Kiefersfelden: Alles begann im Holzpavillon

Der Musikpavillon im Kurpark wurde 1960 eingeweiht und dient seitdem als Konzertort der Musikkapelle.
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Der Musikpavillon im Kurpark wurde 1960 eingeweiht und dient seitdem als Konzertort der Musikkapelle.

In diesen Tagen feiert die Musikkapelle Kiefersfelden das 60-jährige Bestehen des Musikpavillons im Kurpark. Der Blick in die Chronik zeigt, dass die Idee zum Bau der Anlage bereits Ende der 1950er Jahre aufkam.

Kiefersfelden – Nach langer Planungsphase, ausgiebiger Spendensammlung und Genehmigung des Gemeinderats zur „Aufstellung eines Musikpavillons auf der neuen Grünanlage am Pfarrweg“, stand dem Bau nichts mehr im Wege.

Pavillon sollte Wohnbebauung weichen

Allerdings sollte „der Pavillon im nordöstlichen Teil der Anlage so errichtet werden, dass der ganze Platz für später auftretende größere Projekte erhalten bleibt“. Gerüchte und wohl auch schon weitergehende Planungen sahen auf dem Areal unter anderem eine massive Wohnbebauung vor und den Neubau des Pfarrhauses. Doch es kam ganz anders, sehr zur Freude der Musikanten und der Bevölkerung.

„Ein großer Tag für Kiefersfelden“

Im August 1960 war es dann endlich so weit, der Musikpavillon wurde feierlich eingeweiht. Die Chronik des Musikunterstützungsvereins bringt die damalige Stimmung auf den Punkt: „Es ist ein großer Tag für Kiefersfelden, denn jetzt steht der heiß ersehnte Musikpavillon in vollem Blumenschmuck zur ersten Wiedergabe unserer Konzerte“. Im Festumzug ging es damals „durch das gesamte Dorf und am Pavillon spielten wir noch dem Bremer einen Marsch, weil er uns die Villa zum Sitzen hat gebaut“.

Sepp Bremer als Hauptgeldgeber

Gemeint war damit Sepp Bremer, hauptsächlicher Initiator und Geldgeber des Neubaus. Er war auch im Jahre 1976 wieder zur Stelle, als „der Pavillon auf Kosten von Sepp Bremer renoviert werden konnte“, berichtet die Chronik weiter von dem außergewöhnlichen Engagement des Musikfans.

Der damalige Bau war deutlich kleiner als der heutige Pavillon, dazu war er überwiegend aus Holz gefertigt und ruhte auf zwei massiven Säulen, umgeben von blühenden Blumen, duftenden Sträuchern und massiven Bäumen.

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Im Hintergrund bildete das Massiv des Wilden Kaisers einen gelungenen Kontrast zu dem Musentempel, in dem dann das letzte Konzert am 18. September 1980 stattfand. Der Eintrag in der Chronik verweist darauf, „dass der alte Pavillon nicht mehr den Anforderungen der Konzertveranstalter entspricht“, also sollte ein Neubau an alter Stelle die Lösung des Problems sein.

Nächstes Jahr nächstes Jubiläum

Rund 80 000 Deutsche Mark an Baukosten waren angesetzt und am 14. Juni 1981 wurde der neue Musikpavillon, den nun die Gemeinde Kiefersfelden finanziert hatte, eingeweiht. „Nach Feldgottesdienst, Segnung und anschließender Konzertveranstaltung wurde der Schlüssel zum Musikpavillon im Kurpark feierlich übergeben“, weiß die Chronik von diesem Tage.

Mehr als 2 000 Gäste waren Zeuge der Einweihung „in dem auf Hochglanz gebrachten Kurpark“ hko

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