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Für eine unterirdische Verknüpfungsstelle

Inntal-Gemeinden wollen Studie zum Brenner-Nordzulauf in Auftrag geben - Nußdorf beteiligt sich

Eine oberirdische Verknüpfungsstelle hat Auswirkungen auf das gesamte Inntal.
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Eine oberirdische Verknüpfungsstelle hat Auswirkungen auf das gesamte Inntal.
  • VonVolkhard Steffenhagen
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Das Inntal ist von den Planungen des Brenner-Nordzulaufs am meisten betroffen. Die Bürgermeister ziehen nach wie vor an einem Strang. Das zeigt auch eine Entscheidung des Nußdorfer Gemeinderats: Mit 10.000 Euro beteiligt sich die Gemeinde an einer Studie, die zeigen soll, welche Auswirkung eine oberirdische Verknüpfungsstelle hätte.

Nußdorf – Nach den ersten Sitzungen ist es Wunsch der Gemeinde Nußdorf am Inn mit Sitz und Stimme im Dialogforum Vorplanung „Kirnstein-Grenze D/A“, zu dem die Gemeinden Erl, Flintsbach, Kiefersfelden und Oberaudorf gehören, vertreten zu sein. „Wir sehen uns hier stärker betroffen als im Dialogforum „Innleiten-Kirnstein“ mit den Gemeinden Rohrdorf, Prutting, Riedering, Stephanskirchen und Samerberg“, führte Nußdorfs Erste Bürgermeisterin Susanne Grandauer in der vergangenen Gemeinderatssitzung aus.

Für sie geht es insbesondere um die geplante Verknüpfungsstelle und deren Gesamtauswirkung für das obere Inntal, von der auch Nußdorf betroffen sei. Das würde vor allen Dingen den Trassenverlauf der geplanten Inn-Unterquerung betreffen. Das habe bisher kein Gehör bei den Veranstaltern der Bahn gefunden, sodass die Gemeinde Nußdorf an diesem Forum derzeit lediglich als Gast teilnimmt.

Die Situation hat sich für die Gemeinden des Dialogforums „Kirnstein-Grenze D/A“ in den vergangenen Tagen zugespitzt, da von der Bahn mitgeteilt wurde, dass eine unterirdische Verknüpfungsstelle im Bereich des Wildbarrens nicht möglich sei.

Ist eine unterirdische Verknüpfungsstelle umsetzbar?

Offen geblieben ist allerdings die Frage, wie die Trasse in Richtung Nußdorf nun den Inn unterirdisch queren soll. Die Bahn will aus wirtschaftlichen Gründen die Variante der unterirdischen Verknüpfungsstelle nicht mehr weiterverfolgen. Dazu wäre nun ein Auftrag von der Politik notwendig, berichtete Susanne Grandauer.

Gemeinderat Michael Laar, der auch in der Interessensgemeinschaft Inntal 2040 vertreten ist, kann die Auffassung der Bahn-Planer nicht nachvollziehen und berichtete von Gesprächen mit unabhängigen Experten und Fachberatern, die eine unterirdische Verknüpfungsstelle durchaus für umsetzbar halten.

In Abhängigkeit der erforderlichen Betriebszustände, kann die Planung durchaus aufwändig sein und unter Umständen eine Anpassung des momentan geltenden Regelwerks für Tunnelanlagen erfordern, allerdings sollte auf Basis der aktuellen Sachlage das Thema weiterverfolgt werden, da eine oberirdische Ausführung an der engsten Stelle des Tals, katastrophale Auswirkungen auf Mensch und Natur hätte, so der Gemeinderat. Hierzu soll nun von den Inntal-Gemeinden eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben werden, an der sich die Gemeinde Nußdorf mit 10.000 Euro beteiligen will. Der entsprechende Antrag wurde im Gemeinderat mit 13:1 Stimme angenommen.

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