Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Fünfköpfige Familie aus Höslwang mit Corona infiziert

Sohn (14) gleich zweimal positiv: „Auch junge Leute sind nicht gefeit vor einer Ansteckung“

  • Marina Birkhof
    VonMarina Birkhof
    schließen

Fast vier Wochen lang in Quarantäne, alle drei Kinder und die Eltern positiv getestet – das widerfuhr im Januar einer Familie aus Höslwang. Den jüngsten Sohn hat es sogar zweimal erwischt. Die Lehre, die sie aus dieser Erfahrung ziehen: Sich zweimal mit Corona zu infizieren sei keine Seltenheit und treffe auch Jüngere.

Höslwang – Renate ist die Mama von Kilian, der mit 14 Jahren innerhalb weniger Wochen gleich zweimal an Corona erkrankte. Sie ist Krankenschwester auf einer Aufnahmestation mit Covid-Überwachung in der Region und weiß von Reinfektionen, die innerhalb von sechs Wochen gerade bei Krankenhaus-Personal häufig auftraten: „Eine zweifache Corona-Infektion ist bei manchen Leuten tatsächlich Gang und Gebe.“

Auf erste Ansteckung bei Mitschüler folgt zweite Infektion zwei Monate später

Ihre Botschaft in Hinblick auf ihren Sohn: „Auch junge Leute sind nicht gefeit vor einer Ansteckung und im schlimmsten Fall vor einem schweren Verlauf. Ende November letzten Jahres hat sich Kilian in der Schule bei einem Mitschüler angesteckt. Er hatte damals leichtere Symptome. Die Erkrankung mit dem Virus aber brachte dennoch Kopfschmerzen, leichtes Fieber und einen furchtbaren Hautausschlag mit Juckreiz im Anschluss an die Infektion mit sich.“

Im Januar brachte Renate das Virus von der Arbeit mit nach Hause, in dessen Folge sich die gesamte fünfköpfige Familie mit Corona infizierte. „Es war heftig – uns ging es wirklich nicht gut und wir waren teilweise kurz davor, ins Krankenhaus zu gehen. Auch Kilian hat es gleich nochmal erwischt“, erinnert sich Renate, die nach wie vor noch positiv ist, was durchaus noch länger der Fall sein kann. Die fünf Familienmitgliedern waren fast vier Wochen lang in Quarantäne. Einzig Kilian ist inzwischen negativ getestet.

Die Covid-Infektion hat bei der Höslwanger Familie Spuren hinterlassen, klassische Nachfolgen gestalten derzeit noch den Alltag mit. „Gerade mein Mann und ich merken, dass wir noch nicht so belastbar sind und schnell müde werden“. Selbst die größeren Geschwister, die sehr sportlich sind, bemerken eine eingeschränkte Lungenfunktion bei zunehmender körperlicher Aktivität.

Bedenken, sich noch einmal zu infizieren, stehen weiterhin im Raum

Ein halbes Jahr lang dürfen sie sich auf keinen Fall impfen lassen, schließlich haben sie soeben eine Corona-Infektion hinter sich. Wenn überhaupt, dann wäre vielleicht nur eine Impfdosis ausreichend, da sie eventuell schon Antikörper gebildet haben. Bedenken, sich noch einmal infizieren zu können – so wie Kilian – stehen indes weiterhin im Raum.

Trotz allem, was die Familie die letzten Wochen durchgemacht hat, bleibt sie optimistisch, wie die Familienmama in Namen aller betont: „Gerade durch meine Berufserfahrung im Krankenhaus weiß ich, wie schlimm das Virus zuschlagen kann und dass es einige auch nicht schaffen, dagegen erfolgreich anzukämpfen. Vielen machen Nachwirkungen besonders in Bezug auf das Atmen schwer zu schaffen. Insofern bin ich freilich froh, dass wir das Ganze soweit gut überstanden haben – gerade auch Kilian nach seiner zweiten Erkrankung mit Corona.“

Weiterhin Optimismus in Pandemie-Zeiten verbreiten, dabei hilft der Höslwanger Familie auch der Zuspruch von Familie und Freunden, die einen aufmuntern und unterstützen. „Das tut einfach gut, zu wissen, dass man nicht alleine gelassen wird – gerade während und nach einer Infektion“, schließt Renate ihre Erklärungen.

mb

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach

Mehr zum Thema

Kommentare