20-Jähriger nach Schüssen in Großkarolinenfeld außer Lebensgefahr

Der Bahnhof in Großkarolinenfeld: Wo genau die Schüsse gefallen sind, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben.
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Der Bahnhof in Großkarolinenfeld: Wo genau die Schüsse gefallen sind, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben.

Ein 22-Jähriger aus der Region sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Er soll mit einer Handfeuerwaffe auf einen 20 Jahre alten Mann geschossen haben. Nur eine Stunde nach der Tat hatte ihn die Polizei gefasst. Nun gibt die Staatsanwaltschaft mehr bekannt.

Update 28. September, 13.49 Uhr:

Waffe sichergestellt

Aus der Pressemeldung der Polizei:

Für Staatsanwaltschaft und Polizei gilt es weiterhin, die Hintergründe der Tat aufwändig zu ermitteln. Dazu wurden bereits zahlreiche Spuren gesichert, noch am Samstag eine Tatortabsuche durchgeführt und Vernehmungen getätigt. Auch die Tatwaffe, eine scharfe Handfeuerwaffe, konnte sichergestellt werden und wird kriminaltechnisch untersucht.

Meldung 28. September, 13 Uhr:

Opfer außer Lebensgefahr

Großkarolinenfeld – Der 20-jährige Mann, der in den frühen Morgenstunden des Samstags am Bahnhof in Großkarolinenfeld niedergeschossen wurde, befindet sich offenbar außer Lebensgefahr, sein Zustand sei stabil, heißt es. Wie Gunther Schabert von der Staatsanwaltschaft Rosenheim mitteilte, befindet sich der mutmaßliche Schütze (22) seit Sonntag in Untersuchungshaft. Der Vorwurf lautet auf versuchten Totschlag.

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Notoperation rettet das Opfer

Anwohner waren am Samstag gegen 3.30 Uhr morgens aus dem Schlaf hochgeschreckt, Schüsse hatten sie geweckt. Eine Frau benachrichtigte die Polizei, die am Bahnhof einen schwer verletzten jungen Mann auffand, der sofort ins Krankenhaus gebracht und dort notoperiert wurde. Bereits eine Stunde später konnte ein dringend Tatverdächtigter noch auf dem Gemeindebereich von Großkarolinenfeld festgenommen werden.

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„Die Beteiligten kannten einander“, sagt Gunther Schabert. Dies ging aus der Vernehmung des mutmaßlichen Schützen durch das Fachkommissariat K1 der Kriminalpolizei in Rosenheim hervor. Es kam demnach zu einem Streit, der eskalierte. Der 22-Jährige feuerte mit einer mitgebrachten Handfeuerwaffe auf den Jüngeren. Beide Männer stammen aus der Region. Am Tatort hatten sich mehrere Menschen aufgehalten, die Polizei nahm die Personalien auf.

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