„Innergie“ steigt bei Carsharing in der Gemeinde Oberaudorf ein

Oberaudorf –  Das Projekt Carsharing findet in Oberaudorf Zuspruch.

Nachdem der evangelische Pfarrer Günter Nun anregte, im Bereich E-Mobilität tätig zu werden, beschloss der Gemeinderat am 17. Dezember 2020 mit einer Gegenstimme, Bürgermeister Matthias Bernhardt (FWO) zu beauftragen, einen Carsharing- Vertrag mit der Firma „Twist mobility“ abzuschließen (wir berichteten).

In der jüngsten Sitzung gab Bernhardt bekannt, dass nun auch die Firma „Innergie GmbH“, die bereits die Ladeinfrastruktur am Parkplatz Geigelsteinstraße betreibt und an der die Gemeinde als Anteilseigner beteiligt ist, Interesse bekundet hat.

Die Firma plane, in das Carsharing-Geschäft einzusteigen. Einen Vertrag mit der „Innergie“ abzuschließen, hätte für die Gemeinde einige Vorteile. Zum einen sei die Firma ein lokaler, in Rosenheim stationierter Partner. Und zum anderen sei die Anschaffung eines „Mercedes EQV“ geplant – in Bernhardts Augen ein hochwertigeres Angebot als der ursprünglich angedachte „Nissan Evalia“. Darüber hinaus plane die „Innergie“ ein Netz von Carsharing- Fahrzeugen im Inntal, welches den Oberaudorfer Bürgern „in Gänze“ zugänglich wäre. Das Laden des Fahrzeugs sei für die Bürger an nahezu allen E-Tankstellen kostenlos möglich. Außerdem will sich die „Innergie“ auch im Bereich „Bike Sharing“ etablieren.

Bernhardt riet den Gemeinderäten in der Sitzung, auf einen „lokalen Anbieter zu wechseln“. Benno Fürbeck (FWO) befürwortete diesen Vorschlag, denn die Firma sei „einen guten Schritt“ auf die Gemeinde zugekommen. Magnus Waller (CSU) wollte wissen, ob denn mehrere Ladesäulen angedacht seien – und zwar nicht nur für Oberaudorf, sondern auch für Niederaudorf. Bernhardt zeigte sich diesbezüglich aufgeschlossen: Wichtig sei zunächst, eine Ladesäule in der Nähe der Tourist-Info zu planen. Denn dieser Standort hätte sich auch in anderen Gemeinden bewährt. Aber es spreche nichts dagegen, in den nächsten Jahren auch in Niederaudorf eine Ladesäule zu errichten. Am Ende stimmte das Gremium einstimmig dafür, aufgrund der neuen Rahmenbedingungen einen Carsharing-Vertrag mit der Firma „Innergie GmbH“ abzuschließen. bfo

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