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WISSENSWERTES ÜBER OBSTBÄUME

Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Söchtenau

Die drei Mitglieder wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft im OGV geehrt. Von links: Gertraud Polz, Vorsitzende des OGV, Agnes Schießl (in Vertretung für ihre Schwester Irmi Schießl), Olga Lavric, Martin Winkler, Zweiter Vorsitzender des OGV, und Renilde Spiel. Entschuldigt waren Roswitha Hell und Katharina Rothbucher.
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Die drei Mitglieder wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft im OGV geehrt. Von links: Gertraud Polz, Vorsitzende des OGV, Agnes Schießl (in Vertretung für ihre Schwester Irmi Schießl), Olga Lavric, Martin Winkler, Zweiter Vorsitzender des OGV, und Renilde Spiel. Entschuldigt waren Roswitha Hell und Katharina Rothbucher.
  • VonElisabeth Kirchner
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Inspirationen für einen schön angelegten Garten, Tipps für einen guten Schnitt am Obstbaum, all das ist Teil des Vereinslebens des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Söchtenau. In der Jahreshauptversammlung Stockschützenhalle am Sportplatz haben die Mitgleider das Jahr Revue passieren lassen.

Söchtenau – Dem Regenwetter draußen zum Trotz ließen es sich zahlreiche Hobbygärtnerinnen und -gärtner nicht nehmen, zur Veranstaltung zu kommen. Der Abend wurde mit einem Vortrag „Alte Sorten – neu entdeckt“, ein Vortrag des Pomologen Georg Loferer aus Höhenmoos abgerundet.

Mitgliederstarker Verein im Ort

Gertraud Polz, die langjährige Vorsitzende des OGV, freute sich über das rege Interesse, auch wenn corona-bedingt im vergangenen Jahr viele Aktivitäten wie eine große Jubiläumsfeier zum 100. nicht gefeiert werden konnte

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„Wir sind natürlich bis zum gewissen Teil traurig, dass die Jubiläumsfeier nicht stattfinden konnte, sie wird aber auf jeden Fall nachgeholt“, sagt Polz. Wann, ist derzeit noch unklar. Das nächste Jahr komme nicht in Frage, „irgendwann werden wir aber feiern, und wenn es das 105-Jährige ist.“

Verkehrsinseln gestaltet

Mit über 320 Mitgliedern einer der mitgliederstärksten Vereine im Ort habe sich der Verein trotz Corona beim Ansäen von Blumenwiesen, beim Bepflanzen von Verkehrsinseln oder beim Erntedankfest eingebracht, berichtete Schriftführerin Barbara Stiel im Jahresrückblick. „Der Verein betreut seit rund 13 Jahren die beiden Kreisverkehre nahe des Friedhofes“, sagt Polz. Um beide umweltfreundlich zu gestalten, habe der Verein hier eine mehrjährige Blumenwiese angelegt. „Es stehen vor allem Gräser, aber auch Blumen wie die Schafgabe und Wegwarte auf der Insel“, erklärt die Vorsitzende. Die Mischung sei speziell für die Verkehrsinseln zusammengestellt worden.

Ehrung von fünf Mitgliedern

Während der Versammlung wurden fünf Damen geehrt, die seit über einem Vierteljahrzehnt dem OGV Söchtenau die Treue halten. Roswitha Hell, Olga Lavric, Katharina Rothbucher, Irmgard Schießl und Renilde Spiel bekamen von Gertraud Polz und ihrem Stellvertreter Martin Winkler die silberne Ehrennadel und Blumen überreicht, die Auszeichnung begleiteten die übrigen Anwesenden mit lang anhaltenden Applaus.

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Polz leitete dann zum Hauptthema des Abends über, den Vertrag des Pomologen Georg Loferer über „alte Sorten - neu entdeckt.“ Da passe der OGV Söchtenau, 1920 gegründet, gut ins Bild. Der Bestand an Obstbäumen im Vergleich zu vor 100 Jahren sei zwar viel niedriger, aber die steigende Nachfrage nach einer Naturgarten-Zertifizierung durch den Kreisverband und das große Interesse an neuen und alten Salatsorten bei der Landesgartenausstellung in Ingolstadt (der Rosenheimer Kreisverband hatte sich hier Ende Mai mit „Da haben wir den Salat“ vorgestellt, Anm. der Red.) stimmten sie hoffnungsvoll, so Polz.

Vortrag vom Pomologe

Loferer ging dann – humorvoll und mit Anekdoten geschmückt – auf das Biodiversitätsprojekt im Auftrag der Regierung von Oberbayern und das Erhaltungsprojekt „Apfel Birne Berge“ ein.

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Ab 2022 sollen in zwei 5 ha großen Schaugärten in Rosenheim und Traunstein sowie kleineren Gärten in den anderen Landkreisen einige „neue“ Sorten vorgestellt werden. Langfristig sollen somit alte Sorten dauerhaft erhalten sowie interessante, vergessene Sorten in den Landkreisen weiter identifiziert und verbreitet werden. Über die OGVs und das Landratsamt, Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege, können Hobbygärtner Listen für Apfel-, Birnen- und Zwetschgensorten mit Hinweisen zu Fruchtmerkmalen, Wuchs und Anfälligkeit beziehen.

Schäden an Bäumen durch Unwetter

Angesichts der Unwetterschäden, die auch vor den Söchtenauer Gärten nicht Halt gemacht hätten, empfehle er Sammelbestellungen über den OGV. Mitglieder können sich bis zum 22. September eintragen. Polz‘ Wunsch: „Dass noch heuer viele Hobbygärtner mit dem Wiederanpflanzen der eigenen Gärten beginnen.“

Wie das Gartenjahr sich dem Ende neigt, neigen sich auch die Vereinsaktivitäten für heuer dem Ende zu. Ob der Obst- und Bauernmarkt noch stattfinden wird, ist derzeit noch unklar, sagt Polz. Aber bereits im Frühjahr geht das Vereinsleben „mit einem Schnittkurs und vielen weiteren Aktionen wieder los“, so die Vorsitzende.

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