40. Johannifeuer beim Kohl

Ehrenvorstand Schorsch Fischbacher senior (links, neben ihm Vorstand Anderl Obermair) war maßgeblich an den Anfängen des Festes vor 40 Jahren beteiligt. Foto Ruprecht
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Ehrenvorstand Schorsch Fischbacher senior (links, neben ihm Vorstand Anderl Obermair) war maßgeblich an den Anfängen des Festes vor 40 Jahren beteiligt. Foto Ruprecht

Raubling - Brauchtum und Tradition werden wohl nur selten so nachhaltig gelebt und gepflegt wie in den bayerischen Trachtenvereinen. Im Jahreskalender der Raublinger "Edelweiß"-Trachtler steht das Abbrennen eines Johannisfeuers zur Sommersonnenwende mit einem dicken Ausrufezeichen. Seit 40 Jahren veranstalten die Trachtler bereits beim "Kohl in Moos", so der Hofname von Besitzer Hans Vodermayer, dieses Fest.

Erster Vorstand Anderl Obermair würdigte seinen Vorgänger und jetzigen Ehrenvorstand Georg Fischbacher senior, der vor 40 Jahren das Fest initiiert hatte. "I woas gar net wia i dem Schorsch dafür danka ko", hob Obermair hervor und bat die Großholzhauser Musikkapelle einen Marsch zu spielen, den Fischbacher dirigierte.

Einigen Mitstreitern, deren Hilfe bereits vor 40 Jahren geschätzt wurde, schüttelte Obermair dankbar für ihren Einsatz die Hand. Diesmal als Gäste dabei waren Sebastian Fischbacher senior, Georg Hell und Max Herrmann. Richard Schwaiger bereitet nach wie vor die Steckerlfische zu.

Die vor acht Jahren verstorbene Hofbesitzerin Maria Vodermayer hatte laut Fischbacher Freude an der Ausrichtung vor ihrer Haustür. Ihre Unterstützung bildete den Grundstock für ein inzwischen 40-jähriges Fest, das bis zu 1200 Besucher anlockt. Auch Sohn Hans und die dritte Generation sind den Trachtlern eng verbunden, hieß es.

Seit den Anfangsjahren ist auch Paul Vodermayer senior als Schenkkellner im Einsatz. Er schätzt, dass der Holzhaufen für das Feuer etwa fünf Meter hoch und aus mindestens fünf vollen Lastwagenladungen bestand. Am heutigen Samstag findet ab 18 Uhr an gleicher Stelle das "Peter-und-Paul-Feuer" statt. ru

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