Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Antrag von UW und Grüne

Mehrgenerationenpark für die Kiefer? Lange Diskussionen und trotzdem keine Entscheidung

Der geplante Mehrgenerationenpark könnte auf dem Gelände des Natursparks Kohlstatt entstehen. Auch eine Zusammenlegung mit dem geplanten Sport-Parkour mit Kinderspielplatz wird diskutiert.
+
Der geplante Mehrgenerationenpark könnte auf dem Gelände des Natursparks Kohlstatt entstehen. Auch eine Zusammenlegung mit dem geplanten Sport-Parkour mit Kinderspielplatz wird diskutiert.
  • VonFranz Hoffmann
    schließen

Bekommt Kiefersfelden einen Mehrgenerationenpark? Zwei Gemeinderäte hatten in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag gestellt. Es wurde im Gremium viel diskutiert.

Kiefersfelden – Mit einem Antrag der Gemeinderäte Veronika Klosterhuber (UW) und Albert Weingart (Grüne) auf die Verwirklichung eines Mehrgenerationenparks im Naturpark Kohlstatt befasste sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Zusammen und sich jeweils ergänzend, stellten die Beiden ihr Projekt in Wort und Bild ausführlich vor.

Bürger und Vereine mit einbeziehen

„Die Idee kam uns, als wir im Umkreis mehrere Parks besucht haben, die von den jeweiligen Bürgern sehr gut angenommen worden sind“, so Initiatorin Klosterhuber eingangs. Zusammen mit ihrem Ratskollegen Weingart, der Ausführung und Geräteauswahl bereits in Gedanken koordinierte, nahm sie Kontakt mit den ortsansässigen Vereinen auf, „denn wir wollen möglichst viele mit ins Boot holen“, so Weingart.

Der Mehrgenerationenpark soll geschaffen werden, um den Kieferern und deren Besuchern die Möglichkeit zu bieten, sich in einer Wohlfühloase zu tummeln und auch den Umweltgedanken positiv zu leben.

Zeitfenster zur Realisierung sehr offen gehalten

Dazu soll er mit den notwendigen Geräten sowie einer unterstützenden Bebauung ausgestattet werden, wobei die Initiatoren dies in Absprache mit der Gemeinde, den Vereinen, Senioren-, Jugend- und Behindertenbeauftragten diskutieren möchten. Und letztlich auch Schule, Kindergärten und das Tourist Büro sollen in den Entstehungsprozess mit eingebunden werden.

Das Zeitfenster für das Projekt wurde bewusst weit offen gehalten, „denn es muss ja nicht alles auf einmal gemacht werden, sondern nach und nach“, ergänzte Weingart.

Auch zur weiteren Vorgehensweise machte er gezielte Vorschläge. So soll die Gemeinde dieses Projekt „aufgreifen und umsetzen“, wobei zur Finanzierung „Leader-Fördergelder“ beantragt werden sollten. Auch die Vereine und Bürger könnten sich um Sponsoren für die einzelnen Geräte bemühen oder aber durch Eigenleistung die kalkulierten Kosten von rund 120.000 Euro minimieren.

Idee eines Trimm-Dich-Pfads

„Ein Mehrgenerationenpark ist grundsätzlich eine gute Idee, die zu verfolgen ist“ lobte Bürgermeister Hajo Gruber (UW). Doch bei der Standortauswahl hatte er seine Bedenken. Der vorgeschlagene Ort ist seiner Meinung nach „nicht der richtige Platz, weil Vermoosung, Feuchtigkeit und wenig Sonneneinstrahlung viele von einem Besuch abhalten könnten“.

Für Thomas Zach (CSU) „ist der Mehrgenerationenpark grundsätzlich eine gute Idee, wobei er dann aber noch mit einem Trimm-Dich-Pfad zu verbinden ist“.

Dagegen stellte sich Sepp Pirchmoser (UW), für den es jetzt schon „eine Menge Geld ist, die wir da in die Hand nehmen müssten, bei einem doch sehr unsicheren Ergebnis, was Nutzung und Erholungswert betrifft“. Dem widersprach Veronika Klosterhuber (UW) vehement: „Wir haben uns viele andere Parcours angeschaut und auch Ideen geholt. Dabei haben wir festgestellt, dass sie sehr gut genutzt werden“.

Für den Bürgermeister, der die Standortfrage noch nicht geklärt sieht, der aber grundsätzlich für das Projekt ist, „wäre es deutlich einfacher, wenn der örtliche Wintersportverein (WSV) den Antrag stellen würde, denn Instandhaltung sowie sicherheitstechnische Überwachung würde uns als Gemeinde später viel Geld kosten.“ Gruber spielt dabei auf die vom Gesetzgeber festgelegten Sicherheitsstandards an, die für die Gemeinde verpflichtend sind, den betreibenden Vereinen aber doch eine Menge Spielraum lassen.

Ideen zum Standort

Schlussendlich wurde auch als weitere Alternative eine Zusammenlegung mit dem geplanten „Parkour Kiefersfelden“ ins Spiel gebracht, der als „Sport-Parkour“ für alle Generationen am Bahnhofsvorplatz entstehen und in den bereits vorhandenen Kinderspielplatz baulich integriert werden soll (wie berichtet). Zusammenfassend also viele Räte und fast ebenso viele Meinungen, wobei die Platzdiskussion für das Projekt sicher noch eine Weile andauern dürfte.

Mehr zum Thema

Kommentare