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Im Zeit- und Kostenplan

In Kiefersfelden entsteht ein neues Feuerwehrhaus

Der provisorische Absperrdamm am Kieferbach-Mühlbachkanal wird mit Hilfe eines Krans zurückgebaut. Hoffmann
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Der provisorische Absperrdamm am Kieferbach-Mühlbachkanal wird mit Hilfe eines Krans zurückgebaut. Hoffmann
  • VonFranz Hoffmann
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Derzeit rückt die Feuerwehr Kiefersfelden vom Zementwerksgelände für Einsätze aus. Ab Herbst soll sich das aber ändern. Denn im Herbst soll voraussichtlich das neue Feuerwehrhaus fertiggestellt werden. Dafür mussten sogar Fische, Frösche und Wassergetier umziehen.

Kiefersfelden – Es geht kräftig voran mit dem Neubau des Feuerwehrhauses in der Kiefer. „Wir sind voll im Zeit- und Kostenplan“, so der Leiter des technischen Bauamts Kiefersfelden, Andreas Horn, „und es läuft alles gut. Aktuell wird die Fußgängerbrücke versetzt, und die Abdichtungsarbeiten an der Uferböschung und am Fundament des neuen Feuerwehrhauses sind angelaufen“, erläutert der Bauamtschef weiter.

Denn vor dem eigentlichen Baubeginn musste zunächst der bestehende Kieferbach-Mühlbach-Kanal trocken gelegt werden, da die rückwärtige Außenwand des zukünftigen Feuerwehrhauses zugleich die neue Ufermauer beziehungsweise die Kanalbegrenzung bildet. Ein aufwendiges Unterfangen, da auch Fische, Frösche und sonstiges Wassergetier herausgefangen und umgesiedelt werden mussten. Das hatte zwischenzeitlich der örtliche Sportfischereiverein E. W. Sachs bestens erledigt. Erst danach konnte der Kanal trockengelegt werden. Die Voraussetzung für den Baubeginn des rund 6,7 Millionen Euro teuren Projekts im Februar vergangenen Jahres (wie berichtet).

Fertigstellung im Herbst

„Wenn jetzt nichts mehr dazwischen kommt, kann das Haus heuer im Herbst seiner Bestimmung übergeben werden“, ist der Bauamtschef vorsichtig optimistisch. Das stößt natürlich beim Kommandanten der Kieferer Wehr, Kilian Hager, auf offene Ohren. Seit Anfang Februar vergangen Jahres kampieren die Blauröcke nämlich in ihrer Behelfsunterkunft auf dem Zementwerksgelände und haben aus der Not eine Tugend gemacht.

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„In der großen Halle können wir unseren gesamten Fuhrpark jederzeit einsatzbereit unterbringen“, stellt der Feuerwehrkommandant fest. Sogar die Namensschilder für die Kameraden haben ihren Platz gefunden und auch die alte Feuerwehrhaustüre hatten wir mitgenommen, damit im neuen Gebäude nicht alles neu und unbekannt ist“.

Auf neustem technischen Stand

Doch schon bald soll der erhoffte Umzug ins neue Domizil erfolgen. Dort erwartet die Floriansjünger dann ein erweitertes Gebäude auf neuestem technischen Stand mit allen erdenklichen und notwendigen Voraussetzungen für eine effektive Einsatzbereitschaft. Davon überzeugte sich auch erneut Kommandant Hager und Einsatzkollege Werner Schroller vor Ort. „Die Vorfreude auf unser neues Heim wächst mit jedem Stein, der hier verbaut wird“, so Kilian Hager weiter. „Aber unser Einsatzbetrieb läuft in der Behelfsunterkunft normal weiter, auch wenn die Zu- und Abfahrt manchmal wegen der Enge der Straße und der Parksituation für unsere Fahrer schon eine Herausforderung ist“.

Die neue Fahrzeughalle inspizieren Feuerwehrkommandant Kilian Hager (li.) und Einsatzkollege Werner Schroller.

Trotz Ersatzbau kein Problem bei Einsätzen

Besonderen Wert legt er auf die Feststellung, „dass es während der vergangenen 13 Monate keinen Tag gegeben hat, an dem unsere Einsatzbereitschaft gefährdet war. Der Betrieb auf dem Zementwerksgelände lief weiter mit Einsätzen, Schulungen, Übungen und Besprechungen, die zum Teil auch in gemeindlichen Unterkünften stattfanden“, ergänzt der Kommandant, dem 82 aktive Blauröcke zur Seite stehen.

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Natürlich haben die Feuerwehrler auch gewisse Erwartungen an ihr neues Heim. „Durch die verbesserten Raumbedingungen, neue Technik und aktualisierte Kommunikationsmöglichkeiten können wir gezielter und geordneter eingreifen und auch die Pflege des Einsatzmaterials sollte deutlich optimiert werden“, ist Hager zuversichtlich. Und er blickt weit voraus, wenn er sagt: „Die nächsten 50 Jahre sollte der Platz ausreichen, auch wenn die Einsatzfahrzeuge noch größer und die Technik vielfältiger werden sollte, denn das ist bereits bei der Planung des Feuerwehrhauses mit eingeflossen“.

Trotz Corona guter Bauverlauf

Auch Bürgermeister Hajo Gruber kommt so aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Der Neubau läuft wirklich gut, trotz aller Schwierigkeiten durch Corona. Wir haben bereits 90 Prozent aller Arbeiten vergeben und bewegen uns klar im vorgegebenem Zeitfenster“. Das führt nicht nur er „auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Architekturbüro, dem gemeindlichen Bauamt und dem engagierten Team der Kieferer Feuerwehr“ zurück. Auch allen aktuellen Preissteigerungen zum Trotz, steht der ursprüngliche Kostenrahmen immer noch, „und auch das ist für mich ein Zeichen des guten Geistes im gesamten Planungs- und Bauteam“.

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