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Beratungen im Gemeinderat

Kiefersfelden: Geplante massive Bebauung am ehemaligen Penny-Gelände entschärft

Auf dem Gelände zwischen „Bergwirt „und Familienwohngebiet wird eine massive Gewerbe- und Wohnbebauung entstehen. Zur Verkehrsentlastung soll die Ausfahrt aus der Tiefgarage nun über den Kioskbereich erfolgen.
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Auf dem Gelände zwischen „Bergwirt“ und Familienwohngebiet wird eine massive Gewerbe- und Wohnbebauung entstehen. Zur Verkehrsentlastung soll die Ausfahrt aus der Tiefgarage nun über den Kioskbereich erfolgen.
  • VonRoland Schmidt
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Es war ein Thema, das den Anwohnern unter den Nägeln brannte: der geplante Großbau auf dem Areal des ehemaligen Penny-Geländes. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde vieles entschärft: Mit 13:5 Stimmen wurde einem Entwurfsbeschluss zur 3. Änderung des Bebauungsplanes „Marmorwerk-Nord“ zugestimmt.

Kiefersfelden – Der geplante Großbau auf dem Areal des ehemaligen Penny-Geländes gegenüber dem „Bergwirt“ erhitzte vor einem Jahr die Gemüter: „Aus heutiger Sicht war es von mir naiv, auf kleingliedrige Geschäftsflächen zu hoffen“, bekannte Architekt Klaus Immich damals in der Gemeinderatssitzung. Er hatte die Gemeinde bei der Festlegung des Bebauungsplanes massiv beraten.

Keiner dachte an einen Drogeriemarkt

Der damalige Gemeinderat legte zwar fest, dass es auf dieser Baufläche keine Discountmärkte mehr geben dürfe, an die Ansiedelung eines Drogeriemarktes dachte aber niemand. Die Bewohner des direkt anschließenden Wohngebietes legten damals Protest ein. Sie fürchteten massiven Verkehr und erhebliche Lärmbelästigung durch eine solche Nutzung.

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Und der Protest hat gewirkt. In der jüngsten Gemeinderatsitzung wurde durch einen Entwurfsbeschluss zur 3. Änderung des Bebauungsplanes „Marmorwerk-Nord“ mit 13:5 Stimmen vieles entschärft, was im Vorjahr zum Bürgerprotest geführt hatte. Bürgermeister Hajo Gruber (UW) unterstrich die drei Eckpunkte: „Eine gewerbliche Nutzung bleibt zwar möglich, aber es kommt kein Drogeriemarkt. Das Gesamtgebäude wird um einen halben Meter weniger hoch. Statt drei Tiefgaragenebenen sind nur noch zwei erforderlich, wobei der Innenhof nun beparkt werden darf. Die Einfahrt in die Tiefgarage führt zwar weiterhin über die Steinmetzstraße, aber die Ausfahrt über den Kioskbereich. Damit werden die Anwohner vom Verkehr entscheidend entlastet.“

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Die Ausfahrtsänderung freute Gemeinderat Stefan Schroller (CSU): Als er vor einem Jahr eben diese Verkehrsführung vorschlug, erntete er von Klaus Immich ein Kopfschütteln: „Dies führt in der Regel zur Verwirrung der Autofahrer“, hieß es damals. Abgesichert wurde die Änderung durch einen städtebaulichen Vertrag der Gemeinde. „Damit kommt der Gestaltungsanspruch der Gemeinde zum Ausdruck“, erklärte Gruber. Während das Gremium die Änderungen positiv sah, wurde bemängelt, dass fortan der Innenhof beparkt und zum Anlieferungsbereich werde. „Das ist der Kompromiss zugunsten der Anlieger, der wegen der Zugeständnisse eingegangen werden musste“, so Gruber.

Gemeinderat bleibt weiterhin skeptisch

Wie skeptisch das Gremium dem Bauprojekt immer noch gegenüber steht, ließ sich an der Abstimmung ablesen: 13 Ja- zu fünf Neinstimmen. Der Entwurf wird nun den Behörden und Trägern öffentlicher Belange vorgelegt. Zudem erfolgt eine öffentliche Auslegung der Unterlagen.

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