Einzug im Frühjahr 2022

Kiefersfelden bekommt ein neues Feuerwehrhaus für 6,7 Millionen Euro – und 800.000 Fördergeld

So wird das neue Feuerwehrhaus in Kiefersfelden aussehen. Der Plan wurde dem Gemeinderat in jüngster Sitzung vorgestellt.
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So wird das neue Feuerwehrhaus in Kiefersfelden aussehen. Der Plan wurde dem Gemeinderat in jüngster Sitzung vorgestellt.
  • vonFranz Hoffmann
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Kiefersfelden bekommt ein neues Feuerwehrhaus. Der Gemeinderat befürwortete einstimmig das Projekt, das mit 6,7 Millionen Euro veranschlagt ist. An Fördermitteln könnten 800.000 Euro fließen. Das Gebäude soll im Frühjahr 2022 fertig sein.

Kiefersfelden – Mit einer beschleunigten Bauleitplanung könnte schon bald die Baugenehmigung dem Rathaus zugehen, selbstverständlich aber erst nach öffentlicher Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans „Neubau Feuerwehrhaus“ des Planungsverbands „Äußerer Wirtschaftsraum München“. Dazu kommen noch die notwendigen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. „Wenn alles da ist, könnten wir anfangen“, bekräftige Bürgermeister Hajo Gruber (UW) .

Gebäude in Trapezform

„Eine jede Feuerwehr kann nur so gut funktionieren, wie ihre Ausbildung und auch technische Ausstattung ist“, so Bürgermeister Hajo Gruber (UW) eingangs der jüngsten Gemeinderatsitzung. Und mit diesen Worten gleich zu Beginn der Diskussion um den Neubau des Feuerwehrhauses setzte er ein Ausrufezeichen.

Weiter führte er aus, „dass wir ein zukunftsfähiges Feuerwehrhaus bekommen müssen, das den Anforderungen standhält“. Den Planentwurf dazu stellten Hans Gfäller und Michael Horn (AG Baumann – Gfäller – Horn) dann den Räten ausführlich vor.

„Es war sowohl für uns Architekten als auch für die anderen Beteiligten eine fruchtbare und spannende Planungszeit, in der wir zu folgendem Ergebnis gekommen sind“. Auf der relativ kleinen Grundfläche von 1500 Quadratmetern, die im Wesentlichen gleich ist mit der jetzigen, auf der das Feuerwehrhaus steht, soll ein zweigeschossiges Haus in Trapezform entstehen, mit zehn großen Toren und entsprechenden Stellplätzen für die Einsatzfahrzeuge. „So schmiegt sich der geplante Neubau am besten in das bestehende Gelände sowohl topografisch als auch optisch ein“, erklärte Gfäller.

Auch Ausbildungsräume

Zu den Plätzen für die Fahrzeuge kommen noch Lehr- Funktions-, Umkleide und Aufenthaltsräume hinzu, ein Foyer und ein offenes Treppenhaus, beschirmt von einem traditionellen Satteldach, sind ebenfalls angedacht. „Schon allein um allen diesen Anforderungen gerecht zu werden, war die Trapezform des Gebäudes raumtechnisch ein Treffer“. Weiter geplant ist eine Solaranlage auf dem Dach des Hauses, die von den Gemeindewerken installiert werden soll.

Lob für den Plan

In den Augen des Rathauschefs „könnte man es nicht besser planen“ und auch die Gemeinderatsmitglieder sahen es so oder ähnlich.

Allerdings entstehen der Gemeinde Kiefersfelden nicht unerhebliche Gesamtkosten in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro, wovon an Fördergeldern etwa 800.000 Euro zurück in den Gemeindesäckel fließen könnten. Hinzu kommen dann noch die Kosten für den Feuerwehrumzug und den etwa 15-monatigen Behelfsaufenthalt, wobei hier die Planungen schon weit fortgeschritten und mit cirka 65.000 Euro veranschlagt sind.

Das in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus sein, wird schon bald Geschichte sein.

Zur Durchführung äußerte sich Architekt Gfäller, dass zunächst der Abriss des alten Gebäudes erfolgen müsse, vielleicht Anfang des nächsten Jahres und „da muss die Feuerwehr dann auch ausziehen, in die Behelfsunterkünfte“.

Zunächst Umzug in Container

Wenn alles klappt, sollte das neue Feuerwehrhaus im Frühjahr/Sommer 2022 bezugsfertig sein. Mit diesem Plan könnte sich auch Feuerwehrkommandant Kilian Hager anfreunden, der schon gewisse Probleme sieht, wenn er und seine Mitstreiter sowie der Fuhrpark und die technische Ausstattung gleich zwei Winter in der Behelfsunterkunft (geplant sind Container) bleiben müssten.

Vor der Abstimmung über das Millionenprojekt ließ der Bürgermeister keinen Zweifel darüber, „dass wir im Wesentlichen die Kosten mit Krediten finanzieren müssen“, da nicht nur er einen erheblichen Einbruch bei den Haushaltseinnahmen infolge der Corona-Pandemie befürchtet. Doch vor der unbedingten Notwendigkeit des Neubaus des Feuerwehrhauses war das letztlich kein Argument, den Plänen eine Absage zu erteilen und alle Gemeinderatsmitglieder stimmten dem Architektenentwurf ohne Wenn und Aber zu.

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