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Zum Tod von Günter Berger - Große Anteilnahme beim Gottesdienst in der Aschauer Kirche

Gründer, Helfer und Kulturträger

Günter
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Günter

Aschau - Günter Berger verstarb nach zweieinhalb Jahren leidvoller Erkrankung im Alter von 74 Jahren. Seine Frau Christine, die vier Töchter mit ihren Ehemännern und neun Enkelkinder trauerten inmitten einer großen Versammlung in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche Aschau.

1961 gründete Günter Berger als junger Handwerker die Kolpingsfamilie Aschau und leitete sie fast 50 Jahre lang. Als Kolping-Vorsitzender förderte er das Kinderhilfsprojekt "The Nest" in Kenia regelmäßig mit großen Spenden aus Sammlungen. Als Vorsitzender im Pfarrgemeinderat und in der Kirchenverwaltung Aschau setzte er seine Kreativität und Tatkraft ein: bei der Szenengestaltung der vielbewunderten Aschauer Weihnachtskrippe, im alljährlichen Nikolausdienst, in der Veranstaltung von Kirchenkonzerten, beim Altaraufbau an Fronleichnam, in der Errichtung des Kolpingkreuzes in der Kohlstatt. Günter Berger leitete zudem viele Jahre den Kolpingbezirk Rosenheim.

Das auf sein Betreiben hin 1966 geschmiedete Klausenberg-Gipfelkreuz ist Hinweis auf leidenschaftliche Bergbe-geisterung, die ihn mit Kameraden bis auf den Berg Athos führte. Immer neuen Applaus erntete er für Einstudierungen als Spielleiter des von ihm mitgegründeten "Kolpingtheaters Aschau". Er war auch Gründungsmitglied des Aschauer Roten Kreuzes. Beim Wintersportverein WSV Aschau und auch im Inngau leitete er die Abteilung nordischer Skilauf. Noch in seiner letzten Leidenszeit arbeitete er am heimatlichen Kreuzebuch mit.

Die Fahnenabordnungen der "Griabinga" und der Rotkreuzkolonne sowie fünf Kolpingbanner aus Rosenheim, Bad Aibling, Bad Endorf, Aschau und von der Erzdiözese München gaben Trauergeleit. Kolping- und Theaterkameraden trugen den Sarg. Landrat Josef Neiderhell übermittelte den Dank des Landkreises Rosenheim für 18 Jahre, in denen Günter Berger als leitender Hochbau-Techniker landkreiseigene Bauten wie Schulen und Krankenhäuser baulich betreute.

Personalratsvorsitzender Emil Maier rühmte den beliebten Kollegen. Vorstand Max Neumüller dankte namens der Kolping-Schauspieler: "Du hast uns die Liebe zum Theater gegeben."

Zur musikalischen Gestaltung des Requiems trugen Gabi Reiserer und ihre Schwarzensteiner Sängerinnen mit bayerischem Liedgut bei. Organist Hans Aicher begleitete das Trompetensolo "Ave Maria" von Bach-Gounod. Trauerweisen und das Aschauer Heimatlied erklangen auf dem Friedhof im Duett von Elisabeth Schelske und Andreas Wörndl.

Pfarrer Johannes Palus, der Requiem und Begräbnis leitete, wies auf Gottes treues Geleit hin und schilderte den Lebensweg des Verstorbenen.

1936 wurde Günter Berger in Oberschlesien geboren. 1945 flüchteten seine Eltern mit ihren drei Buben in Kriegsnot aus Neustadt in Oberschlesien. Aschau nahm sie auf. Hier ging Günter Berger auch zur Schule und erlernte danach den Beruf eines Maurers. Er schloss seine Ausbildung als Meister und Bautechniker ab. 1962 ging er mit seiner Frau Christine die Ehe ein. 1978 bezog die Familie das mit viel Eigenleistung erbaute Einfamilienhaus am Grünen Weg. tts

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