Kiefersfelden: Sanierungsarbeiten an der Thierseestraße beginnen

Flickerlteppich: Zahlreiche kleiner Sanierungsarbeiten prägen den Belag der Thierseestraße in Kiefersfelden.

Die Thierseestraße in Kiefersfelden wird aufgerissen. Die Wasserhauptleitung wird saniert. Im Anschluss bekommt die Straße eine neue Asphaltdecke.

Kiefersfelden – Trotz oder gerade wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird in der Grenzgemeinde von Montag, 27. April, an die viel befahrene Thierseestraße wegen erheblicher Schäden, auch an der Wasserhauptleitung, weiter saniert. Hierzu wird zunächst die Asphaltdeckschicht abgefräst und im Nachgang neu asphaltiert.

Aus Sicherheitsgründen wird ab Baubeginn ein erheblicher Abschnitt gesperrt, für die Anlieger an der Thierseestraße und der Steilnerjochstraße wird die Zufahrt allerdings auch während der gesamten Bauarbeiten möglich sein. Die Umgehung führt von der Marblingstraße ab, weiter und wieder auf die Thierseestraße zurück.

Arbeiten beginnen bei Hausnummer 50.

Die Bauarbeiten beginnen an der Thierseestraße, Hausnummer 50, und führen bis zur Steilnerjochstraße. Sie sollen Ende Juli beendet werden. Diverse Straßenschilder werden für einen reibungslosen Verkehrsfluss sorgen.

Auch den Anwohnern scheint die Sanierung unbedingt notwendig, wie diese, vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Aussage zeigt: „Es wurde jetzt auch Zeit, denn 50 Jahre ist hier nichts geschehen.“ Der erste Sanierungsabschnitt erfolgte bereits im vergangenen Jahr im Bereich „Standort Rotes Kreuz“ bis Einmündung Kiefermühlstraße, wobei erhebliche Straßenschäden und auch deutliche Spurrinnen beseitigt und die bestehende Hauptwasserhauptleitung voll saniert wurden.

Der jetzt folgende zweite Bauabschnitt ist mit Kosten in Höhe von rund 266 000 Euro veranschlagt, Bauherr ist die Gemeinde Kiefersfelden mit ihrem Eigenbetrieb Gemeindewerk.

Die Grabungs- und Verlegearbeiten für Wasser- und Leerrohre werden im Vorlauf zur eigentlichen Straßensanierung bereits jetzt durchgeführt. Im Bedarfsfall werden die Wasserhausanschlüsse der jetzigen Anlieger im Zuge der Baumaßnahmen neu verlegt. Dabei werden die Kosten voll von den Gemeindewerken getragen; soll heißen, den Betroffenen werden für diese Maßnahme seitens der Gemeindewerke keine Kosten in Rechnung gestellt. In einem Schreiben sind die betroffenen Bürger von dieser dringend notwendigen Maßnahme informiert worden.

Wasser könnte sich rostrot färben

Dazu weist Andreas Horn von den Gemeindewerken Kiefersfelden, darauf hin, „dass sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte im Wasser natürliche Eisenanteile aus der Verteilungsleitung abgelagert“ haben. Diese seien für den Menschen unschädlich, was egelmäßige Wasseruntersuchungen belegten. Aufgrund der Erschütterungen, die durch die Bauarbeiten entstünden, könnten diese Ablagerungen im Wasser aufgeschwemmt werden. Das Wasser, das dann aus den Leitungen fließt, habe eine etwas rostige Färbung. Werde der Wasserhahn aber für eine kurze Zeit offengelassen, verschwänden diese Ablagerungen schnell wieder. Auch beim Wäschewaschen sollte daran gedacht werden, die Waschmaschinen erst einzuschalten, wenn das Wasser aus der Hausleitung klar sei, sagt Andreas Horn. hko

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