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GERECHTIGKEITSKÄMPFER IN ROHRDORF

Karl Blum bekommt für sein Engagement in Rohrdorf die Bürgermedaille verliehen

Sein Gerechtigkeitssinn wird ihn wohl nie verlassen: Dafür überreichte der Rohrdorfer Bürgermeister Simon Hausstetter dem langjährigen Gemeinderat und Polizisten Karl Blum die Bürgermedaille der Gemeinde.
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Sein Gerechtigkeitssinn wird ihn wohl nie verlassen: Dafür überreichte der Rohrdorfer Bürgermeister Simon Hausstetter dem langjährigen Gemeinderat und Polizisten Karl Blum die Bürgermedaille der Gemeinde.
  • VonJohannes Thomae
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Ob Ungerechtigkeiten Karl Blum in Wut versetzen, weiß man nicht. Das abgeklärte Wesen des 75-jährigen verhindert wohl Ausbrüche, an denen das festzumachen wäre. Sicher aber ist, dass sie ihn hartnäckig machen. Jetzt wurde der Rohrdorfer mit der Bürgermedaille geehrt.

Rohrdorf – Wenn er glaubt, dass Einzelpersonen oder Gruppen ungerecht behandelt werden, lässt er nicht locker, bis der Missstand behoben, wenigstens aber verbessert ist.

Dass sich Blum in dieser Art nicht nur 30 Jahre im Rohrdorfer Gemeinderat einsetzte, sondern auch sonst in vielen sozialen Organisationen – von der Feuerwehr bis zum Repaircafé – brachte ihm nun die Bürgermedaille Rohrdorfs ein. Bürgermeister Simon Hausstetter hob bei der kleinen Feier im Sitzungssaal des Rathauses besonders hervor, dass Blum die 30 Jahre seiner Gemeinderatstätigkeit in der Opposition verbracht habe: „Die in einer Gemeinde führende Gruppierung kann nur dann wirklich gut sein, wenn sie ein wirklich gutes Gegenüber hat“, stellte der Bürgermeister fest. „Denn Großes kann nur aus ernsthafter Diskussion heraus entstehen und ernsthafte Diskussion setzt einen Oppositionspartner voraus, der mit seinen fundierten Argumenten ein Korrektiv mit Gewicht bildet.“ Blum habe deshalb mit seiner Art die Gemeindearbeit in dreißig Jahren wesentlich mit vorangebracht und sei dabei, als gebürtiger Thansauer, ein engagierter Vertreter seines Ortsteils gewesen.

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Die Bürgermedaille, so Hausstetter weiter, werde ja immer nachträglich verliehen, um vergangenen Einsatz zu würdigen. Bei Karl Blum hoffe man jedoch besonders, dass sein Gerechtigkeitssinn auch in Zukunft noch wirksam bleibe. Für Blum, der wie er sagte, von der Ehrung völlig überrascht wurde und nie damit gerechnet habe, ist das vermutlich eine Selbstverständlichkeit. Denn die Suche nach einer menschlichen Gerechtigkeit, einer Gerechtigkeit mit Augenmaß nämlich, begleitete ihn wohl sein ganzes Leben. Ein Hinweis darauf ist, wie Blum von seinem Berufsleben als Polizist erzählt. Da, so erklärte er, habe er sich bemüht, dort wo der nötige Spielraum dafür vorhanden gewesen sei, auch mal ein Auge zuzudrücken, wenn es die Umstände denn für angebracht erscheinen ließen. „Das“, so meint er, „hat mich vielleicht einen Stern auf der Schulterklappe gekostet. Aber ich finde, es war es wert.“

Die Tatsache, dass die Ehrung zwar nur im kleinen Kreis der anderen Medaillenträger und der Fraktionsvorsitzenden erfolgen, aber doch seit langem wieder mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel Post abgeschlossen werden konnte, gab der Veranstaltung einen besonderen Glanz. Für ein Weiteres hatte Gemeinderätin Petra Scholz-Gigler schon während der Feier gesorgt, die sie mit ihrem Akkordeon musikalisch umrahmte: Sie hatte nämlich extra für Blum ein Lied geschrieben, in dem sie humorvoll sein Leben Revue passieren ließ.

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