Seit Jahren ein Problem

Großholzhausen: Hundekot auf den Gräbern am Kirchenfriedhof im Raublinger Ortsteil

Georg Fischbacher aus Raubling hat kurz vor Weihnachten drei Hundehaufen auf dem Familiengrab entdeckt. _Es war nicht der erste derartige Vorfall.
+
Georg Fischbacher aus Raubling hat kurz vor Weihnachten drei Hundehaufen auf dem Familiengrab entdeckt. _Es war nicht der erste derartige Vorfall.
  • Barbara Forster
    vonBarbara Forster
    schließen

Seit Jahren entdeckt Georg Fischbacher aus Raubling Hundekot inmitten des Kirchenfriedhofs in Großholzhausen. Drei Hundehäufchen auf seinem Familiengrab kurz vor Weihnachten brachten für den 79-Jährigen jetzt das Fass zum Überlaufen.

Großholzhausen – Seit Jahren pflegt und hegt Georg Fischbacher (79) aus Raubling das Familiengrab auf dem Kirchenfriedhof in Großholzhausen. Und seit Jahrzehnten beobachtet er mit Argusaugen, dass sich des Öfteren ein Hundehäufchen mitten auf den Gräbern verbirgt. Einen Tag vor Weihnachten zum Beispiel habe er das letzte Mal gleich „einen Haufen Bescherung“, sprich drei Hunde-Häufchen, entdeckt: „Das ist ein Saustall“, findet der Raublinger deutliche Worte.

Lesen Sie auch:

Aufregung um Hundetoiletten: In Aschau gibt es an vier Stellen keinen Eimer zum Entsorgen mehr

Was ihn vor allem wundert: Was machen Hunde auf dem Friedhof? „Die gehören da überhaupt nicht hin“, echauffiert er sich. Ihm ist nicht entgangen, dass am Eingangstor des Friedhofs außerdem ein Verbotsschild für Hunde fehlt.

Kirchenverwaltung sah für Schild bislangkeine Notwendigkeit

Dass es am Tor des Kirchenfriedhofs kein Verbotsschild gebe, sei richtig, sagt Kirchenpfleger Alfred Repsys. „Bislang haben wir noch keine Notwendigkeit dafür gesehen“, erklärte dieser auf Nachfrage. „Wir haben uns gedacht: Hunde können nicht lesen und Hundebesitzer sollten eigentlich wissen, dass Hunde auf dem Friedhof verboten sind.“ So stehe es schließlich auch in der Friedhofsordnung. Aber auch der Kirchenverwaltung sei nicht entgangen, dass sich immer wieder Tierexkremente auf Gräbern und Friedhofswegen befinden. „Das ist uns sehr unangenehm“, entschuldigt sich Repsys.

Er selbst habe ebenfalls schon einmal in Hundekot gefasst, dabei „geflucht“, und diesen dann entsorgt. Falls er einen Hundehalter dabei erwischen würde, wie er seinen Vierbeiner auf dem Friedhof umherlaufen lasse, würde er denjenigen schon auf den Missstand aufmerksam machen. Für Hundebesitzer, die ihre Haustiere auf dem Friedhof freilaufen lassen, zeigt Georg Fischbacher kein Verständnis. „Der Hundehalter ist doch normalerweise verpflichtet, den Kot zu entsorgen.“ Allein schon wegen der Tatsache, dass dies einigen offenbar nicht einleuchten will, müsste ein Schild am Tor angebracht werden.

Lesen Sie auch:

Amtseinführung, Urnenplatn und Hundekot

„Wenn die Leute ein Schild wollen, dann bekommen sie eines“, gibt sich Repsys kooperativ, „das müssen wir nur besorgen und anbringen, dann hat sich das.“

Auch Katzen treiben sich aufdem Gelände herum

Dass es Hunde und Katzen aber davon abhalte, den Friedhof heimzusuchen, bezweifelt der Kirchenpfleger: „Die Hunde laufen da einfach rein.“ Zwar müssten die Tore eigentlich immer geschlossen sein, aber, wie Repsys anmerkt, gebe es halt immer den ein oder anderen Besucher, der vergesse, das Gitter hinter sich zu schließen. Und Katzen ließen sich von geschlossenen Toren sowieso nicht aufhalten, die wüssten Wege, diese zu umgehen.

Fischbacher würde darin aber immerhin den ersten Schritt zur Besserung sehen. Denn ein Schild, so hofft er, würde verhindern, dass Hunde auf seinen Gräbern ihr Geschäft verrichten.

Kommentare