LESERFORUM

In Sorge um den Nahkauf

Zum Bericht „Drogeriemarkt: Suche nach Standort“, erschienen im Lokalteil:

Als Oberaudorfer habe ich den Artikel über den Drogeriemarkt mit großem Interesse gelesen. Der Bürgermeister möchte keine Konkurrenz für Ortsgeschäfte und daher keinen Discounter in Verbindung mit einem Drogeriemarkt. Dass er keine Konkurrenz für Ortsgeschäfte möchte, ist sehr löblich.

Für den Drogeriemarkt braucht es einen Verbrauchermarkt mit einer gewissen Größe. Für mich hört sich das an wie ein weiterer Prechtl-Markt. Wenn es dazu kommen würde, wäre der jetzige Edeka-Markt nicht mehr existent.

In Brannenburg hat vor einiger Zeit der bestehende Rewe-Markt geschlossen, vermutlich weil er sich gegen den neueren und größeren Edeka-Markt nicht mehr hat behaupten können.

Wenn nun der größere Edeka-Markt in Oberaudorf kommen sollte, was geschieht dann mit dem Nahkauf in der Ortsmitte. Vermutlich wird er sich auch nicht länger halten können, was gerade für die älteren Leute in Oberaudorf eine Katastrophe sein würde.

Bei der Umfrage vor ein paar Jahren wurde auch ganz deutlich gemacht, dass es einen dm-Drogeriemarkt nur in Verbindung mit einem Aldi-Markt geben wird. Daher wird dm niemals das Risiko eingehen, es sich mit Aldi zu verscherzen. Rossmann wird sich vermutlich selber keine Konkurrenz machen und daher zwischen seinen Märkten in Kiefersfelden und Brannenburg keinen weiteren Markt bauen wollen. Da bleibt dann wohl nur noch ein Müller-Drogeriemarkt über.

Man sollte dabei auch immer bedenken, dass Oberaudorf alleine für einen Drogeriemarkt, für einen Discounter sowie einen größeren Edeka-Markt uninteressant ist. Attraktiv ist ausschließlich die Nähe und die günstige Verkehrslage zu Tirol.

Hans-Georg Althoff

Oberaudorf

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