rund 60 000 Euro. Nach der Erörterung vieler Fragen verabschiedete der Gemeinderat einstimmig einen Grundsatzbeschluss für den Waldkindergarten, jedoch ohne konkrete finanzielle Zusagen abzugeben.

Um dennoch dem bestehenden Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen ab September und dem Rechtsanspruch auf diese Plätze gerecht zu werden, müsse man weiter gehen, so Hofberger weiter.

Er schlage deshalb dem Gemeinderat einen mobilen Kindergarten vor, der zwei Gruppen Platz biete. Hofberger habe sich bereits in Nachbargemeinden umgesehen und sei vom Raumangebot des mobilen Kindergartens überzeugt. Der Container-Kindergarten, der umbaubedingt in Achenmühle angeschafft wurde, stehe ab April zur Verfügung und könne mit geringen Umbaumaßnahmen ab Herbst dann in Riedering zur Verfügung stehen. Zudem würde der Container komplett anerkannt und gefördert werden. Als Standort, der auch unter den Geltungsbereich des Flächennutzungsplans falle, biete sich die freie Fläche westlich der Mehrzweckhalle an.

Die Gemeinderäte stimmten einstimmig einer solchen mobilen Lösung an dem vorgeschlagenen Standort für eine Frist von zwei Jahren zu. Ebenfalls einig waren sich die Gemeinderäte hinsichtlich eines Grundsatzbeschlusses für einen Neubau einer Kinderbetreuungseinrichtung in Riedering.

Bürgermeister Häusler schlug eine größere Einrichtung vor. Diese solle drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern, eine Krippe mit ein bis zu zwei Gruppen und einen Hort, der zur Hausaufgabenbetreuung, als Spielgruppe und während der Ferienzeit genutzt werden könne, beherbergen. Die Gemeinderäte konnten sich jedoch hinsichtlich Standort als auch Art der Einrichtung nicht einigen und vertagten Ortstermine und weitere Entscheidungen auf die Zeit nach der Kommunalwahl. elk

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