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Erfolgsgeschichte im Erzählcafé im Katharinenheim

90 Jahre Revue passieren lassen

Viele Senioren erinnerten sich: 90 Jahre Katharinenheim war das Thema im Erzählcafé in Bad Endorf.  Foto  Ammelburger
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Viele Senioren erinnerten sich: 90 Jahre Katharinenheim war das Thema im Erzählcafé in Bad Endorf. Foto Ammelburger

Bad Endorf - "Einmal durften wir Kinder mit dem Pferdeschlitten mitfahren. Es war mitten im Winter, der Weg führte nach Arxtham und ich erinnere mich noch heute an die Pferdeglöckchen", erzählt Josef Rott beim Erzählcafé im Katharinenheim in Bad Endorf. Rott war eines der Endorfer Kinder, die bereits in den 20er-Jahren den neu eingerichteten Kindergarten besuchten.

1920 stiftete Katharina Egger ihr "Sachl" für einen "guten Zweck", genauer für die Gründung einer "Kinderbewahranstalt" und zur Versorgung alter und kranker Menschen. So wurde der als gemeinnützig anerkannte Verein "Katharinenheim" gegründet. Mallersdorfer Schwestern zogen im heutigen Katharinenheim ein, um die vielen Aufgaben zu erfüllen.

Schwester Alexa ist die einzige noch verbliebene Ordensfrau, die im Katharinenheim heute in der Seelsorge tätig ist. Einige Jahrzehnte lang leitete sie den Kindergarten. "Anfangs waren es 60 Kinder in einer Gruppe, für die ich als einzige Erwachsene zuständig war. Wir bastelten viel mit Papier, Naturmaterialien und Plastilin", erzählt sie. "Und was heute wieder modern ist, praktizierten wir längst: Senioren vom Katharinenheim kamen jeden Vormittag und beschäftigten sich mit den Kindern. Wir arbeiteten generationenübergreifend."

Das Erzählcafé im "Café Nähstüberl" des Katharinenheims hat diesmal das 90-jährige Bestehen des Katharinenheims zum Thema. Ehemalige Kindergartenkinder erzählten aus der Geschichte des Kindergartens. Von den heute noch modernen Standards der Senioreneinrichtung berichteten Heimleiter Thomas Gögerl und Sozialpädagogin Nadja Stiels. Auch die ehemalige "Handarbeits- und Nähschule" war Thema. "Aus dem ganzen Umkreis kamen die Frauen, um sich hier Schnittmuster und Anleitung geben zu lassen", erinnerte sich eine Besucherin, sie selbst hatte hier ihren Erstkommunionunterricht und beschrieb die vielen Tretnähmaschinen, die im Raum standen. Zwei davon erinnern heute noch im "Café Nähstüberl" an die einstige Nutzung der Räume.

Maria Anna Willer, Organisatorin der Veranstaltungsreihe Erzählcafé, liest ein Schreiben aus dem Jahre 1941 vor. Die Nähschule sollte auf Anordnung des damaligen Landrats geschlossen werden, weil es eine konfessionelle Schule wäre. Der damalige Vorstand des Vereins Katharinenheim legte Beschwerde beim Regierungspräsidenten ein. Mit Erfolg, doch nun wurde die Handarbeitsschule umbenannt in "Nähstube".

Aus einem kleinen Verein wurde einer der heute größten Arbeitgeber Endorfs. Heimleiter Thomas Gögerl nennt die Erfolgsgeschichte in Zahlen: Drei Häuser, in denen rund 250 Senioren versorgt werden, und vier Kindergärten sind heute in der Trägerschaft des Vereins. Das Engagement weitete sich ganz im Sinne der Stifterin und der Vereinssatzung auf die heutigen Erfordernisse aus, so Nadja Stiels, eine der im Haus tätigen Sozialpädagoginnen. Denn die ambulante Versorgung mit "Essen auf Rädern", die Organisation ehrenamtlicher Besuchsdienste oder die Erstellung eines Behindertenführers für den Landkreis Rosenheim seien nur einige Beispiele für die Tätigkeiten des Vereins über die Trägerschaft von Seniorenheim und Kindergarten hinaus. Eine Bestätigung der qualitativ guten Versorgung von Senioren habe eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen ergeben, so Gögerl. Die Prüfer gaben dem Pflegeteam im Haus Franziskus die Note 1,2.

Die Veranstaltung Erzählcafé findet immer am letzten Samstag im Monat im Katharinenheim statt. Am Samstag, 24. Juli, steht das Thema "Reiselust" auf dem Programm. Zu Gast ist die Deutsch-Brasilianerin Constanze Zayen. re

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