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Satzung zum Jahreswechsel geändert

Gute Heimat für Drahtesel: Sichere Stellplätze sind in Stephanskirchen jetzt Pflicht

„Fast perfekt“ sagt der Radverkehrsbeauftragte der Gemeinde Stephanskirchen, Frank Wiens, über den Radlständer beim neuen Drogeriemarkt: Er bietet sicheren Halt, ist beleuchtet und überdacht.
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„Fast perfekt“ sagt der Radverkehrsbeauftragte der Gemeinde Stephanskirchen, Frank Wiens, über den Radlständer beim neuen Drogeriemarkt: Er bietet sicheren Halt, ist beleuchtet und überdacht.
  • Sylvia Hampel
    VonSylvia Hampel
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E-Bikes, teure Mountainbikes oder Rennräder, geliebte Kinderradl – sie alle sollen in Stephanskirchen künftig sicher und gut untergebracht werden können. Ab Januar gilt die neue Satzung, die für alle denkbaren Fälle regelt, wie viele Fahrradstellplätze es bei Neubauten oder neuen Nutzungen geben muss.

Stephanskirchen – Stellplätze für Autos sind bei Neubauten oder Umnutzungen schon lange geregelt, ab dem Jahreswechsel müssen Bauherren auch vernünftige Plätze für Fahrräder bereitstellen.

Auslöser war ein Bauvorhaben im letzten Sommer. Acht Häuser auf einem dafür nicht allzu üppigen Grundstück. Häuser, die für Familien interessant sind.

Bauantrag im Sommer war Auslöser

Der Bauherr hatte schon Fahrradstellplätze vorgesehen, trotzdem gaben die geplanten Mehrspänner für Steffi Panhans (SPD) den Anstoß, für Stephanskirchen eine Fahrradstellplatzsatzung zu erarbeiten und sie stieß damit auf Zustimmung bei den Ratskollegen und der Verwaltung.

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Christian Hausstätter, Baurechtler der Gemeinde, machte sich ans Werk, holte sich Anregungen aus anderen Gemeinden, vom ADFC und war im regen Austausch mit dem Fahrradbeauftragten der Gemeinde, Frank Wiens. Nun steht die geänderte Satzung, wurde vergangene Woche vom Bau- und Planungsausschuss vorberaten und einstimmig an den Gemeinderat weitergereicht.

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Der verabschiedete die geänderte Satzung gestern in seiner letzten Sitzung des Jahres. Ziel erreicht: „Wir wollen eine Rechtsgrundlage für alle Bauvorhaben ab 2022“, so Bürgermeister Karl Mair (Parteifreie).

Laut Satzung müssen die Fahrradstellplätze gut zugänglich und beleuchtet sein, ebenerdig oder über Rampen beziehungsweise Treppen mit Rampen sicher zu erreichen sein. Die Radlständer sollen den Rädern sicheren Halt bieten und so gestaltet sein, dass das Rad am Rahmen angeschlossen werden kann. In Gebäuden sind auch andere gesicherte Radlparkplätze möglich. Bei fünf oder mehr notwendigen Radlstellplätzen muss die Anlage überdacht sein und mindestens einen Platz für ein Lastenfahrrad oder Fahrrad mit Anhänger haben. Ob das bei Super- oder Drogeriemärkten ausreiche, da hatte Robert Zehetmaier (Bayernpartei) leise Zweifel. „Wenn es nicht funktioniert müssen wir gegebenenfalls nachbessern“, meinte Mair.

Stellplatzzahl je nach Nutzung und Größe

Abgelöst werden können Fahrradstellplätze nur im dicht bebauten Ortskern entlang der Salzburger Straße in Schloßberg und Gehering.

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Wie viele Stellplätze jeweils nötig sind, richtet sich nach Größe und Art der Nutzung. Bei Wohnungen über 100 Quadratmeter sind es beispielsweise zwei Stellplätze, bei Arztpraxen ein Stellplatz je 20 Quadratmeter Nutzfläche – mindestens aber zwei Stellplätze – bei Lebensmittel- oder Drogeriemärkten einer pro 40 Quadratmeter, bei Kirchen ein Stellplatz je 30 Sitzplätze, bei Bootshäusern und Bootsliegeplätzen ein Stellplatz je drei Boote.

Die geänderte Stellplatz- und Garagensatzung gilt ab Januar. Sie ist dann auch auf der Homepage der Gemeinde zu finden.

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