Mehrkosten an verschiedenen Stellen

Kiefersfelden muss heuer rund eine halbe Million Euro mehr ausgeben als geplant

Einen Verlust bei den Einnahmen und eine Steigerung bei den Aufwendungen verzeichnet das Freizeitbad.
+
Einen Verlust bei den Einnahmen und eine Steigerung bei den Aufwendungen verzeichnet das Freizeitbad.
  • vonFranz Hoffmann
    schließen

Coronabedingte Abweichungen vom Haushaltsansatz in Höhe von gut 683.000 Euro alleine im Verwaltungshaushalt hatte Kiefersfeldens Kämmerer den Gemeinderäten zu vermelden. Wo das Geld blieb, lesen Sie hier.

Kiefersfelden – Den Bericht über die außerplanmäßigen Ausgaben dieses Haushaltsjahres haben die Kiefersfeldener Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung mit Spannung erwartet. „Insgesamt haben wir im diesjährigen Etat viele Abweichungen, vor allem bedingt durch Corona“, informierte Gemeindekämmerer Sebastian Senftleben.

Mehraufwand von über einer halben Million

Beim Verwaltungshaushalt muss die Grenzgemeinde mit über- und außerplanmäßigen Ausgaben von rund 683.000 Euro kalkulieren, bei einem ursprünglichen Ansatz von 3,239 Millionen Euro für das Jahr 2020. Im Vermögenshaushalt, der mit 478.500 Euro im Etat berücksichtigen worden war, summieren sich die Mehrausgaben auf gut 71.000 Euro, allerdings nur ohne die interne Umschuldung von etwa 464.560 Euro. So kommt am Ende ein Mehraufwand von knapp 536.000 Euro auf die Gemeinde Kiefersfelden zu.

Mehr Geld für laufenden Betrieb

Das Mehr an Ausgaben errechnet sich „vor allem im Verwaltungshaushalt aus dem laufenden Betrieb heraus, der in diesem Jahr stark durch ungeplante Mehrkosten im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt ist“, betonte Senftleben. „Hinzu kommen noch die Personalkosten, die aber nicht immer genau planbar sind, da vor allem im Bereich der Kindertagesstätten sehr viele Personalbewegung stattfinden.“

Im Innsola Reparaturen vorgezogen

Beim Freizeitbad Innsola summierten sich die Mehrausgaben auf knapp 60.000 Euro. Allerdings wurden in diesem Zeitraum auch viele Arbeiten erledigt, für die sonst die nötige Zeit gefehlt hätte, beziehungsweise die für das nächste Jahr eingeplant gewesen waren und somit im Haushalt des kommenden Jahres nicht mehr aufschlagen. „Ein Teil der Überziehung basiert auch darin, dass das Kassensystem aufgrund der neuen Mehrwertsteuersätze umprogrammiert werden musste und zudem hierfür weitere Lizenzkosten angefallen sind“, führte Senftleben aus. Durch die coronabedingteDurch die coronabedingten zwangsläufigen Schließungen brachen die Einnahmen erheblich ein.n zwangsläufigen Schließungen brachen die Einnahmen erheblich ein. Konkrete Zahlen dazu nannte der Kämmerer nicht, da das Haushaltsjahr noch läuft.

Keine Probleme, 2020 abzuwickeln

Darüber hinaus ergab sich für die Gemeinschaftskläranlage ein Mehrbedarf von circa 30.000 Euro für notwendige Chemikalien. „Diese werden für den sauberen und vorgeschriebenen Betrieb der Anlage benötigt, um die notwendigen Werte der Abwasserentsorgung einhalten zu können“, konkretisierte der Kämmerer diesen Minusposten. Zusammengefasst sah Senftleben „durchaus noch Luft und keine Probleme, das Jahr haushaltstechnisch korrekt abzuwickeln“. Dem schlossen sich alle Gemeindevertreter an.

Kommentare