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Erntebilanz fällt bislang positiv aus

In Nußdorf im Chiemgau lieben Kürbisse die Sonne und zugleich „feuchte Füße“

Christian Niederthanner freut sich über die gute Ernte dieser Saison.
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Christian Niederthanner freut sich über die gute Ernte dieser Saison.

Überraschend gut ist die Kürbisernste heuer bislang ausgefallen. Das berichtet Christian Niederthanner, der die Früchte anbaut. Das war beileibe nicht in jedem Jahr so.

Von Giulia Schulz

Nußdorf im Chiemgau– Von grün über gelb bis orange und rot. Im Herbst leuchten die Kürbisse mit den Laubbäumen um die Wette. Christian Niederthanner baut die bunten Früchte seit über 30 Jahren auf den Feldern seines Hofes in Nußdorf an. Ihn begeistert die Farbenpracht der Kürbisse.

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„Überraschend gut“, fällt seine Ernte bis jetzt aus, erzählt Niederthanner. „Das habe ich ehrlich gesagt selber nicht erwartet“, sagt er. Denn Kürbisse mögen es gleichmäßig sonnig mit „feuchten Füßen“. Da war das wechselhafte Wetter vergangenen Sommer eigentlich alles andere als ideal. „Auf jeden Fall ein herausforderndes, extremes Jahr“, beschreibt Niederthanner diese Saison. Er ist zwar gewohnt, sehr abhängig vom Wetter zu sein und hatte auch immer mal wieder schlechte Ernten, aber die vergangenen zwei Jahre sei das Wetter doch besonders extrem gewesen. Heuer wuchsen die Kürbisse allerdings trotz Starkregens und Hagels zahlreich und schön.

Zu viel Regen im vergangenen Jahr

Im vorigen Jahr habe ihm der Regen mehr zu schaffen gemacht, erinnert sich der Landwirt. „Da sind sie mir abgesoffen“, erzählt er. Das Feld, auf dem er die Kürbisse angebaut hatte, stand unter Wasser. Viele der Früchte faulten dadurch noch vor der Ernte. „Es war eine glückliche Fügung, dass sie heuer auf einem anderen Feld waren“, meint Niederthanner. Er vermutet, dass die Kürbisse den Starkregen aufgrund des trockeneren, kiesigen Bodens auf diesem Feld so gut überstanden haben.

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Auch die Unkrautbekämpfung fällt ihm bei viel Niederschlag schwerer. Denn er spritzt seine Kürbisse nicht, sondern hackt das Unkraut. „Da hat man nur ein kleines Zeitfenster“, sagt er. „Man muss mit den Hackgeräten durchkommen, bevor die Pflanzen zu groß sind.“ Regnet es in diesem kurzen Zeitraum und die Pflanzen werden zu groß, wird es schwierig.

Nicht auf Pflanzenschutzmittel umsteigen

Auf das Spritzen von Pflanzenschutzmitteln möchte er trotz des hohen Arbeitsaufwandes aber nicht umsteigen. „Meine Kunden legen da einfach Wert drauf“, sagt er. Deshalb bekämpft der Bauer das Unkraut weiterhin lieber mechanisch als chemisch.

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Umstellen musste er wegen des extremeren Wetters der vergangenen Jahre allerdings noch nichts. Die einzige Neuerung war eine besonders gezüchtete Kürbissorte. „Mittlerweile gibt es ganz gute Mehltau–resistente Züchtungen“, erzählt Niederthanner. Mehltau kann dazu führen, dass die Früchte nicht mehr ausreifen. Er sei früher besonders bei den „Halloween-Kürbissen“, den großen orangen Schnitzkürbissen, aufgetreten.

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Dank der resistenten Sorte und „ein bisschen Glück“, wie Niederthanner sagt, kann er diese Saison nicht über Ernteausfälle bei seinen Kürbissen klagen. Von Zierkürbissen in den verschiedensten Farben und Formen bis zu Speisekürbissen wie Hokkaido und Butternuss gedieh alles prächtig.

Bei dem Landwirt selbst mag die Sorten Delicata und Hokkaido am liebsten, denn "die kann man einfach am breitesten einsetzen in der Küche."

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