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KIEFERSFELDENER WERKKANAL ABGEFISCHT

In Kiefersfelden sind die Sportfischer auf Fischjagd mit dem Pluspol am Kescher

Ein Abfischtrupp in Aktion im Werkkanal. Insgesamt wurden fast über 500 Fische und ein großer Fluskrebs umgesetzt.
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Ein Abfischtrupp in Aktion im Werkkanal. Insgesamt wurden fast über 500 Fische und ein großer Fluskrebs umgesetzt.
  • vonFranz Hoffmann
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Einen Großeinsatz hatte der örtliche Sportfischereiverein E. W. Sachs. Es galt, den Werkkanal am Kieferbach elektrisch abzufischen. Wegen des Neubaus des Feuerwehrhauses muss er für den Rest des Jahres trockengelegt werden. Die Fischer gingen mit einer speziellen Methode vor.

Kiefersfelden – Notwendig wurde diese Maßnahme, weil die rückwärtige Wand des Feuerwehrhauses jetzt abzureißen ist, die dann jedoch beim anstehenden Neubau wiederum als Ufermauer, beziehungsweise als Kanalbegrenzung dienen wird.

Ungefährliches Spannungsfeld

Um den Vereinsvorsitzenden Stefan Sporer versammelten sich schon am Morgen die Freiwilligen am Werkkanal, die sich dann nach kurzer Einweisung der wichtigen Aufgabe annahmen, den 1,2 Kilometer langen und bis zu vier Meter breiten Kanal abzufischen.

Ausgerüstet mit jeweils einem Notstromaggregat, das ein für Fischer und Gefischte ungefährliches „Gleichspannungsfeld“ erzeugt, gingen die Trupps ins Wasser und lockten so den Kanalbesatz durch die erzeugte Gleichspannung wie mit einem Magneten ins Netz. Dabei wurden die Fische und Krebse nicht etwa betäubt, sondern schonend durch die Veränderung ihres unmittelbaren Magnetfeldes zum „Pluspol“, der im Kescher integriert ist, getrieben und dann gekonnt abgefischt.

Erstaunliche Fangmethode

Eine erstaunliche Fangmethode, die aber sehr effektiv und vor allem für die Wassertiere äußerst schonend ist, denn unmittelbar nachdem die Fische in die bereit stehenden großen Wasserbottiche gebracht worden waren, schwammen sie schon wieder quicklebendig darin umher. Vereinsmitglied Peter Rester, der mit dem „Pluspol-Kescher“ eine Formation anführte, benötigt für diese Art des Fischens eine spezielle Ausbildung und auch seine Kollegen erwiesen sich durch und durch als erfahrene Sportfischer, denen das Wohl der Tiere sehr am Herzen lag. Die Aktion war sehr gut organisiert und mit abnehmendem Wasserstand konnten vereinzelt sogar die Fischlein per Hand in die Eimer überführt werden.

Da waren schon mächtige Exemplare dabei, wie Bachforellen mit über einem halben Meter Länge oder auch große Flusskrebse und viele welsartige Mühlkoppen, deren Anwesenheit als guter Indikator für die biologische Wasserqualität eines Standortes gilt.

Während die mächtigeren Exemplare direkt in die vereinseigenen Zuchtbecken überführt wurden, landete der Großteil des Fangs wieder im benachbarten Kieferbach, wo sie sich schnell einleben und schon bald wieder für Nachwuchs sorgen werden. Das elektrische Abfischen war natürlich auch für die kleinen und großen Kieferer von enormem Interesse, denn viele Schaulustige drängten sich an den Abfüllbecken und begutachteten die abgefischten Exemplare.

Teil des Wasserkraftwerks

Neben den rund 25 Mitgliedern waren auch fünf Jungfischer im Einsatz, die sich so auch schon mal erste Sporen verdienen konnten“. Bei der Abfisch-Aktion wurden insgesamt 298 Bachforellen, 48 Regenbogenforellen, 165 Mühlkoppen sowie eine Äsche und ein großer Flusskrebs gefangen und schnellstens wieder in sichere Gewässer des Kieferbachs umgesetzt. Und die sollen schon bald wieder den Werkkanal beleben, denn nach Aussage des Bauamtsleiters der Gemeinde, Andreas Horn, „werden wir so schnell wie möglich den Werkkanal wieder in Betrieb nehmen, voraussichtlich schon Ende des Jahres. Auf keinen Fall wird der Kanal stillgelegt, denn an ihm hängt ja auch unser Wasserkraftwerk „Eggersäge“ dran, mit dem wir durch Wasserkraft regenerative Energie erzeugen“.

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