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SIMSSEESCHUTZ IST THEMA IN DER LANDWIRTSCHAFTSSCHULE

Johannes Hirzinger aus Söllhuben untersucht bodenschonende Verfahren in Meisterarbeit

Johannes Hirzinger (rechts) bei einer Ortseinsicht auf den Versuchsflächen mit (von links) Edeltraut Wissinger vom Büro Ecocept, Felix Forster vom Landwirtschaftsamt Rosenheim, Dr. Georg Kasberger, Jürgen Lohse vom AZV Simssee und Betriebsinhaber Andreas Hirzinger.
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Johannes Hirzinger (rechts) bei einer Ortseinsicht auf den Versuchsflächen mit (von links) Edeltraut Wissinger vom Büro Ecocept, Felix Forster vom Landwirtschaftsamt Rosenheim, Dr. Georg Kasberger, Jürgen Lohse vom AZV Simssee und Betriebsinhaber Andreas Hirzinger.

Da im Voralpenland hohe Niederschläge auf hügeliges Gelände treffen, ist auch der Simssee von Nährstoffeinträgen aus der Landwirtschaft des umgebenden Einzugsgebiets betroffen.

Rosenheim/Söllhuben – Um diese so gering wie möglich zu halten, bemühen sich die Landwirte um eine entsprechende Anpassung der Produktionsverfahren beim Ackerbau und im Grünland. Der Junglandwirt Johannes Hirzinger hat dieses Thema nun für seine Meisterarbeit an der Landwirtschaftsschule Rosenheim aufgegriffen und am elterlichen Betrieb in Söllhuben eine Versuchsfläche angelegt, mit welcher ein neues bodenschonendes Verfahren beim Maisanbau getestet werden soll. Untersucht wird dabei die sogenannte Mulchsaat, bei der die Ansaat von Mais in die noch vorhandenen Pflanzenreste einer zuvor angebauten Zwischenfrucht erfolgt.

Durch den Erhalt einer teilweisen Bodenbedeckung kann bei der Mulchsaat die Bodenerosion verringert werden. Die Zwischenfrucht wird nicht geerntet, sie dient der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit durch Gründüngung und Erosionsschutz. In der Versuchsanstellung wurden auch verschiedene Arten der Bodenbearbeitung und Düngung mit einbezogen. Sobald der Mais erntereif ist, wird dessen Ertrag bei den unterschiedlichen Anbauvarianten gemessen.

Gewässerschutz ist dem Junglandwirt ein Anliegen

Johannes Hirzinger freut sich über die gute Entwicklung der Versuchsflächen: „Dieses Thema habe ich für meine Meisterarbeit gewählt, da der Gewässerschutz für mich ein wichtiges Anliegen ist und die Düngeverordnung immer strenger wird. Gespannt bin ich jetzt über die Ergebnisse der Ertragsmessung, da der Mais für unseren Milchviehbetrieb eine wichtige Futterpflanze ist.“

An gewässerschonenden Maßnahmen der Landwirtschaft im Einzugsbereich des Simssees wird seit Langem gearbeitet. Der Abwasserzweckverband (AZV) mit den Mitgliedsgemeinden Bad Endorf, Prutting, Riedering, Söchtenau und Stephanskirchen übernahm 2003 auf freiwilliger Basis die Trägerschaft für ein eigenes Simssee-Schutzprojekt. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Wasserqualität in der Zusammenarbeit mit Landwirten aus dem Einzugsgebiet des Sees.

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Rund 200 Landwirte bewirtschaften die 3000 Hektar Acker- und Grünlandflächen innerhalb der fünf AZV-Gemeinden. Schwerpunkt wurde die Beratung der Betriebe durch das landwirtschaftliche Fachbüro Ecozept aus Freising. Nach Mitteilung des AZV wurden mit den Maßnahmen verschiedene Erfolge erzielt, wie ein gestiegener Umfang an begrünten Flächen im Winterhalbjahr zeigt. (re)

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